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Die Lüge über das Georgsband

Losung im Foto von der ewigen Flamme zum Gedenken an den unbekannten Soldaten: „Solange wir uns an das Geschehen in der Vergangenheit erinnern, werden wir eine Zukunft haben“
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Die Lüge über das Georgsband

von Albert Lex
übersetzt von MATUTINSGROUP

Livejournal.ru, 20. April 2015 – 06:42 Uhr.-   Gemeint ist konkreter die Wahrheit über das Georgsband. Kurz ausgedrückt, jene Gemengelage zu ergründen, welche die Lügner und Demagogen zerlegten.

In diesen Tagen hat jemand, der sich zu den Kommunisten zählt, mir gegenüber den folgenden Vorwurf erhoben: „Sie haben die Symbole des Sieges mit Ihrem Georgsband vertauscht, und Sie wollen jetzt, dass ringsum diese Fälschung bejubelt wird.“ Geäußert wurde dies anlässlich der sich kürzlich in Kirgisien zugetragenen Geschichte.

Und er zitiert als Beweis den unerhörten Auftritt von Newsorow, der als Quintessenz der gesamten Lüge diesbezüglich herhalten kann. Es folgt ein Auszug der Aufzeichnung selbst und der Text, wobei die Vollversion hier nachgelesen und angeschaut werden kann:

Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=xHgxV8nX2uc

Zitat, geäußert von Alexander Glebowitsch Nemsorow:

„Die Definition jenen Bandes, welches die Menschen sich am 9. Mai als ‚farbiges Colorado-Bekenntnis‘ in den Farben des Kartoffelkäfers anheften, habe ich bereits deutlich auf ‚Kanal 5‘ im Fernsehen vorgenommen. Selbstverständlich habe ich nichts gegen den 9. Mai. Aber wenn Sie sich diesbezüglich seriös verhalten, wenn dies für Sie äußerst wichtig ist, so sollten Sie äusserst präzise und ernsthaft auch bei der Symbolik sein.

Das Georgsband war in der Sowjetarmee unbekannt. Die Tapferkeitsmedaille wurde erst 1943 eingeführt. Sie war sehr beliebt, auch an der Front sehr geachtet. Diese Medaille sollte einen gewissen historischen Werdegang aufzuweisen haben, damit sie populär und bekannt ist. Aber konkret die Gegner, General Schkuro, General Wlassow, viele höchste SS-Kommandeure, sie unterstützten den Kult um die Georgsbänder. Das Georgsband war das Band der Wlassow-Anhänger und höchster SS-Kommandeure.

Begreifen Sie, daß wir uns nicht zum Sowjetstaat bekennen würden, denn die Farbe des Sieges, und wir müssen dies ruhig und mutig anpacken, die Farbe des Sieges ist rot. Das rote Banner war das auf dem Reichstag gehißte Banner. Hinter den roten Fahnen zog das Volk in den Vaterländischen Krieg, nicht unter irgendwelchen anderen Farben. Und wer bewußt und in schmerzlichem Gedenken diesen Feiertag begeht, sollte wohl auch präzise in der Beachtung dieser Symbolik sein.“

Erlauben Sie mir jetzt jedoch, diesen Quatsch in Ordnung zu bringen. Übrigens kann Alexander Glebowitsch dafür „Dank“ ausgesprochen werden, dass er dermaßen kurz und prägnant fast alles Wesentliche dieses Verdrehens, die unausgesprochene und weggelassene sowie die offen geäußerte Schwindelei bezüglich der Georgsbänder zusammenfaßte.

Aber ich weiß natürlich, dass es im sowjetischen System bei den Orden und Medaillen kein Konzept einer Andersartigkeit oder abgrenzenden Unterscheidung gegenüber dem „Georgsband“ gab.

Nun wollen wir uns konkret wie folgt in den Dschungel der Ordenskunde begeben: „Das Band ist ein seidener Streifen mit gold-orangenen Färbungen entlang drei langgezogenen schwarzen Linien in glanzvoller Breite von jeweils einem Millimeter?“

Daher zwecks Einfachheit der Darlegung nennen wir es das „Georgsband“. Ist damit klar für alle, wovon wir reden? Also …

Das Symbol des Sieges

Frage: Wie kam es beim Georgsband dazu, ein Symbol des Sieges zu werden?

