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Igor Strelkov

Neurussland—der Kampf geht weiter!

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Igor Strelkow: Der Schlüssel zum Sieg und zur anschliessenden Wiedergeburt Neurusslands lag und liegt weiterhin in Moskau

übersetzt von MATUTINSGROUP

Livejournal.com, 17. Juni 2014 – 10:44 Uhr.-   Ein inoffizieller Kreis zur Unterstützung der Bewegung „Neurussland“ Igor Strelkow vermerkte folgende Äusserungen von Igor Strelkow:

Frage: Die VRDL (Volksrepubliken Donezk und Lugansk) ist Russland in Miniatur bezüglich der Bürokratie. Die Ukraine ist ein anderes Land. In der Ukraine wurde zumindest ermöglicht, dass ausländische Bürger Regierungsmitglieder sein können. Warum dies in der VRDL nicht so ist, ist unklar. Man könnte Sie doch mit demselben Recht als Verteidigungsminister einladen, ohne internationale Verurteilung fürchten zu müssen. Und wer würde einen Vorwurf wagen, wenn man einfach mit dem Finger auf die ukrainische Regierung mit ihren Gouverneuren mit ausländischen Staatsangehörigkeiten zeigen kann?

Igor: Um ein Verteidigungsminister bei Sachartschenko zu sein? Mit Puschilin, Kofman und Purgin an einem Tisch zu sitzen? Vielen Dank.
Diese Leute, einige davon skupellos, wurden jetzt zu einer erbärmlichen Lachnummer, ohne dass sie das selbst merken.

Ganz zu schweigen von der Tatsache dieser „Mantra“-Töne hinsichtlich „Sonderstatus gewisser Gebiete in einem Teil der Ukraine“ und im wöchentlichen Wechsel zugleich alles mögliche anderes Zeug zu versprechen. Das ist nicht meine Aufgabe.

Der Schlüssel zum Sieg und für die anschließende Wiedergeburt Neurusslands lag und liegt weiterhin in Moskau. Und hoffen, dass Putin endlich erkennt, dass die vollständige Niederlage der Nazis in Kiew für sein eigenes politisches (und wahrscheinlich auch physisches) Überleben notwendig ist, nach wie vor.

Und wenn dieses Verständnis „vorhanden ist“, dann wäre meine Rückkehr (in beliebiger Verwendung) zweckmäßig und wahrscheinlich nützlich. Aber dies würde für die Donezker und Lugansker Clowns auch die Not-Evakuierung bedeuten, damit sie nicht versehentlich mit mir mal auf der Straße zusammenstoßen.

Aber ich gestehe, dass ich nicht glaube, dass selbst im Fall einer grundlegenden Änderung der Politik mir die Beglaubigungspapiere und die Möglichkeit der Rückkehr nach Neurussland gegeben werden würde. Zu viel sagte ich und schrieb ich an ehrlichen Worten über einige der „unberührbaren“ Herren, die seit 15 Jahren beim Kreml-„Kartenspiel“ von Ort zu Ort eingesetzt werden. Solange das „Deck“ unverrückbar und ihre „Karten“ nach jedem nächsten Debakel neue kritische Arbeit erfordern, habe ich keine Hoffnung,- ausser auf eine frühe Bestattung auf Kosten der Allgemeinheit. Ich wäre nicht überrascht, wenn Herr Surabow beispielsweise Sportminister und Herr Mutko Assistent des Präsidenten, zuständig für die Ukraine, werden. Die Arbeit der Beiden auf ihren Gebieten scheitert im Papierkorb. Warum tauscht man sie nicht aus? Nun, Herr Surkow geht nicht irgendwohin, irgendwohin …

Frage: Schwjeb? Schade, dass diese Kreatur nicht in Gefangenschaft getötet wurde.

Igor: Niemals und aus Ich-Ich-Ich! Es wäre intolerant und hätte die Empörung der OSZE bewirkt. Lawrow hätte sich zu rechtfertigen und vielleicht sogar „tiefe Besorgnis, nahe der Empörung“ zu äussern (eine mega-gewaltige diplomatische Einflussnahme!) hinsichtlich der „Volksmiliz in den gewissen Gebieten“.
Und dann wäre das keine Kreatur sondern ein „Angehöriger der ukrainischen Streitkräfte“, wie es alle Medien formulieren würden …

Frage: Danke, für uns sind nicht auch noch Prostituierte in der Politik nötig. In der Rada sitzen genug Idioten aus der einstigen VIPschen Elite.

