Artikel
Colonel Cassad, Expertenmeinung

Coronel Cassad – Zum 98. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution

NsI5sD9DKwE

Zum 98. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution

von Coronel Cassad
übersetzt von MATUTINSGROUP

Livejournal, 07. November 2015 – 02:06 Uhr.-   Zum Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution passt der Inhalt eines Artikels von Stalin aus dem Jahr 1924, wo er sehr klar erläutert, wofür die Oktoberrevolution stand, warum sie unter den Bedingungen der zusammenbrechenden Staaten siegte, und warum das Volk zu den Bolschewiken gegangen ist.

88laD077z-A

Der Weg zum Roten Oktober

Die äusseren und inneren Bedingungen für die Oktoberrevolution

Drei äussere Bedingungen bewirkten die relative Leichtigkeit auf dem Weg der proletarischen Revolution in Russland, um die Ketten des Imperialismus zu brechen und so die Herrschaft der Bourgeoisie zu stürzen:

Erstens war dies die Tatsache, dass die Oktoberrevolution während des verzweifelten Kampfs der zwei mächtigsten Fraktionen der Imperialisten, der anglo-französischen und österreichisch-deutschen begonnen hat, als diese Gruppen mit dem tödlichen Kampf unter sich beschäftigt waren und weder die Zeit noch das Geld hatten, um der Unterdrückung der Oktoberrevolution eine gewichtige Aufmerksamkeit zu schenken. Dieser Umstand war für die Oktoberrevolution von großer Bedeutung, weil er ihr die Fähigkeit gab, die ungezügelten Konflikte innerhalb des Imperialismus zu nutzen, um ihre Kräfte zu festigen und zu organisieren.

Zweitens war dies die Tatsache, dass die Oktoberrevolution während des imperialistischen Krieges begann, als die kriegsmüden und friedliebenden Arbeitermassen durch die Logik der Dinge [c.358] von der proletarischen Revolution als einzigem Ausgang aus dem Krieg überzeugt waren. Das hat eine grosse Bedeutung für die Oktoberrevolution gehabt, weil es das starke Instrument des Friedens in ihre Hand gab, ihr die Verknüpfung der sowjetischen Revolution mit dem Ende des verhassten Krieges erleichterte und ihr dadurch die Sympathie der Arbeiter im Westen und der unterdrückten Völker im Osten verschaffte.

Drittens war dies die Tatsache der Existenz einer starken Arbeiterbewegung in Europa und des Reifens der revolutionären Krise im Westen und im Osten im langwierigen imperialistischen Krieg. Diese Tatsache war für die Revolution in Russland unschätzbar, weil sie ihr treue Verbündete außerhalb Russlands in ihrem Kampf gegen den weltweiten Imperialismus an die Seite stellte.

Doch abgesehen von den äusseren Systembedingungen ermöglichten der Oktoberrevolution eine Reihe innerer Bedingungen ihren Sieg. Vor allem diese Bedingungen müssen dahingehend verstanden werden:

Erstens hatte die Oktoberrevolution die aktive Unterstützung der großen Mehrheit der Arbeiterklasse Russlands.

Zweitens hatte sie die unbestrittene Unterstützung der ländlichen landlosen Armen und der meisten Soldaten, die Frieden und Land ersehnten.

Drittens wurde sie von einer führende Kraft geleitet. Ihr diente die gestählte und bewährte Partei, die bolschewistische Partei, die nicht nur durch ihre Erfahrung stark war und im Laufe der Jahre die Disziplin entwickelt hatte, sondern auch starke Verbindungen mit den Arbeitsmassen entwickelt hatte.

Viertens hatte die Oktoberrevolution vor sich relativ leicht besiegbare Feinde wie die mehr oder weniger schwache russische Bourgeoisie, den völlig demoralisierten ländlichen „Aufruhr“ der Klasse der feudalen Großgrundbesitzer und die während des Krieges völlig bankrotten kompromißlerischen Parteien (der Menschewiki und Sozialrevolutionäre) zu überwinden.

