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EL MURID – BERATUNG des „Komitees 25. JANUAR“

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BERATUNG des „Komitees 25. JANUAR“ / 28. Mai 2016

Beitrag von ANATOLY NESMIYAN
(EL MURID)

übersetzt von MATUTINSGROUP

Verehrte Kollegen, leider kann ich nicht persönlich an der Beratung teilnehmen. Doch ist das auf der Beratung zu diskutierende Thema mehr als wichtig. Daher berücksichtigen Sie bitte meinen hier schriftlich vorgelegten Redebeitrag.

1. Ich meine, dass der Wortlaut der Erklärung nicht ausreichend erarbeitet worden ist, um ihn der Öffentlichkeit als Abschlussdokument vorzulegen. Als Arbeitsentwurf und Diskussionspapier geht er, aber nicht mehr.

2. Das Ziel der Organisation muss eine „Wiedergeburt Russlands auf der Grundlage des russischen Nationalstaats sein, welcher den Interessen der russischen Nation dient“. Diese Wiedergeburt ist ein Prozess. Ohne Konkretisierung auf der Grundlage einer Idee kann nicht genau definiert werden, worin sich unsere Organisation von anderen unterscheidet.

Zweitens ist der Nationalstaat ein Instrument dieses Prozesses, so dass er nicht mit ihm identifiziert werden kann. Ich erkläre dies anhand eines Beispiels aus dem normalen Haushalt. Wird ein Unternehmen jeglicher Art registriert, steht im Statut geschrieben: „Das Ziel des Unternehmens ist der Profit.“ In dieser Aussage stecken drei Schlüsselelemente: Der Profit als Idee, die Profiterwirtschaftung als Prozess zur Umsetzung der Idee, das Unternehmen als Instrument zur Prozessdurchführung.

In unserem Fall muss das Ziel der Organisation eine Wiedergeburt auf der Grundlage der russischen nationalen Idee sein, welche mit Hilfe des russischen Nationalstaats umgesetzt wird.

3. In diesem Fall wird eine Begriffsdefinition bezüglich der „russischen nationalen Idee“ notwendig. Keine schwerverständliche Definition aus etlichen Punkten und Textpassagen, sondern ein einziges treffsicheres Schlagwort, maximal zwei Worte. Meiner Meinung nach erarbeitete und veröffentlichte der herausragende russische Denker Iwan Iljin dies ganz klar in seiner Definition als Gerechtigkeit, siehe http://ivan-article.narod.ru/24.htm.

4. Wird eine derartige Definition der russischen nationalen Idee akzeptiert, dann müssen wir verstehen, dass eine enggefasste Auslegung von Gerechtigkeit unzulässig ist. Die verschiedenartigen gesellschaftlichen Schichten legen sie verschieden aus. Sie alle sind Bestandteile des russischen Volkes und der russischen Gesellschaft. In diesem Fall haben wir kein Recht, seine gesellschaftliche Grundlage im politischen Prozess einzuengen, und zwar weder im Rahmen der ethnischen noch der religiösen Spaltung der Gesellschaft. Für uns sind ausnahmslos alle politischen Strömungen und Kräfte wichtig, die die Konzeption der Gerechtigkeit und der Gleichheit teilen. Alle nationalen ethnischen und religiösen Gruppen in der Gesellschaft, die an dieser Konzeption festhalten.

5. In diesem Fall meine ich, dass der vage Name der Organisation „Komitee 25. Januar“ dem vorgeschlagenen „Gesamtrussische Nationale Bewegung“ vorzuziehen ist, weil er die Verbreiterung unserer Basis ermöglicht, sie nicht eingrenzt. Wir sind an Verbündeten interessiert. Doch das abrupte Aufgeben des Rahmens der Tätigkeit marginalisiert die Organisation sofort, macht sie zu einer der vielen nationalistischen Organisationen und Gruppen. In dieser Entwicklungsstufe entfremdet uns eine rigide Positionierung von den stärksten Verbündeten. Für uns würde dies heute den Verlust der gesellschaftlichen Basis und eine künstliche Eingrenzung bedeuten.

Zweitens möchte ich folgendes anmerken. In der Korrespondenz mit Komitee-Mitgliedern habe ich wortwörtlich meiner Meinung nach begründet argumentiert, dass der vorgeschlagene Textentwurf weder ein Manifest noch eine Erklärung ist. Dieses Programm wird ziemlich planlos vorgelegt. Dieses planlose Wesen liegt in der Verschwommenheit der Idee, um welches sich der gesamte Organisationsaufbau anordnet.

Nichtsdestoweniger ist auch in dieser Form der Text als programmatische Erklärung unter Berücksichtigung der genannten höheren Anforderungen zur Formulierung der Ziele und der Mittel für ihre Erreichung vollauf zulässig.