Die Antwort: 9. Mai 1945.

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Die Medaille „Für den Sieg über Deutschland im Grossen Vaterländischen Krieg 1941-1945“

Sie wurde durch die Verordnung des Präsidiums der Streitkräfte der UdSSR am 9. Mai 1945 geschaffen. Wer Augen hat, wird sehen, welche Farben das Ordensband zieren.

Ohne Berücksichtigung von Details wurde mit diesem Orden faktisch die gesamte Armee ausgezeichnet. Darunter auch jene Teilnehmer an Kampfhandlungen, die nach erlittener Verwundung aus dem Dienst ausschieden oder in andere Funktionen umgesetzt wurden.

Fast 15 Millionen Menschen wurden mit dieser Auszeichung geehrt.

Daraus ist jedoch nicht die Schlußfolgerung zu ziehen, dass das Georgsband erst 1945 bei den militärischen Symbolen und Auszeichnungen der Sowjetischen Armee in Erscheinung getreten ist. Insbesondere das Georgsband war mit dem gesamten Großen Vaterländischen Krieg von seinem Beginn an bis zum bitter erkämpften Sieg unmittelbar verbunden. Also…

Das Gardeband

Schon seit dem Herbst 1941 wurde Einheiten, Truppenverbänden und Kriegsschiffen für Mut und Heldentum ihrer Kämpfer beim Schutz des Vaterlandes der Ehrentitel „Garde“ verliehen.

Bei der Kriegsmarine wurde das Gardezeichen von einer Platte dargestellt, die von schwarz-goldenem Band eingefaßt ist. Dieses Band wurde auch an der Kopfbedeckung der Matrosen getragen. G. Kusnezow, Admiral der Kriegsmarine, genehmigte mit Befehl Nr. 142 vom 10. Juni 1942 diese militärischen Kennungszeichen.

So sah es aus:

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Siehe auch hier:

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Matrosen der sowjetischen Kriegsmarine in Garde-Uniform bei der Siegesparade am 9. Mai 1945

Und so:

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Gardeband auf einer Briefmarke der UdSSR (von 1973!!!)

Siehe auch beispielsweise hier:

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Das Gardeband auf der Gardekriegsmarinefahne des Zerstörers „Donnern“

Der Orden des Ruhmes

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Der Orden des Ruhms wurde 1943 durch die Verordnung des Präsidiums der Streitkräfte der UdSSR „Über die Einrichtung des Ordens des Ruhmes in den Stufen I, II und III“ geschaffen.

Er erlangte angeblich „keine besondere Popularität oder gar Berühmtheit“ an der Front, Nemsorow zufolge. Mit dem „unpopulären“ Orden wurden mehr als eine Million Menschen belohnt.

Unter ihnen waren 46.000 Kämpfer, welche diesen Orden in der Stufe II erhielten.

Sowie 2.562 Kämpfer, die mit ihm in der Stufe I. geehrt wurden. Stufe I bedeutet, Träger des Ordens des Ruhmes in allen drei Stufen zu sein.

Das Heldentum des Volkes

Schauen Sie sich das mal an! Sie, die verhassten Abschäumigen bei den sogenannten „Liberalen“ und den sogenannten „Kommunisten“ von ihren äußerlichen Farben her, erzählen so gerne, dass dies „keine Symbole des Sieges sind“.

Aber was trugen unsere Soldaten alle an der Brust? Was sah man meistens bei den vom Krieg heimkehrenden Frontkämpfern? Und dies soll nicht das Symbol des Sieges sein???

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In Wahrheit widerspiegelt besonders der Orden des Ruhmes nach meiner Meinung mehr als die anderen Orden das militärische Heldentum des Volkes im Großen Vaterländischen Krieg.

