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Igor Strelkow: für mich war, ist und bleibt Wlassow der Verräter

Igor Strelkow: für mich war, ist und bleibt Wlassow der Verräter

von Colonel Cassad
übersetzt von MATUTINSGROUP
strelkov-voyna
Livejournal, 15. Juli 2015 – 23:00 Uhr.-   Da sich einige Leser beklagen, dass ich zuwenig Materialien über Strelkow veröffentliche, gibt es jetzt dieses aktuelle Interview Strelkows gegenüber dem „Russischen Frühling“ (das Projekt wurde übrigens aus irgendwelchen Gründen vor kurzem in zwei Teile geteilt) zum Thema Wlassowleute und Kollaboration:

Wir setzen unsere Reihe von Exklusiv-Interviews mit dem ehemaligen Verteidigungsminister der Volksrepublik Donezk Igor Strelkow im Projekt des „Russischen Frühlings“ (Rusnext.ru) fort.

Igor Iwanowitsch Strelkow sprach über seine Haltung gegenüber dem Heldentum des russischen Volkes im Grossen Vaterländischen Krieg und erteilte jenen eine Abfuhr, die die Verräter und Kollaborateure bewundern.

Frage: Erzählen Sie uns von Ihrer Sichtweise auf den Grossen Vaterländischen Krieg, und zwar als ein Mensch, der einen neuen Typ von Krieg erlebt hat.

Igor Iwanowitsch: Ein furchtbarer, ein grausamer Krieg, in dem nach meiner Ansicht die Blüte der russischen Bauernschaft umgekommen ist. Die Blüte der russischen Intelligenz, das Offizierskorps. Dieser Krieg brachte dem russischen Volk unwiderbringliche Verluste, und zwar nicht im Sinne der Zahl der Opfer, sondern in deren Qualität. Die Legitimität der ihre Heimat schützenden Soldaten und Offiziere ist unzweifelhaft vorhanden. Dies musste unbedingt gemacht werden.

Mein Großvater mütterlicherseits ist als Freiwilliger in diesen Krieg gezogen, obwohl er eine Freistellung hatte. Er ist zur Volksmiliz gekommen und hat alles bis zum Ende mitgemacht. Er wurde fünf mal verwundet. Er hat den Weg vom Soldaten bis zum Kommandeur des Schützenbataillons gemacht. Er nahm an der Verteidigung Moskaus teil, an der Kursker Schlacht teil, an den Kämpfen um Woronesch teil, an der Befreiung der baltischer Länder teil, an der Befreiung Polens teil. Das letzte Mal schwer verletzt wurde er bei Königsberg im März 1945. Von Kindheit an wuchs ich in einer Atmosphäre ständiger Erzählungen über den Krieg auf.

Mein anderer Großvater kämpfte im Fernen Osten gegen Japan. Er wurde belohnt. Er war ein Berufsoffizier der Luftstreitkräfte. Er leistete seinen Dienst als Militäringenieur.

Für mich ist alles, was mit dem Grossen Vaterländischen Krieg verbunden, mit genetischem Interesse lebendig. Ich lese seit meiner Jugend und bis jetzt verschiedene historische und wissenschaftliche Literatur über dieses Thema.

Ich beschäftigte mich im Institut für Militärarchäologie, arbeitete in unserer Suchinstitutsabteilung „Schicksal“, nahm an unseren Nachbestattungen von wohl Hundert Kämpfern teil, deren hinterbliebene Teile wir auf den Schlachtfeldern in erster Linie am Fluss Ugra an den einstigen Brückenköpfen des Frühlings 1942 einsammelten sowie in den Wjasemski Kesseln (sowohl im ersten als auch im zweiten), bei der 33. Armee Jefremow, im Ramuschewski-Korridor, wo ich mehrmals in den Expeditionen arbeitete.

Krieg ist, wenn die ganze Erde nach über einem halben Jahrhundert noch mit Kratern übersät ist, mit Gräben, und wenn überall in jeden zwei Metern Knochen und Bruchstücke von Waffen liegen. Das war eine furchtbare, unheimliche Schlacht. Ich möchte die Banalitäten nicht wiederholen, aber da hat sich der kolossale Heroismus wirklich gezeigt, haben sich die massenhaften Heldentaten und die besten Qualitäten des russischen Volkes gezeigt, welche es einfach gibt.