Fünftens verfügte der junge Staat über riesige Weiten, was ihn in die Lage versetzte, frei zu manövrieren, sich zurückzuziehen, sofern die Situation dies erforderte, um Kraft usw. zu schöpfen und Kräfte zu sammeln.

Sechstens konnte die Oktoberrevolution in ihrem Kampf gegen die Konterrevolution auf hinreichend Nahrung sowie die Brenn- und Rohstoffe innerhalb des Landes zählen.

Die Kombination dieser äusseren und inneren Bedingungen hat das Umfeld geschaffen, welches die relative Leichtigkeit des Siegs der Oktoberrevolution ermöglichte.

Das bedeutet nicht, dass die Oktoberrevolution keine Nachteile bei den äusseren und inneren Bedingungen hatte. Nehmen wir zum Beispiel, so ein Manko bekannt als die Isolierung der Oktoberrevolution durch das Fehlen eines Sowjetlandes nahebei, auf welches sie sich hätte verlassen können. Zweifellos sollte eine künftige Revolution wie beispielsweise die in Deutschland in einer besseren Position sein, weil es nebenan so eine gewichtige Macht wie unsere Sowjetunion gab. Ich spreche nicht über die rote Oktoberrevolution mit einem Fehlen von Proletariern im überwiegenden Teil des Landes.

Aber diese Nachteile heben nur die große Bedeutung jener oben genannten inneren und äußeren Bedingungen der Oktoberrevolution vor. Diese Ursprünglichkeit darf keine Minute vergessen werden. Darüberhinaus sollte sie insbesondere nicht vergessen werden, wenn die deutschen Ereignisse im Herbst 1923 analysiert werden. Daran muss zuallererst bei Trotzki erinnert werden, der unterschiedslos eine Analogie zwischen der Oktoberrevolution und der Revolution in Deutschland ungehemmt vorführte und dabei die deutsche kommunistische Partei für ihre wirklichen und imaginären Fehler kritisierte.

“Für Russland“, sagte Lenin, „war es in historisch einzigartige Situation von 1917 besonders leicht, eine sozialistische Revolution anzufangen, wohingegen sie fortzusetzen und zum Ende zu bringen für Russland härter als für die europäischen Länder sein wird. Ich musste Anfang 1918 diese Tatsache aufzeigen und zwei Jahre danach bestätigte sich konkret die Richtigkeit dieser Auffassung.

Solche spezifischen Bedingungen wie

1) die Fähigkeit, die sowjetische Revolution mit dem Ende des dankenswerterweise imperialistischen Kriegs zu verbinden, der die Arbeiter und Bauern unglaublich erschöpft hat;

2) die Fähigkeit, den bekannten tödlichen Kampf zwischen zwei weltweit mächtigen Gruppierungen der imperialistischen Räuber auszunutzen, damit sich diese Gruppierungen gegen den sowjetischen Feind nicht vereinigen konnten;

3) die Fähigkeit, dem relativ langen Bürgerkrieg teils dank der riesigen Ausdehnung des Landes und der mangelhaften Kommunikationsmittel zu widerstehen;

4) die Existenz einer tiefverwurzelten bürgerlich-demokratischen revolutionären Bewegung bei den Bauern, was der Partei des Proletariats ermöglichte, die revolutionären Forderungen der Partei der Bauern aufzugreifen (die mehrheitlich äussert feindlich dem Bolschewismus gegenüber eingestellte Partei der Sozialrevolutionäre) und sie unmittelbar mit der Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat umzusetzen;

– Solche besonderen Bedingungen gibt es in Westeuropa jetzt nicht. Und ein Wiederauftreten dieser oder ähnlicher Bedingungen wird nicht leicht sein. Das ist es, weshalb neben mehreren anderen Gründen eine sozialistische Revolution in Westeuropa anzufangen härter als bei uns ist.“

Diese Worte von Lenin sollten nicht vergessen werden.

Einige Merkmale der Taktik der Bolschewiki in der Vorbereitung auf den Roten Oktober

Um die Taktik der Bolschewiki während ihrer Vorbereitung auf den Roten Oktober zu verstehen, muss man mindestens einige entscheidende Merkmale dieser Taktik verstehen. Das ist um so notwendiger, als in zahlreiche Broschüren gerae diese Merkmale der Taktik der Bolschewiken häufig umgangen werden. Was sind dies für Merkmale?