Nicht die Werktätigen des Hinterlandes, die Erfolge des Kommandos, die erfolgreichen Entwicklungen der Waffentechnik und der Luftstreitkräfte, sondern der persönliche Mut und die militärischen Heldentaten der einfachen Soldaten veranlaßten seine Verleihung. Wir lesen:

„Mit dem Orden wurden persönlich Soldaten und Unteroffiziere der Roten Armee und der Luftwaffe sowie Personen im Rang des Unterleutnants ausgezeichnet. Gewürdigt wurden ausschließlich persönliche Verdienste. Einheiten und Truppenteilen wurde er nicht verliehen.“

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Alles klar? Diesen Orden konnte niemand „für kompentes Kommandieren“, „für kluge Führung“, „für Ergebenheit“, „für den Betrieb“ und so weiter bekommen. Nur für konkrete und direkte persönliche Verdienste in Kampfhandlungen erhielt man ihn. Einige Beispiele der Gründe für die Verleihung dieser Auszeichnung lesen wir im Ordensstatut:

„Die Gefahr verachtend, drang er als erster Kämpfer in die Befestigungsanlagen des Gegners ein (Bunker, Gräben, Unterstände) und vernichtete durch entschlossene Handlungen die gegnerische Stellung;

Persönlich nahm er einen gegnerischen Offizier fest und verbrachte ihn in Kriegsgefangenschaft;

Nachts nahm er Wachposten/Kurier mit militärischen Geheimnissen des Gegners fest, nahm ihm die Kurierpost ab und führte ihn ab;

Der Kämpfer persönlich drang talentiert und tapfer in die Stellung des Gegners ein und vernichtete das gegnerische Maschinengewehr oder dessen Granatwerfer;

Im nächtlichen Ausfallangriff vernichtete der Kämpfer das Waffen- und Munitionsdepot des Gegners und dessen militärisches Eigentum;

Trotz Selbstgefährdung erbeutete der Kämpfer im Kampf die gegnerische Truppenfahne;

Im Gefahrenmoment rettete der Kämpfer unsere Truppenfahne vor der Erbeutung durch den Gegner;

Aus dem bereits in Brand geschossenen eigenen Panzer beschoß der Kämpfer mit den Waffen des Panzers weiterhin das Angriffsziel;

Unter gegnerischem Feuer sicherte der Kämpfer der Infanterie den Zugang zu den Drahtsperren des Gegners;

Sein eigenes Leben riskierend, hat der Kämpfer unter dem Feuer des Gegners mehrfach verwundete Kämpfer in einigen Kampfhandlungen geborgen;

Der verwundete Kämpfer kehrte nach Anlegen des Verbands wieder an seinen Kampfplatz zurück;“

Hier zählten nicht solche Verdienste wie „Für die Vernichtung von Ljuk Skajuot“, des „Sternes des Todes“, „Für die Rettung des Universums“, “ Für die Befreiung Polens“. Ja, gab es so etwas?

Daher sagte ich, daß dies der höchste Orden für die einzelnen Soldaten und Unteroffiziere der kämpfenden Truppenverbände gewesen ist. Nicht für übergeordnete Kommandeursebenen, sondern für diejenigen, die PERSÖNLICH im Alltag die Anforderungen dieses Krieges erfüllten, dies unter risikovollem Einsatz ihres eigenen Lebens taten. Was viele Militärangehörige mit hohen Dienstgraden nicht riskierten, aber was für alle erbrachte, daß der Krieg wirklich gewonnen und nicht verloren wurde.

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Auf dem Foto: Golikow, Anatolij Jefimowitsch, ein junger Unteroffizier, 1926 geboren. Mit 18 Jahren wurde er bereits zum Träger des Ordens des Ruhmes in allen drei Stufen. Damals wußte er noch nicht, dass 72 Jahre später Newsorow seine Orden „colorado-gefärbt“ und „nicht sehr beliebt“ nennen würde, und daß sogenannte „Kommunisten“ das Band des Ordens als „Fälschung“ bezeichnen würden.

Im Jahr der Wende des Großen Vaterländischen Kriegs 1943 trat auch schon eine solide Luftwaffe an die Seite der Armee (in erheblichen Stückzahlen wurden Jak-3, Jak-9, La-5 und La-7 entwickelt und geliefert), als bereits in großer Zahl die legendären Т-34 und in ausreichenden Stückzahlen die vervollkommneten Versionen der „Katjuschas“ (von den Deutschen „Stalinorgeln“ genannten Raketenartillerie) für die Rote Armee bereitgestellt wurden.