Frage: Und in welcher Beziehung stehen Sie zu Wlassow und den ähnlichen Erscheinungen?

Igor Iwanowitsch: Für mich war, ist und bleibt Wlassow der Verräter. Immer. Niemals habe ich positiv zu ihm gestanden, obwohl ich mich für einen Monarchisten und einen Anhänger des russischen Imperiums halte, welches bis 1917 vorhanden war. Bei all dem gibt es keine Sympathie für die Wlassowleute bei mir.

Er ist der Verräter. Er wechselte das Heimatland und auch den Fahneneid. In die Rote Armee war er als Freiwilliger 1918 eingetreten, hat 1942 alles verraten, und zwar sowohl seine Regierung als auch seine Partei, denen er Treue geschworen hatte, und die ihm alles gegeben hatten, dank dessen er Karriere gemacht hatte. Von jedem beliebigen Standpunkt aus ist er der Verräter. Es kann in so einem Fall keine Rechtfertigung für jene geben, die mit Waffen in ihren Händen gegen das eigene Volk aufgestanden sind.

Ich hebe hervor, dass ich in mein negatives Verhältnis zu allem betreffs Wlassowleuten alle und vor allem die Teilnahme von Russen einschließlich der Immigranten im Krieg gegen die UdSSR einschliesse, womit ich die Immigranten der Weißgardisten meine, die sich in Jugoslawien der Wehrmacht angeschlossen hatten und zuerst gegen die Partisanen von Tito und später auch gegen die Alliierten einschließlich die sowjetischen Truppen kämpften, sowie auch all jene Überläufer, die auf dem Territorium der Sowjetunion lebten und sich später als zugehörig zu den antisowjetischen Formationen herausgestellt haben. Ich habe nichts mit denen gemein, die die Handlungen einiger billigen und anderer tadeln. Für mich sind sowohl jene als auch andere ekelhaft.

Wobei die Migranten aus dem zaristischem Russland auf dem Balkan nie Loyalität gegenüber der Sowjetmacht schworen. Ihre Logik kann man zumindest erklären. Es ist ihre persönliche Tragödie, dass ihre Schicksale sie in die Reihen der Aggressoren anstelle der Verteidiger der Heimat führte.

Ich wiederhole, dass dies keine Rechtfertigung für sie ist. Doch habe ich ihnen gegenüber keinen Hass und keine Verachtung. Aber die Wlassowleute verachte ich vollends.

Frage: Kann man den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg für eine der größten Errungenschaften der russischen Zivilisation und des russischen Volkes halten?

Igor Iwanowitsch: Ja, unbedingt. Denn unter moralischem Gesichtspunkt der Willensstärke her war der absolute Sieg moralisch unbedingt notwendig. Einen so schweren Krieg in solchen Ausgangsbedingungen gewann kein einziges Volk in der Welt. Anfangs war auch die Moral des Volkes fehlerhaft. Denn diese Millionen an Gefangenen und die Erscheinungen des Kollaborationismus entstanden nicht im leeren Raum. Jedoch hat 20 Jahre nach der blutigen Revolution das Volk in sich doch die Kräfte gefunden, um für die Hauptsache des Kampfes, für die Souveränität, für die Unabhängigkeit vereinigt zu werden.

Wenn ich auch heute höre, „wie schwer es ist, wenn gegen uns zusätzliche Sanktionen verhängt werden“, bin ich darüber erstaunt, wie man über unser Volk überhaupt so etwas sagen kann, dass es die Sanktionen nicht ertragen wird. Dass es sich gegen die Regierung erheben wird?

Wird dem russischen Volk hörbar erklärt, FÜR WAS der Kampf zu führen ist, dann ist es zu großen Heldentaten fähig. Und der Grosse Vaterländische Krieg hat dies vorgeführt. Stalin und die kommunistische Partei äusserten in jenem Moment die notwendigen Worte, die beim russischen Volk Gehör fanden.

Quelle: http://colonelcassad.livejournal.com/2287149.html

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