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Belagerung „Trojas“ – Interview mit „Alabaj“

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Belagerung „Trojas“ – Interview mit „Alabaj“

von Ruslan Ljapin
übersetzt von MATUTINSGROUP

Novorosinform.org, 20. Januar 2015 – 15:55 Uhr.-   Bis vor kurzem war die Sondereinheit „Troja“ als „loyal“ und nicht zuviel Öffentlichkeit mögend bekannt. Sofern man nicht auf das jüngste Interview mit Alexander Tschalenko zurückgreift, ist auch keine Informationen über sie zu finden. Sie nahmen schlicht von den Tatsachen her an allen grossen militärischen Handlungen im Krieg um den Donbass teil, widmeten sich dem Personenschutz solcher Persönlichkeiten wie beispielsweise dem sehr populären Sänger und Politiker Joseph Kobson auf seiner kürzlichen Fahrt nach Donezk.

Und jetzt plötzlich gibt es hier „Die Meuterei auf der Bounty“, „Troja unter Belagerung“, und dies bereits in der dritten Woche. Informationen über die derzeitigen Ereignisse in Jenakijewo sind nur in den ukrainischen Medien in einer fünfteiligen Sammel-Reportage mit Titeln wie „Putins Agenten gegen Sachartschenko“, „Putin stößt rebellische Terroristen ab“ und so weiter und so ähnlich zu finden. Ich gebe zu, daß ich selbst schon verwirrt gewesen bin, wo die Wahrheit und wo die Fiktion bei all dem ist.

Um die Gründe des Konflikts und zu erfahren, was an den Gerüchten der Wahrheit entspricht und sich wirklich abgespielt hat, bin ich direkt zum Kommandeur der Einheit, Wladimir Nowikow (Deckname „Alabaj“) gefahren.

Frage: „Erzählen Sie bitte in Kürze, worin das Wesen des Konflikts besteht?

Wladimir Nowikow: Unsere Hauptforderung ist die Durchführung einer umfassenden, öffentlichen und unvoreingenommenen Untersuchung der Tatsachen des Handels mit Waffen, des Raubs an Geldern für Militärangehörige durch das sog. System der „toten Seelen“ sowie die Paten-Rollen im Drogenhandel seitens einer Reihe von Offizieren aus dem Kommandostab des 3. Mot.-Schützenbataillons. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Unsere Abteilung meldete das gesamte abgelaufene Jahr lang diese Verbrechen dem Staatssicherheitsministerium und dem militärischen Stab. Aber wie wir sehen, gibt es bisher keine Ergebnisse.

Inzwischen kann ich allein beim erstgenannten Fall sagen, dass bis hin zur Hälfte des gesamten Truppenbestands beim 3. Mot.-Schützenbataillon diese „toten Seelen“ gebildet worden sind und „freelancers“ an der Front kämpfen, für die es überhaupt keine Planstelle im Staatsapparat gibt. Kommt so ein Mensch ums Leben oder wird er verwundet, dann steht er ganz allein mit seinen Problemen.

Frage: Offiziell gibt es bei den Behörden der Republik keinerlei Informationen darüber. Warum schweigt das offizielle Donezk?

Wladimir Nowikow: Warum sie schweigen? Das ist eine komplizierte Frage. Vor allem wünscht da wohl niemand, sich in den jetzigen Konflikt einzumischen, weil dies ja ein ganz häßliches Bild ergibt. Für die Machtorgane wäre es besser, wenn sich die Sache „auf leisen Sohlen“ auflöst.

Aber „Troja“ nimmt dies alles sehr ernst. Wir stehen hier nicht zusammen, um eine Rolle als Hammelherde zu spielen.

Frage: Das Portal „Antimaidan“ verbreitet im Netz die Mitwirkung Ihrer Gliederung am Drogenhandel und an der Schaffung von „Mädchenhändlern“. Die Machtorgane antworten auf die Fragen nicht. Welche Argumente haben Sie und Ihre Genossen, um auf diese Publikation zu antworten?

Wladimir Nowikow: Wie Sie selbst geschrieben haben, ist die derzeitige Website Antimaidan http://antimaydan.info/ eine Website der SBU, die da unter „Antimaidan“ agiert.

Über den Handel mit Mädchen oder jegliche sonstige krankhafte Hirngespinste gibt es nichts zu sagen. Da ist nichts dran. Wie auch an dem, daß wir Rostow in die Luft sprengen wollen. Auch all die anderen krankhaften Hirngespinste sind Früchte ukrainischer Propaganda. Warum sie uns noch nicht der Pädophilie beschuldigt haben, weiß ich nicht.

Frage: Wir werden vom Skandal weggehen. Haben viele Leute Ihre Einheit verlassen? Gibt es eine Lagebesprechung Ihrer Kader?

Wladimir Nowikow: Was denken Sie denn von uns? Wo doch „TROJA“ der Personenschutz für Kobson, einen Abgeordneten der Staatsduma und Volksliebling der Russischen Föderation anvertraut worden ist.
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Vollverantwortlich erkläre ich, dass derzeit die Kompanie „Troja“ die kampfstärkste Einheit am Frontabschnitt von Gorlowka ist!

Zwei Jahre lang stehen wir an der vordersten Frontlinie. Die Hälfte unserer Freiwilligen sind erfahrene Kämpfer aus Russland. Unsere Aufklärungskompanie ist ein struktureller Bestandteil der Hauptabteilung von denjenigen Freiwilligen, die sich derzeit auf die Befreiung der Region Saporoschje von den Bandera-Schergen des faschistischen Regimes vorbereiten.

Für den gezeigten Heldenmut und ihr militärisches Können wurden die Kämpfer unserer Kompanie von der Vereinigung der Geheimdienstmitarbeiter des Präsidenten Russlands geehrt. Persönlich überreichte uns der Held Russlands Margelow als Sohn des legendären WDW die Medaillen. Niemand sonst im Donbass erhielt eine derart hohe Auszeichnung.
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Frage: Die letzte Frage. Bricht morgen der Krieg aus, sind Sie bereit, die Differenzen einzustellen und an die Front zu gehen?

Wladimir Nowikow: Für die Angehörigen der Aufklärungskompanie gibt es einen ganz klaren Befehl. Im Falle des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte ziehen wir vom Stützpunkt in Kirow aus hinaus. Fehlt dabei das koordinierte Vorgehen und haben wir den Gegner in Gestalt des 3.Mot.-Schützenbataillons hinter uns, wird dies unvermeidlich Verluste für beide militärische Verbände bringen und den ukrainischen Streitkräfte das Leben erheblich erleichtern.

Das Interview mit dem Kommandeur vo „Troja“ führte Ruslan Ljapin.

Quelle: http://www.novorosinform.org/articles/id/3781

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