Aber der Krieg laugte das Land aus. Und es wurde klar, dass jetzt mit bereits mehr oder weniger paritätischen Zustand bei der kampftechnischen Ausstattung nur die Menschen den Sieg erkämpfen können. Durch Mut, durch Heldentaten, durch tägliche Höchstleistungen.

Und mit Orden wurden konkret die Soldaten und Unteroffiziere geehrt. Denn in diesem Krieg zahlte ihnen niemand einen Sold. Aber gefordert wurde der Einsatz des eigenen Lebens. Wie es im Sprichwort heißt: „Für Geld können sie töten, aber sie werden nicht dafür sterben.“

Deshalb übergab man die Farben konkret denjenigen, die älter als 30 Jahre waren und sich große Ehre bei den Motiven für die Verleihung eines solchen Ordens erwarben.

Deshalb wurden diese Orden GERADE für die Soldaten gemacht. Damit der Ordensträger aufrecht vor dem Kommandeur stehen konnte und sich beinahe überlegen fühlte: „Ich trage einen Orden auf meiner Brust, der dir niemals verliehen werden wird, weil du ja befehligst und führst, aber ich es dann selbst konkret mache.“ Und ja natürlich, die Träger aller drei Stufen dieser Orden waren sowohl bei ihren Genossen als auch bei den Kommandeuren sehr angesehene Kämpfer.

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Loboda, Andrej Awtonomowitsch, Aufklärer im Aufklärugszug des 78. Gardeschützenregiments (25. Gardeschützendivision, 53. Armee, 2. Ukrainische Front), Garde-Unteroffizier, bei der Verleihung des Ordens des Ruhmes der I. Stufe.

Am 9. August 1944 befand er sich in seiner Gruppe im Gebiet der Städte Barlad und Vaslui in Rumänien, wo er als erster Aufklärer den Gegner entdeckte. Im einsetzenden Feuergefecht vernichtete er sechs gegnerische Soldaten und nahm gemeinsam mit seinen Genossen neun Infanteristen gefangen. Am 8. Oktober 1944 wurde für den Mut, welchen er in den Kampfhandlungen mit dem Feind zeigte, dem Garde-Gefreiten Loboda der Orden des Ruhmes in der III. Stufe verliehen.

Vom 1. bis 5. Dezember 1944 begab sich bei der Vorbereitung des Durchbruchs der Verteidigungslinien des Gegners unweit der Orte Demant, Fenjecharast, Werschag östlich der Stadt Budapest der Garde-Gefreite Loboda von der 7. Gardearmee mehrfach ins feindliche Hinterland und lieferte wertvolle Angaben über die Kräfte, die Mittel und die Verteidigungsanlagen des Feindes. Am 13. Februar 1945 wurde der Garde-Gefreite Loboda mit dem Orden des Ruhmes der II. Stufe ausgezeichnet.

Währed der Schlacht am 4. April 1945 im Gebiet der Stadt Bratislava in der Tschechoslowakei kehrte der Unteroffizier Loboda zurück nach Erfüllung seines Auftrags im Hinterland des Feindes, wobei er allein ein einzelnes Gefecht mit der feindlichen Einheit aufnahm, zwei gegnerische Soldaten vernichtete und einen weiteren gegnerischen Soldat gefangennahm.

Durch Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der UdSSR vom 15. Mai 1946 wurde dem Garde-Unteroffizier Loboda, Andrej Awtonomowitsch, der Orden des Ruhmes in der Stufe 1 für seinen Mut, seine Tapferkeit und sein Heldentum verliehen.

Er wohnte in der Stadt Budjonnowsk, verstarb am 11. Oktober 1965 und liegt auf dem städtischen Friedhof Nr. 1 begraben. Bei seinem Begräbnis keimten gesunde Sehnsüchte auf, ebenfalls nach dieser hohen Auszeichnung zu streben. „Er hat so einen Orden, ich will auch so einen Orden“, „Jener dort hat den Orden in zwei Stufen, ich will alle drei Stufen schaffen“, und so weiter.

