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„Aus Staniza Luganskaja schiessen die Ukrainer mit ‚Wassileks‘ – die OSZE schweigt“

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Mit schwerer Artillerie auf „Fürst Igor“ – Streitkräfte der Ukraine greifen Lugansker an

„Aus Staniza Luganskaja schiessen die Ukrainer mit ‚Wassileks‘ – die OSZE schweigt“

von Anastasija Waldamirowa

übersetzt von MATUTINGSGROUP

Riafan.ru, 22. August 2015 – 08:40 Uhr.-   Staniza Luganskaja und der Bezirk des Denkmals des Fürsten Igor sind ständig in den Frontberichten aus der Volksrepublik Lugansk enthalten. Der Korrespondent von Riafan hat sich an diesen Brennpunkt begeben, die dortigen Männer der Volksmiliz und die Ortsbewohner angehört und die Ablehnung der OSZE im Umgang mit der Presse zu spüren bekommen.

Die Schießerei hört hier keinen Tag auf. Wobei von ukrainischer Seite her nicht nur Feuerwaffen und Granatwerfer, sondern auch schwere Artillerie einschließlich der grosskalibrigen im Einsatz ist, welche längst nicht mehr an der Frontlinie stationiert sein dürfte.

„Der Beschuss erfolgt jeden Tag mit Ausnahme jener Momente, wenn bei den Streitkräften der Ukraine der Austausch der Truppen in den Frontstellungen läuft. Üblicherweise fängt es jedes Mal mit leichtem Geplänkel an. Sie locken uns aus dem Bunker heraus, damit wir ihnen Erwiderungsfeuer geben, aber dann legen sie voll los, feuern wahllos aber auch korrigiert“, erzählt der Kämpfer der Kosakennationalgarde der Grossen Don-Kosakenarmee Deckname „Roter“.

Dem Kosak zufolge setzen die ukrainischen Truppen automatische 82-mm Granatwerfer „Wassilek“, Schützenpanzer- und Panzerkanonen, 120-mm Granatwerfer sowie verbotene Streumunition (verboten gemäß Vertrag über Streumunition von 2008) ein.

«Nach unseren Angaben haben sie großkalibrige Artillerie. Sie haben hierher schwere Geschütze in einer Zahl von drei Einheiten in Stellung gebracht und feuern Salven ab. Das Kaliber bei diesen Waffen ist über 150 mm“, erzählt der „Rote“.

Wir erinnern, dass Artillerie mit Kaliber über 100 mm laut Vereinbarung von Minsker seit Frühjahr nicht mehr im frontnahen Bereich sein darf. Jedoch wird dies von den Streitkräften der Ukraine missachtet, während die Volksmiliz der Volksrepublik Lugansk ihre Artillerieausrüstung auch im Kaliber von weniger als 100 mm in das Hinterland zurückzog.

Die ukrainischen Truppen feuern von Staniza Luganskaja aus. Ihre Scharfschützen sind an der Brücke nicht nur mit den üblichen 7,62-mm Gewehren, sondern auch mit großkalibrigen Feuerwaffen im Kaliber von über 14 mm tätig. Von Staniza Luganskaja aus beschiessen sie direkt die Stellungen der Volksmiliz mit Artillerie und Granatwerfern.

Wie einer der Kosakenkämpfer bemerkte, verwenden die ukrainischen Militärs auch ausländische Munition: bei Granatwerferminen Projektile mit scharfen Kanten, was für sowjetische Waffen atypisch ist. Wir erinnern, dass kürzlich in Lugansk der Sprecher des Katastrophenschutzministeriums der Volksrepublik Lugansk über den Einsatz von Granatwerferminen aus polnischer Produktion bei den ukrainischen Streitkräften sprach, für die lautloser Flug charakteristisch ist.

Auch begab sich der Riafan-Korrespondent zu den neben dem Denkmal des Fürst Igor befindlichen Beobachtern der OSZE-Mission, die zum Kontrollpunkt von Staniza Luganskaja fuhren. Gerade durch sie soll der Transit für die örtliche Bevölkerung zwischen den von der Volksrepublik Lugansk und dem Regime in Kiew kontrollierten Territorien gewährleistet werden. Die Situation jedoch ist so, dass der Kontrollpunkt ständig Feuergefechten ausgesetzt ist. Die Menschen sind vom Verhalten der ukrainischen Soldaten empört, die wiederholt das Feuer über die Köpfe der Lugansker hinweg eröffneten.

Die Vertreter der Mission der OSZE lehnten ab, auf Fragen der Presse zu antworten.

„Einst kamen die OSZE-Leute, um uns dann reinzulassen. Und jetzt ist das überhaupt sinnlos mit ihnen. Es stand geschrieben, dass heute ab sieben Uhr morgens der Durchlass erfolgt. Sie sind gekommen, aber zu weiter nichts ist es gekommen“, erzählen die Bewohner des Stanitsa-Lugansker Stadtbezirks, die der Krieg von den Verwandten und den angrenzenden Häusern getrennt hat.

Die Meinung der Ortsbewohner teilen auch die Kämpfer der Kosakenarmee.
«Die OSZE-Leute kamen her, fixierten die Spuren der Einschläge der Projektile,- aber welcher Nutzen wird durch die OSZE erbracht? Sowohl bei uns, als auch bei ihnen besteht keinerlei Vertrauen. Und an unserer Stellung lassen wir sie dicht an uns heran“, äussert der Kosak und Angehörige der Volksmiliz am Ende.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=2GxK74PpYfc

Quelle: http://riafan.ru/381226-iz-vasilkov-po-knyazyu-igoryu-vsu-voyuyut-protiv-luganchan/

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