NJCcVIqRZ4M

Die erste Besonderheit

Hört man sich Trotzki an, dann könnten Sie denken, dass es in der Geschichte der Vorbereitung des Roten Oktobers nur zwei Perioden gab: die Periode der Aufklärung und die Periode des Aufruhrs, und darüber hinaus nur Schlaues.

Was war die Demonstration im April 1917 laut Trotzki? “Die Demonstration im April, die ‚die  Linken‘ aufnahm, war eine Aufklärungsaktion, um die Stimmung der Massen und die Beziehungen zwischen ihnen und der sowjetischen Mehrheit zu überprüfen”.

Was war die Demonstration im Juli 1917? Laut Trotzki „wurde die Sache im wesentlichen auf die neue breitere Aufklärung in der neuen höheren Etappe der Bewegung” diesmal zurückgeführt. Nichts wurde darüber gesagt, dass die Junidemonstration 1917, die auf Wunsch unserer Partei veranstaltet worden war, auf Vorschlag von Trotzki „Aufklärung“ genannt werden soll. Es zeigte sich bei Trotzki, dass die Bolschewiki schon im März 1917 eine fertige politische Armee aus Arbeitern und Bauern hatten, die sie für den Aufstand weder im April noch im Juni oder im Juli aufboten, sondern sie beschäftigten sich nur mit der „Aufklärung“, und zwar weil nur “die gegebenen Aufklärungsergebnisse” dann die günstigen „Aussagen“ hergaben.

Selbstverständlich ist diese vereinfachte Darstellung der politischen Taktik unserer Partei nichts anderes als eine Mischung der üblichen militärischen Taktik mit der revolutionären Taktik der Bolschewiki. In Wirklichkeit waren alle diese Demonstrationen in erster Linie das Ergebnis des spontanen Drucks der Massen, das Ergebnis, die Wut der Massen gegen den Krieg auf die Strassen zu reißen. Faktisch lag die Rolle der Partei hier beim Ausgestalten und beim Führen der spontanen Massendemonstrationen mit den revolutionären Losungen der Bolschewiki.

Faktisch gab es bei den Bolschewiki und konnte es im März 1917 gar keine vorbereitete politische Armee gegeben haben. Die Bolschewiki haben solch eine Armee erst geschaffen (und haben sie schließlich bis Oktober 1917 zustande gebracht), und zwar im Laufe des Kampfes und der Klassenauseinandersetzungen vom April bis Oktober 1917. Da wurde sie durch die Demonstration im April, durch die Demonstrationen im Juni und Juli, durch die Regional- und Kommunalwahlen, durch den Kampf mit Kornilow und durch die Eroberung der Sowjets geschaffen. Eine politische Armee ist nicht wie eine militärische Armee. Wenn das militärische Kommando den Krieg beginnt, hat es bereits eine fertige Armee in seiner Hand. Die Partei muss ihre Armee im Kampf schaffen. In den Klassenauseinandersetzungen überzeugen sich die Massen selbst mit ihrer eigenen Erfahrung von der Richtigkeit der Losungen der Partei, der Richtigkeit ihrer Politik.

Natürlich warf jedoch jede solche Demonstration ein Licht für den Einblick in das verborgene Kräftegleichgewicht, was der Aufklärung bekannt ist, aber die Aufklärung war da nicht das Motiv für die Demonstration, sondern ihr natürliches Ergebnis.

Als Lenin die Ereignisse vor dem Aufstand im Oktober analysierte und sie mit den Ereignissen des Aprils bis Juli vergleicht, sagte er:

“Die Sache stand konkret nicht so wie vor dem 20./21. April, dem 9. Juni, dem 3. Juli, denn dies ergab einen spontanen Aufruhr, was wir als Partei nicht (am 20. April) aufgegriffen haben oder in eine friedliche Demonstration (am 9. Juni und am 3. Juli) zurückgeführt haben. Weil wir wussten, dass die Sowjets (Räte) uns noch nicht vertrauten, dass die Bauern noch dem liberdanowschen-tschernowschen Weg und nicht dem bolschewistischen Weg (Aufstand) vertrauten, dass folglich nicht die Mehrheit des Volkes hinter uns stehen konnte, dass es daher für den Aufstand zu früh war”.
Es ist klar, dass nur eine “Aufklärung” nicht so weit geht.