Der Orden des Ruhmes basierte auf den Stufen I, II und III. Konkret erwähnte und wußte jederman, dass der Orden der ersten Stufe vollständig aus Gold hergestellt war! Während des Krieges, als ob das nicht schon genug wäre,- aber dafür haben sie sich nicht bemitleidet, denn der Orden war für die größten Kämpfer des Krieges, für die GEWÖHNLICHEN Soldaten!!! Die diesen Sieg jeden Tag buchstäblich schmiedeten.

Ich sage, daß für mich dieser Orden der Orden aller Orden ist. Es wäre jetzt nicht wünschenswert nachzufragen, wozu ich eine höhere Beziehung habe, denn die Beziehung konkret zum Orden des Ruhmes ist bei mir eine besonders einzigartige.

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Die Mädchen-Scharfschützen der 3. Stossarmee der 1. Weißrussischen Front, Träger aller Orden des Ruhmes. Die Absolventen der Zentralen Frauenschule für die Ausbildung zum Scharfschützen (ЦЖШСП), in Deutschland im Mai 1945.

Weshalb der Orden des Ruhmes, den Nemsorow so DIREKT in den Schmutz zieht („für rote Schufte“, um das Band und den Orden zu verleumden) nicht einfach nur eines der Symbole des Sieges gewesen, sondern er war eines der stärksten Symbole der Heldentaten des Volkes in jenem Krieg. Gerade jener Taten all jener Helden, die wir am 9. Mai in Gestalt der Dutzenden Millionen Gefallenen, Verkrüppelten, Verwundeten und ihr eigenes Leben Riskierenden konkret ehren, weil durch sie unser Land jenen Sieg errang. Über ihre Symbole wagt Newsorow so voller Verachtung zu urteilen. Er wagt es, einen der besten Orden jenen Krieges in den Schmutz zu ziehen.

Er hat noch Glück gehabt, dass ihm nicht die Aufgabe gestellt wurde, die Farben des Bandes des Ordens des Vaterländischen Krieges „anzupinkeln“, sonst hätten sie ihn und seinesgleichen in der Kloake versenkt. Um aus eigener bester Kenntnis zu erinnern und jenen dies nicht Wissenden diese Informationen mitzuteilen, werde ich einige Phrasen Newsorows zitieren, wo er sich über sich selbst äußert. Beide Textteile stammen aus seinem Interview mit Sergej Minajew, dessen volle Version man hier lesen und sich anschauen kann:

A. NEWSOROW: „Mein Freund Minajew, vergiss meinen ehemaligen Beruf nicht. Ich war immerhin einst Reporter. Das heißt, ich bin verpflichtet, absolut unabhängig zu sein, was  eben prinzipienlos ist.“

Und noch ein Zitat:

S. MINAJEW: „Hör mal, es ist erstaunlich, wie du auf jene Fragen ganz zynisch antwortest, um welche herum gewöhnlich alle beginnen, mit Fingerspitzengefühl heranzugehen. Aber du sagst, dass es einfach so eine Zeit war.“

A. NEWSOROW: „Ja, es war keine solche Zeit. Wir saßen auf verschiedenen Rang-Ebenen an den Goldketten bei verschiedenen Oligarchen, prahlten über uns, sie kauften uns ein. Wir bemühten uns demütig, um möglichst mit uns selbst eine Goldkette da rauszuschleppen.“

Als i-Tüpfelchen am Ende noch ein Zitat:

„Jene Berendejewa, die Hütte, die sie auf den Ruinen meiner Heimat aufgebaut haben, ist  kein Heiligtum für mich.“

Deshalb vergessen Sie beim Lauschen der Überlegungen über den Orden, über den Ruhm, über den Krieg und die Heldentaten, über die Kartoffelkäfer und den „seriösen Bezug zur Symbolik“ schlicht aufgrund der Objektivität nicht, WER KONKRET all dies äußert.

Das „Wlassow-Band“

Wie viele begeisterte Lügner hat Newsorow bei der Suche nach Zahlenangaben für die Bestätigung seiner Spekulationen den gesunden Menschenverstand vergessen.