Igor: Aber wer sitzt bei uns in der Duma?

Frage: Sie können von Donezk her die Ukros nicht vertreiben, die sich immer noch für den Angriff zusammenballen. Werfen sie dort ihre Mützen hoch? 16. Juni 2015 – Mitteilung vom Aussenminister der Volksrepublik Donezk, Alexander Kofman.

Igor: „Wann ging ein Genosse Kofman mit uns in den Kampf“ – was haben wir somit? Kriegerische Verlautbarungen, spät gemacht:
Cäsar Puschilin
Plotnizky – der Mazedonier
Napoleon Kofman
Ändert sich das Handbuch noch? Für wie lange? Aber den kämpferischen Kofman zu beobachten, ist noch sehr lustig.

Frage: Inal Arzinba ist ein Verwandter des ersten Präsidenten Abchasiens, Wladislaw Arzinba…
http://cyclowiki.org…i/Инал_Ардзинба

Igor: Was für ein grosses Talent hier! Mit 25 Jahren schon „der Dobermann“ im Zimmer. 😀 Hochschule für Ökonomie! Absolvent der „weissen Frühlingsgewächse“ und der „Kaderschmiede“ für die Regierung Medwedjew.

Frage: Ach ja, das ist wahr. Aber wir haben die höchste Abgeordnetenakademie, auf der die künftigen „auserwählten Volksvertreter“ von klein auf vorbereitet werden. Welche unter uns ausgesucht werden.

Igor: Wirklich? Das wusste ich nicht. Ich habe eine etwas andere Information. Seit 1993 „wählen“ wir nur jene aus, die eben auserwählt worden sind. Und so wählen wir sie.

Frage: Igor Iwanowitsch, falls dies kein Geheimnis ist – warum haben Sie sich entschlossen, im FSB Dienst zu leisten, und nicht in der GRU oder bei den Streitkräften?

Igor: In der russischen Armee war alles in den frühen und mittleren 1990er Jahren so „gut“, dass es niemand etwas ausmachte, mir nach dem Wehrdienst den Dienstgrad eines Leutnants der Reserve zu verleihen. (Welcher später von den gesetzlichen Erfordernissen her eine höhere Bildung und Einsatznachweise voraussetzte.) Analog war das auch mit dem Vertrag. Ich leistete über 6 Monate lang Dienst in Tschetschenien, davon 5 Monate „im Kampfeinsatz“ und besoldet. (Und da hatte ich grosses Glück, denn mich drillten sie nur einen Monat, während einige meiner Freunde später ein bis zwei Monate in der Kaserne gedrillt wurden und auf 3-4 Monate Sold kamen.)

Dienst bei GRU zu leisten, das wurde mir nicht angeboten. Und beim FSB waren einige Klassenkameraden in der Ausbildung. Sie wurden für diesen Dienst einberufen.

Übrigens herrschte beim FSB in Moskau ein gewaltiger Mangel an Unteroffizieren. Eine Menge Leute quittierten den Dienst und wurden gekündigt. Es blieben nur die Engagierten übrig, wie meine damaligen Vorgesetzten, die jetzt alle pensioniert sind. Und „die Faulsten und Dümmsten“, welche bei den Banken und Sparkassen wegen Inkompetenz nicht gelandet waren, (von denen arbeiten einige jetzt als Generäle). Nach der Akademie verliessen sie sofort massenhaft die Einrichtung und wanderten ab ins Business, weil die Besoldung niedrig war, Perspektiven nicht in Aussicht waren. (Die Erbärnlichkeit im Dienst war dermassen ausgeprägt, dass von den nicht wichtigsten Dokumenten die neuen auf den Rückseiten der alten Dokumente gedruckt wurden, und zwar in der Regel in allen Fällen.)

Frage: Zu „Putins Schlauem Plan“ für die Ukraine. Im Grossen und Ganzen steht Russland vor der Aufgabe, mit minimalem Schaden für sich selbst auf Zeit zu spielen (Jewgenja Justschuk).

Igor: Oh ja. Über dasselbe diskutierten die russischen Zeitungen 1915-1916 ganz ernsthaft. „Deutschland wird unter der Last seiner Probleme zusammenbrechen – man muss nur die Zeit abwarten.“

Und wirklich, Deutschland brach zusammen! Nur eben starb das Russische Zarenreich ein Jahr früher. Und zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs des Deutschen Kaiserreiches hatte Russland bereits begonnen, im Bürgerkrieg zu versinken.