Offensichtlich war es keine “Aufklärung”, sondern dass

1) die Partei in der vollständigen Vorbereitungsperiode auf den Roten Oktobers fest auf ihren Kampf für die natürlichen Zunahme der revolutionären Massenaktivität vertraute;

2) weil sie auf eine natürliche Zunahme vertraute, sie die ungeteilte Führung der Bewegung behielt;

3) die Führung der Bewegung erleichterte, die politische Massenarmee für den Aufstand im Oktober zu bilden;

4) diese Politik nicht dazu führen konnte, dass die ganze Vorbereitung des Roten Oktobers unter der Führung einer Partei, der bolschewistischen Partei gehalten wurde;

5) diese Vorbereitung auf den Roten Oktober umgekehrt dazu führte, dass im Ergebnis des Roten Oktober nach dem Aufstand die Macht in den Händen einer Partei, der Partei der Bolschewiki war.

Also, die ungeteilte Führung durch eine Partei, die Partei der Kommunisten, beim Hauptzeitraum für die Vorbereitung auf den Roten Oktobers ist ein Wesensmerkmal der Oktoberrevolution und das erste Merkmal der Taktik der Bolschewiki in der Periode der Vorbereitung des Roten Oktobers. Es ist kaum notwendig zu beweisen, dass ohne dieses Merkmal der Taktik der Bolschewiki der Sieg der Diktatur des Proletariats unter den Bedingungen des Imperialismus unmöglich gewesen wäre. Das unterscheidet die Oktoberrevolution von der Revolution 1871 in Frankreich, wo die Führung der Revolution zwischen zwei Parteien geteilt wurde, von denen keine eine kommunistische Partei genannt werden kann.

4DGmmQYuUKc

Die zweite Besonderheit

Die Vorbereitung auf den Roten Oktober erfolgte deshalb unter der Führung einer Partei, der Partei der Bolschewiki. Aber wie wurde sie geführt,- durch die Parteiführung, welchen Kurs gab es? Die Führung erfolgte durch die Isolierung der einen Kompromiss eingehenden Parteien als den gefährlichsten Gruppierungen während der Revolution, durch die Isolierung der Sozialrevolutionäre und Menschewiki.

Worin besteht die strategische Hauptregel des Leninismus?

Sie besteht in der Anerkennung, dass

1) die gefährlichste soziale Stütze für die Feinde der Revolution in der Periode des sich nähernden revolutionären Umsturzes sind die versöhnlerischen Parteien;

2) den Feind (Zarismus oder das Bürgertum) zu stürzen, ist ohne Ausschluss dieser Parteien unmöglich;

3) die Hauptpfeile in der Vorbereitung der Revolution deshalb auf die Isolierung dieser Parteien, auf ihre Trennung von den breiten Massen der Arbeiter gerichtet werden müssen.

In der Periode des Kampfs gegen den Zarismus, in der Vorbereitung der bürgerlich-demokratischen Revolution (1905-1916) war die gefährlichste soziale Stütze des Zarismus die liberal-monarchistische Partei, die Kadettenpartei. Warum? Weil sie eine einen Kompromiss eingehende Partei, die Partei des Dialogs zwischen dem Zarismus und den meisten Menschen, d. h. den Bauern als Ganzes war.

Natürlich richtete die Partei dann die Hauptschläge gegen die Kadetten, weil die nicht isolierten Kadetten nicht auf den Bruch der Bauern mit dem zaristischen Regime zählen durften. Würde dieser Bruch aber nicht gewährleistet, dann konnte man unmöglich auf den Sieg der Revolution setzen.