Er sagte selbst, dass der Orden des Ruhmes 1943 geschaffen wurde. Und das Gardeband früher, im Sommer 1942. Doch die sogenannte „Russische Befreiungsarmee» wurde erst ein halbes Jahr später offiziell gegründet und war vor allem 1943-44 als offiziell dem Dritten Reich sich unterwerfend tätig.

Können Sie sich vorstellen, daß bei dieser Sachlage die offiziellen militärischen Orden und die Erkennungszeichen der Wehrmacht mit den militärischen Auszeichnungen der Armee des Gegners übereinstimmten? Daß die deutschen Generäle jene militärischen Truppenverbände schufen und offiziell bei ihnen die Verwendung von Erkennungszeichen der Sowjetarmee immer fester verankerten?

Es ist glaubwürdig bekannt, dass die „Russische Befreiungsarmee“ („Wlassow-Armee“) unter der Trikolore kämpfte, und als Symbolik verwendete sie in gewisser Parodie dazu die Andrejewsker Fahne.

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Die Landflotte in den Steppen der Ukraine war, wie Sie sehen, nicht ganz Anekdote … 🙂

Und so sah das Symbol der „Russischen Befreiungsarmee“ („Wlassow-Armee“) aus:

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Und dies ist alles diesbezüglich. Die Auszeichnungen bekamen sie von der deutschen Wehrmacht gemäß deren Dienstordnung.

Der Orden des Vaterländischen Krieges

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Während des Krieges wurden mit diesem Orden 1,276 Millionen Menschen, davon ca. 350.000 mit dem Orden der I. Stufe geehrt.

Denken Sie sich hinein: Auch hier sind dies mehr als eine Million Menschen! Nicht verwunderlich, dass dieser Orden eines der populärsten und bekanntesten Symbole des Sieges wurde. Gerade diesen Orden, zusammen mit dem Orden des Ruhmes und der Medaille „Für den Sieg“, sah man fast immer bei den vom Krieg zurückkehrenden Frontkämpfern.

Gerade er (zum ersten Mal während der Sowjetmacht verliehen!) war der Orden verschiedener Stufen, erst  der Orden des Vaterländischen Krieges (I. und II. Stufe) und später der Orden des Ruhmes (I, II. und III. Stufe).

Der „Orden des Sieges“

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Der Name sagt es schon. Und warum er später eines der Symbole des Sieges nach 1945 geworden ist. das ist auch klar. Er war einer der drei Hauptsymbole.
Dabei ging die Geschichte des Ordens des Sieges ein wenig zurück auf den Orden des Ruhmes, wobei der Orden des Sieges für besonders herausragende Kommandeure geschaffen worden war und der höchste militärische Orden des Landes war.

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Sein Band kombiniert in sich die Farben von sechs anderen sowjetischen Orden, die von den weißen Abständen von der Breite her in Halbmillimeter geteilt sind:

Goldfarben mit schwarz in der Mitte ist der Orden des Ruhmes (nach den Rändern des Bandes. Was ihn Newsorow und einigen modernen angeblichen „Kommunisten“ wegen der Farbe verhasst macht.

Blau ist der Bogdan-Chmelnizki-Orden.

Dunkelrot (bordeaux) ist der Alexanders-Newski-Orden.

Dunkelblau ist der Kutusow-Orden.

Grün ist der Suworow-Orden.

Rot (die zentrale Farbe) in einer Breite von 15 mm ist der Lenin-Orden (die höchste Auszeichnung in der Sowjetunion, (falls sich jemand daran nicht mehr erinnert).

Ich werde an die historische Tatsache erinnern, dass diesen ersten Orden Marschall Shukow bekommen hat (er wurde zweifacher Träger dieses Ordens), der zweite ging an Wasilewski (ebenfalls zweifacher Träger dieses Ordens), und Stalin erhielt ihn nur in der 3. Stufe.