Dennoch ist der Wortlaut der Erklärung, eines Manifests, immer noch erforderlich. Kurz und aussagekräftig, was die Orientierung konkretisiert. Ich kehre erneut zu meinem Vorschlag zurück, den ich in meinem Artikel ausdrückte, als ich die Option einer Erklärung anbot. Beim Schreiben dieser Version folgte ich streng allen Erfordernissen an die Struktur solcher Dokumente – Präambel, die Benennung der Gefahren und der Widersprüche, das Hervorheben der Schlüsselparameter der Gefahren, die von der Ideologie der Lösung der Widersprüche und dem Mechanismus einer solchen Zulassung von ihnen angeboten werden.

Bitte berücksichtigen und akzeptieren Sie diesen Text als Arbeitsentwurf für die Erklärung des Komitees.

Daher bitte ich zusammenfassend um folgendes:

1. Name der Organisation (zumindest in dieser Entwicklungsstufe) „Komitee 25. Januar“;
2. den vom Sekretariat des Komitees vorgeschlagenen Wortlaut der Erklärung als Arbeitspapier für eine politische Erklärung zu akzeptieren;
3. den vorgeschlagenen Entwurf der Erklärung als Arbeitspapier für die Erklärung des Komitees zu akzeptieren.

Anatoly Nesmiyan (El Murid)

Entwurf der Erklärung:

Das „Komitee 25. Januar“ vertritt die Auffassung, dass die grösste Gefahr für die Erhaltung und die weitere Existenz Russlands sein fortschreitender Niedergang in allen Bereichen (Politik, Wirtschaft, Sozialbereich, Kultur, geistiges Leben) ist. Der Verfall führt zu Archaismen. Einst beseitigte Widersprüche treten erneut auf. Das Land geht dem Zusammenbruch entgegen.

Den einzigen Ausweg aus der derzeitigen Lage sehen wir in der Modernisierung des Landes als Mittel zu Überwindung der anwachsenden Probleme und Widersprüche. Ein schwaches Land kann nur Probleme hervorbringen. Ein starkes Land kann sie lösen.

Die Modernisierung ist für uns notwendig, denn sie wird die Bedingungen für ein nachhaltiges Wachstum schaffen. Dies bedeutet, dass wir beim Vertrauen auf einen Modernisierungsprozess auf jene Merkmale setzen, die der russischen nationalen Idee entsprechen. Modernisierungsversuche im Vertrauen auf der russischen Zivilisation und ihren ethischen Normen Fremdes ist nicht akzeptabel.

Die russische nationale Idee ist die Gerechtigkeit. Wir verstehen darunter den Ausgleich zwischen Recht und Verantwortung. Das russische Volk trägt die Hauptlast der Verantwortung für das Schicksal, die Erhaltung und die Entwicklung des Landes. Russland ist verpflichtet, Vorrechte zu haben, welche sich in seinem Recht äussern zu bestimmen, wie und durch wen es die Lasten tragen wird. Dabei kann es keinen Abbau der Rechte anderer Völker geben, die unser Land besiedeln, und kein Gerede darüber. Das Gerechtigkeitsprinzip sollte gleichermassen für jedes von ihnen anwendbar sein, und zwar gemäss ihrer Verantwortung für die Erhaltung und die Entwicklung unseres Landes.

Die Modernisierung Russlands, die sich auf die Prinzipien der Gerechtigkeit gründet, ist jene Schlüsselidee, um die alle Menschen vereinigt werden können, die Russland unabhängig von ihrer ideologischen, nationalen, Klassen- und Standes-Zugehörigkeit her als ihre Heimat betrachten. Das Kriterium, wonach wir alle Menschen in Russlands Anhänger und Russlands Gegner einteilen, ist die Übereinstimmung ihrer Worte und ihrer Handlungen mit dieser Idee.

Die politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, rechtlichen und anderen Systeme des russischen Staates müssen vollends dem auf Gerechtigkeit gegründeten Prinzip der nachhaltigen Entwicklung entsprechen. Was nicht mit diesem Prinzip harmoniert, sollte aus unserem Leben getilgt werden.

Das Volk liegt jeder Idee zugrunde. Wir sehen den Bürger Russlands als einen entwickelten, gebildeten, kritisch denkenden, zur Selbstbeschränkung auf sein menschlich Notwendiges fähigen Schöpfer. Einen Menschen, der gleichermassen seiner Verantwortung sich selbst, seiner Familie, seinem Volk und seinem Land gegenüber bewusst ist, seine Rechte begreifen und verteidigen kann.

Wir alle sind verschieden. Infolge der Erziehung, des Alters, der Bildung, der Neigungen, der Umgebung und der Lebenserfahrung. Jedoch meinen wir, dass keine Unterschiede uns hindern können, uns aufgrund einer klaren, verständlichen und unserer Zivilisationsidentität eigenen Idee zusammenzuschliessen. Wir meinen, dass die Idee der auf Gerechtigkeit gegründeten Entwicklung konkret eine solche Idee ist. Und wir rufen alle Menschen auf, die sich selbst nicht außerhalb Russlands sehen, sich auf dieser Grundlage zusammenzuschliessen.

Quelle: http://novorossia.pro/25yanvarya/1944-zasedanie-komiteta-25-yanvarya-teksty-vystupleniy-chlenov-k25.html

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