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Andrew Purgin: „Wir sind Teil der russischen Zivilisation“

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Andrew Purgin: „Wir sind Teil der russischen Zivilisation“

übersetzt von MATUTINSGROUP

Donezk, 28. Oktober 2016 – 20.06 Uhr, novorosinform.org.-   Bereits das 3. Jahr tobt bei uns im Donbass der Kampf für unsere kulturellen und historischen Bindungen. Und jeder von uns leistet einen wesentlichen Beitrag in diesem Kampf. Hunderttausende von Menschen erhoben sich im Jahr 2014 gegen die Regierung, die als Folge des illegalen Staatsstreichs in der Ukraine an die Macht kam.

Wir müssen uns an die Geschichte des Donbass erinnern und unsere jetzt schon neue Geschichte in Ehren halten.

Sein Blick darauf, was er im Jahr 2014 tat, und was die Bewegung „Russischer Frühling“ bedeutete, wird hier von einem der Gründerväter der Volksrepublik Donezk, dem angesehenen Gründer der Bewegung „Donezker Republik“ (2005) Andrej Jewegeniwitsch Purgin dargelegt.

„Vor zwei Jahren erhob sich das Volk. Das Volk selbst stand auf. Es gab keine große Organisationen, die eine Struktur in jener Situation vorzuweisen hatten und das Volk organisierten, ihm ein deutliches Verständnis von dem gegeben hätten, was vor sich geht, was zu tun ist. Alle Kundgebungen und Reden auf der Tribüne verliefen mit der Teilnahme der Bürger, die ihre Meinung zum Ausdruck bringen wollten. Im Grunde war das eine einzige Volksinitiative, bei welcher das Volk sich erst erhob und an einem bestimmten Punkt stoppte. Damals war die Republik Donezk ein Netzwerk von Organisationen ganz unterschiedlicher Menschen, die keinen engen Kontakt miteinander hatten. Was wegen der eigenen persönlichen Sicherheit so ablief. Solange die Existenz des ukrainischen Staatsapparats andauerte, welcher ständig jede Abweichung unterdrückte, war eine andere Konstruktion nicht möglich.

Für mich persönlich war der „Russische Frühling“ ein lang ersehntes Ereignis. Ich war nicht sicher, dass wir darauf hoffen konnten. Faktisch war dies der Beginn der Korrektur von den Bolschewiki begangener Fehler und auch der Neugliederung der Sowjetunion. Diese Fehler türmten sich zu einem enormen Problemkomplex auf, welcher den ukrainischen Faschismus nach oben spülte. Das südöstliche Gebiet der ehemaligen Ukraine, welches einst die Republik Donezk-Kriwoj Rog war, existierte stets als einheitliche Industrie- und Wirtschaftsregion. Die Auffassungen und Bindungen unserer Menschen unterscheiden sich erheblich von denen im Zentrum und im Westen der Ukraine“, so der Bgründer der Bewegung „Donezker Republik „.

Andrej Purgin betonte, dass beim „Russischen Frühling“ im Donbass „jeder für sich agierte, doch wir alle die Weggefährten bildeten. Das Volk des Donbass dachte in eine Richtung, die alle kennen und verstehen, wonach wir die russische Welt und die russische Zivilisation als unsere Ausgangsgrundlage brauchen. Die Menschen schlossen sich für die Verteidigung unseres Landes, unsere Interessen, unsere Nachbarn und Mitmenschen und natürlich unsere zukünftige Generation zusammen.

23 Jahre lang dauerte die bewusste Unterdrückung der russischen Orientierung, um uns aus dem System der russischen Zivilisation zu werfen sowie die De-Industrialisierung, den strukturellen Niedergang des Donbass und damit in unsere Region nur Zerstörung, Elend und eine Umformung der Gesellschaft zu tragen. Historisch gesehen wurde der Donbass bzw. die Südregion endgültig im Jahr 1928 in die Ukraine gezwungen. Es hieß: ‚Die Masse an Proletariat in der Schwesterrepublik soll erhöht werden.‘ Die nationale Politik, die die Weltherrschaft anstrebte, ging vor allem arithmetisch an die menschlichen Schicksale und ihre kulturellen Präferenzen heran“, – sagte Andrej Jewgeniwitsch.

Der Donbass ist ein Industriegebiet mit eigenen Regeln und Bedingungen. Neben kulturellen, politischen und sonstigen von der zentralen und westlichen Ukraine sich unterscheidenden Komponenten zerschnitt uns auch die wirtschaftliche Komponente, weil die anderen Teile der Ukraine von einer mehr landwirtschaftlichen Ausrichtung geprägt sind. Das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstandene Hauptproblem ist Andrej Purgin zufolge das Problem des Ethnozids.

„Alle sahen diese Aufteilung nur als arithmetisches Merkmal. Niemand bedachte, dass es um wirkliche Menschen gegangen ist, dass dies für eine Industrieregion ein Sonderfall ist. Unter den vielen Problemen durch den Zusammenbruch der Sowjetunion gab es nicht nur den Bruch der wirtschaftlichen Beziehungen, sondern das Hauptproblem war der Ethnozid. Erst gab es bei der Unabhängigkeit des Territoriums der Ukraine 17 Millionen Russen, für den Zeitraum 2003-2004 bezeichneten sich ca. 4 Millionen Menschen als Russen, was das Ergebnis der Umsetzung der Politik einer bewussten Unterdrückung ist und uns von der russischen Kultur wegführte.

Wir sind Teil der jahrhundertealten russischen Zivilisation. Und wir müssen uns an diese historischen Gegebenheiten erinnern. Ja, natürlich gibt es einige mentale Merkmale Zentralrusslands, des Urals, des Donezbeckens und der anderen Regionen. Zwischen Donau und Astrachan leben Menschen mit einer ähnlichen Mentalität, der südrussischen“, sagte Purgin.

In der jüngeren Vergangenheit war die Verwaltung im Donbass in den Händen von Personen, deren Politik die Unterdrückung abweichender Meinungen war. Aber der Donbass reagierte ungehorsam und verriet seine Verwurzelungen nicht. Andrej Purgin zufolge ist dies immer „schmerzhaft“ gewesen, weil im März 1994 in den Regionen Donezk und Lugansk ein Referendum über den Status dieser Regionen, ihre russische und eurasische Integration erfolgte, aber dann die Ansichten der Bewohner des Donbass wie im Jahr 2014 faktisch ignoriert wurden.

„Der Faschismus der ukrainischen Gesellschaft, der Übergang der ukrainischen nationalen Demokratie zum wirklichen Nationalsozialismus ließ die Situation im Donbass eskalieren, und die Abwehrreaktion eröffnete uns den Weg für die Veränderungen, die gerade erst begonnen haben. Diese Veränderungen sind sehr schmerzhaft und schwierig. Und ich habe Angst, dass sie nicht so schnell verlaufen, wie jeder es möchte. Dennoch werden uns diese Veränderungen auferlegt“, sagte Andrej Purgin.

Quelle: http://novorosinform.org/opinions/1788

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