Heute, wo die Pflege dieser Geschichte einigen nicht gefällt, wird sich jedoch niemand von denen negativ erinnern, mit welcher Achtung im Ausland solche Orden bedacht werden, mit denen die Alliierten ausgezeichnet wurden:

Die Eisenhower-Medaille befindet sich in der Gedenkbibliothek des 34. Präsidenten der USA in seiner Heimatstadt Abilene (Bundesstaat Kansas);

Die Marschall-Tito-Medaille ist im Museum „25. Mai“ in Belgrad (Serbien) ausgestellt;

Die Feldmarschall-Montgomery-Medaille ist im Militärischen Museum des Empires in London ausgestellt;

Den Wert der Auszeichnung können Sie anhand der Formulierung im Ordensstatut bewerten:

Mit dem „Orden des Sieges“ als höchstem militärischen Orden wurden „die Personen der höchsten Kommandeursebene der Roten Armee für die erfolgreiche Durchführung großer derartiger Kampfoperationen an einer oder mehreren Fronten ausgezeichnet, in deren Ergebnis sich die Lage grundlegend zugunsten der Roten Armee änderte.“

Die Symbole des Sieges

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Und jetzt gestatten Sie, ganz einfach nach der Dreigroschenregel offensichtliche Schlussfolgerungen vorzunehmen.

Von der Front kehrten Dutzende Millionen Soldaten heim. Darunter irgendeine Prozentzahl an älteren Offizieren, etwas mehr war es bei den jungen Kommandeuren, vor allem jedoch im Vergleich kaum mehr Soldaten und Unteroffiziere.

Die Medaille „Für den Sieg“ gab es bei allen. Die Orden des Ruhmes erwarben sich viele, einige sogar in 2-3 Stufen. Klar, besondere Ehrungen gab es für die Träger der gesamten Ordenspalette, so daß gerade ihre Porträts in der Presse und auf den Treffen, den Konzerten und den übrigen Großveranstaltungen gezeigt wurden, mit allen ihren Orden.

Die Gardisten der Kriegsmarine trugen natürlich ebenfalls stolz die Erkennungszeichen. Nicht nur einfacher Matrose, sondern Angehöriger einer Garde!

Klingt es daher merkwürdig zu sagen, dass zu den wesentlichsten, populärsten und bekanntesten jene drei Symbole wurden,- der „Orden des Sieges“, der Orden „Vaterländischer Krieg“ und das Georgsband?

Geben Sie zu, daß wir nicht beweislos sind. In der Sowjetunion, wie auch heute, wurden diesbezüglich Plakate und Glückwunschkarten gedruckt.

Wen zieren dort auf den heutigen Plakaten nicht die Georgsbänder? Also schauen wir uns die Menschen in der Sowjetunion an. Wir werden dadurch ersehen, wie einige „die Geschichte verdreht“ haben.

„Sie sind angekommen!“

Dies ist eines der bekanntesten Plakate. Es wurde unmittelbar nach dem Sieg gezeichnet. Und bereits in ihm ist die Symbolik dieses Sieges enthalten. Es gab eine kleine Vorgeschichte.

1944 sehen wir Leonid Golowanow auf dem Plakat „Wir werden in Berlin ankommen!“, dargestellt als lachender Kämpfer. Ein Prototyp des lächelnden Recken auf jenem Marsch wurde ein wirklicher Held, der Scharfschütze Golossow, dessen Frontporträts dem berühmten Plakat zugrunde gelegen haben.

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Und 1945 erschien bereits auf Plakat die legendäre „Rote Armee – Ruhm!“, in dessen linkem oberen Winkel die vorhergehende Arbeit des Malers zitiert wird:

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Also, dies sind die echten Symbole des Sieges. Auf diesem sagenhaften Plakat.

Auf der rechten Seite der Brust des Rotarmisten prangt der Orden des Vaterländischen Krieges.

Links prangt der Orden des Ruhmes („unpopulär“, ja, hahaha!), die Medaille „Für den Sieg“ (mit so einem Georgsband auf dem Leisten) und die Medaille „Für die Einnahme Berlins“.

Dieses Plakat kannte das ganze Land! Man kennt es bis jetzt. Populärer als dieses Plakat ist wohl nur noch „Mutter Heimat ruft!“ von Iraklija Toidse.

Jetzt könnte jemand sagen: „Ein Plakat ist leicht zu zeichnen, aber im Leben war es nicht so.“ Gut, es gab auch „im Leben“.