Frage: 1915-1916 war 1. Weltkrieg. Und für den Krieg lautet das Gesetz: „Jeder Kampf ist immer ein Risiko, weil das Ergebnis des Kampfes vor seinem Beginn unvorhersagbar ist, es lediglich eine Wahrscheinlichkeit gibt. Andererseits würde es Kriege einfach nicht geben. Sie wären alle zu Ende, bevor sie beginnen würden.“ Ich stimme diesem Autor zu. Wer hätte sich 1915 vorstellen können, dass Zar Nikolaus II. vom Thron abdanken würde?

Igor: Vieles Unerwartete war auch schon vorbereitet worden. Konkret Mitte 1916 war eine in ihren Rängen geformte und engagierte Zahl von höheren militärischen Persönlichkeiten (darunter Generalstabschef Alexejew, der Kommandeur der Nordfront General Russkow und wahrscheinlich der Kommandeur der Südwestfront General Brussilow) eine Verschwörergruppe, die auch die Spitze der späteren Duma und eine Zahl von Grossadligen umfasste. Die britische und die französische Botschaft koordinierten ihre Aktivitäten (insbesondere der prominente französische Freimaurer und Botschafter M. Paleolog).

Ich denke, dass in diesem (und möglicherweise auch schon im vorigen Jahr in einer der Villen an der Cote d`Azur oder in Courchevel oder sonst irgendwo) sehr eng eingegrenzte Beratungen stattfanden, vertrauliche Vieraugengespräche, womit sich (vom Wesen her) dasselbe wie ein Jahrhundert zuvor wiederholt. Ein prominenter US-amerikanischer Revolutionsmacher Tefft* (analog Paleolog) reist frei quer durch Russland und führt Privatgespräche mit den Gouverneuren von (beispielsweise den Regionen Jakaterinenburg und Swerdlowsk) sowie mit der „liberalen politischen Elite“ …

Die Geschichte einer solchen Sache wird für jede Epoche wiederholt werden. Jedes Mal etwas anders, aber ihre Grundgesetzmäßigkeiten sind unveränderlich.

Frage: Eine Bemerkung aus Neugier. Ist das so, als auf die Erde des Donbass die Stiefel westlicher westlicher Soldaten traten? An die Zeit des zaristischen Russlands erinnere ich mich nicht. Und man teilte uns 1991 und viel früher auf. Sicherlich hätte man den Donbass aus Russland 1991 nicht herausnehmen müssen, wären die Bolschewiki nach dem russischen Bürgerkrieg dort abgezogen.

Igor: Zweimal. Das erste Mal nach Brest-Litowsk 1918, da wurde der Donbass fast ein Jahr lang von den deutschen Truppen besetzt. Das zweite Mal von 1941 bis 1943, da war er unter der Kontrolle der Wehrmacht.

Frage: Aber wenn die Kurileninseln an die Japaner gegeben werden sollen, die wir immer noch nicht imstande sind zu verwalten. Die „Erfahrung“ Sachalin ist der Beweis. Entweder es wird uns gestohlen, oder wir werden es versaufen.

Igor: Könnte sie Japan besser an sich binden? Bei uns gibt es bald nichts mehr zu stehlen, aber die darin Professionellen haben sich ziemlich versammelt. Doch in Japan ist was zu stehlen … und da ist auch was zu versaufen …

Frage: Igor! Der ganze Sinn dessen, dass derzeit nicht soviel versoffen wird, ist nicht darin, wer da „aufbaute und erorberte“. Sondern etwas Fremdes …

Igor: Ich bin nicht gierig. Und ich trinke wenig. Aber mich haben die Japaner beleidigt bis ins Mark, weil sie mir den Zutritt zu ihrem schönen Land verwehrten (übrigens sammle ich einiges von ihren „Kriegssouvenirs“ vom 2. Weltkrieg, Tassen mit Artilleriesymbolik usw.. Ich finde ihre Traditionen äusserst sympathisch (da lese ich eine Menge nach, wenn ich unter der Hand an was herankomme), – und wie sie auf die verdammten Pindostaner seinerzeit eindroschen. Nur der Beitritt Japans zu Russland wird die Bevölkerung vor Ort konkret vor meinem berechtigten Zorn retten … Und wenn sie darauf nicht hören … dann treten sie China bei. Schadensersatzklage! Irre! (Ironischer Smilie)

*siehe
http://ukraine.usembassy.gov/about-us/ambassador/tefft.html

Quelle: http://od-novorossia.livejournal.com/853979.html

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