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Iwanow, Wiktor Sergejewitsch. Foto, 1945.

Überzeugt es?

Ein anderes Plakat. Was umrandet diesen Stern?

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Gut, dies stammt vom Ende der 1970er Jahre. Jemand kann sagen, es wäre nicht zeitgemäß. Wir werden etwas aus den Stalinjahren nehmen:

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Was nun? Das „Wlassow-Band“, ja? Bei Stalin? Im Ernst?!!

Wie dort Newsorow herumlog?! Von wegen, „das Band war in der Sowjetarmee nicht bekannt.“

Also, wir sehen, inwiefern es „nicht bekannt“ war. Schon bei Stalin war es auch ein Symbol der Roten Armee und ein Symbol des Sieges.

Und aus Breshnews Epoche stammt dieses Plakat:

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Was prangt dort an der Brust des Kämpfers? Wohl kaum ein „unpopulärer und nur wenig bekannter Orden“, wie ich sehe. Und sonst gar nichts. Übrigens wird betont, dass der Kämpfer ein Soldat ist. Es gab keinen „Kommandeurskult“, dies war die Heldentat des Volkes.
(Übrigens, die Mehrheit der Plakate läßt sich anklicken.)

Und noch ein Plakat, zum 25-jährigen Jubiläum des Sieges. Das Jahr 1970 ist auf dem Plakat angegeben:
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Und bei diesem guten Datum wird nicht geschrieben „dies ist kein in der Sowjetarmee bekanntes Band“, „kein Symbol des Sieges“.

Aber schau dir mal an, was jetzt abgeht! Unser jetziges Regime, und was für eines! Aber bis zum Jahr 1945 und in den 1960er Jahren und selbst 1970 erklärt man zu „Fälschungen“!

Und wieder was für sie! Wieder „ihr“ Band:

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Postkarte der UdSSR zum 9. Mai:
„9. Mai – Tag des Sieges“, Verlag „Planet“, Foto J. Sawalow, 1974.
Mit dem Orden des Vaterländischen Krieges der II. Stufe.

Und wieder folgt was:

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Postkarte „Ruhm den Sowjetischen Streitkräften. 1941-1945“
Ihr Erscheinungsjahr ist 1976.

Hier unten noch was von 1967:

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Was, und sogar 1967 „keine Torte für sie“? Jetzt werden die rasenden angeblichen „Kommunisten“ aufschreiend herbeiströmen: „Bei Stalin gab es solchen Quatsch nicht!!!“, fasse ich es so auf?

Gut, zeigen wir ihnen wieder eine Postkarte aus den Zeiten Stalins, sogar von 1948!!!

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Oder 1975, wieder dieser angeblich so „unpopuläre und wenig bekannte“ Orden:

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Postkarte für 9. Mai „Zum Feiertag des Sieges!“
UdSSR, Maler G.Renkow, 1975.

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Maler S.Kasanzew, 1975.

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Maler A.Solowjew, 1972.

Wem all dies zuwenig ist, hier sind weitere Beispiele aus verschiedenen Jahren: von den 1940er bis zu den 1980ern.

Schauen und entscheiden Sie selbst, WAS ein Symbol des Sieges in diesen 70 Jahren war.

Schlussfolgerungen

Jeder ziehe seine Schlußfolgerungen selbst. Ich habe die Tatsachen dargelegt. Sie sehen, und Sie denken nach.

Entscheiden Sie selbst: WER sagt Ihnen diese oder jene Wörter über dieses Band, WARUM sagt er Ihnen diese Wörter, und nach WEM wollen Sie sich richten.

Und als Postskriptum und Schlusspunkt:

A.Newsorow:
„Der roten Farbe war das auf dem Reichstag gehisste Banner. Die Farbe des Sieges ist rot. Konkret dazu muss man sich ruhig verhalten.“

Das Banner des Sieges

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Diese Fahne wurde auf dem Reichstag gehisst. Sie war rot. Und wir verhalten uns dazu ruhig.

Bundesgesetz der Russischen Föderation vom 7. Mai 2007 N 68-FS
„Über das Banner des Sieges“

Quelle: http://albert-lex.livejournal.com/28216.html

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