Viele Menschen haben dieses Merkmal der Strategie der Bolschewiki dann nicht verstanden, klagten die Bolschewiki wegen übermäßiger “Kadettenhatz” an und behaupteten, dass der Kampf gegen die Kadetten die Bolschewiken im Kampf gegen den Hauptfeind Zarismus “überschattet” habe. Aber diese Beschuldigungen entbehren der Grundlage, offenbarten das konkrete Unverständnis für die Strategie der Bolschewiki, welche die Isolierung der einen Kompromiss eingehenden Parteien verlangte, um den Sieg über den Hauptfeind zu erleichtern und zu beschleunigen. Es ist wohl kaum notwendig zu beweisen, dass ohne diese Strategie die Hegemonie des Proletariats in der bürgerlich-demokratischen Revolution unmöglich wäre.

Bei der Vorbereitung auf den Roten Oktober hat sich das Gravitationszentrum der wirkenden Kräfte auf eine neue Ebene bewegt. Mit dem Zar ist es nichts geworden. Die Kadettenpartei wurde bei den Machtkämpfen als versöhnlerische Kraft zur dominierenden Kraft des Imperialismus. Der Kampf verlief nicht mehr zwischen Zarismus und Volk, sondern zwischen der Bourgeoisie und dem Proletariat.

In dieser Periode war die gefährlichste soziale Stütze des Imperialismus eine unbedeutende bürgerlich-demokratische Partei, die Partei der Sozialrevolutionäre und die Menschewiki. Warum? Weil diese Parteien da die kompromisslerischen Parteien, die Parteien des Dialogs zwischen dem Imperialismus und den Arbeitsmassen waren. Natürlich wurden die Hauptschläge der Bolschewiki gegen diese Parteien gerichtet, weil sich ohne Ausschluss dieser Parteien auf den Bruch der Masse der Arbeiter mit dem Imperialismus nicht vertrauen konnte. Ohne Gewährleistung dieses Bruchs konnte man nicht auf den Sieg der sowjetischen Revolution vertrauen.

Viele haben dann diese besondere Taktik der Bolschewiki nicht verstanden. Sie klagten die Bolschewiki wegen “übermäßigem Hass” auf die Sozialrevolutionäre und Menschewiki an und „vergaßen“ dabei ihr Hauptziel. Aber die ganze Vorbereitungsperiode auf den Roten Oktober spricht redlich dafür, dass nur solche Taktik den Bolschewiki den Sieg der Oktoberrevolution zu sichern vermochte.

Ein Merkmal dieser Periode war desweiteren die Revolutionierung der arbeitenden Massen der Bauern, sie aus ihrer Enttäuschung in die Sozialrevolutionäre und Menschewiki mit ihrem Weggang aus diesen Parteien und ihrer Kehrtwende beim Kräftesammeln direkt um das Proletariat als einzige am Ende revolutionäre Kraft zu scharen, welches das Land zum Frieden führen kann. Die Geschichte dieser Periode ist die Geschichte des Kampfes der Sozialrevolutionäre und Menschewiki, einerseits, und der Bolschewiki, andererseits, und zwar um die arbeitenden Massen der Bauern und für den Einfluss auf diese Massen. Das Schicksal dieses Kampfes wurde durch die Koalitionsperiode Kerenskis, die Weigerung der Sozialrevolutionäre und Menschewiki gegenüber einer Beschlagnahme des Grundbesitzes, den Kampf der Sozialrevolutionäre und Menschewiki für die Verlängerung des Krieges, die Offensive im Juni an der Front, die Todesstrafe für Soldaten, die Revolte von Kornilow entschieden. Konkret sie haben sich allein für die Strategie der Bolschewiki entschieden. Weil ohne die Isolierung der Sozialrevolutionäre und Menschewiki unmöglich war, die Regierung der Imperialisten ohne den Sturz dieser Regierung zu stürzen, war es unmöglich, dem Krieg zu entkommen. Die Politik, die Sozialrevolutionäre und Menschewiki zu isolieren, erwiesen sich als die einzig richtige Politik.

Somit war die die Isolierung der Parteien der Menschewiki und Sozialrevolutionäre die grundlegende politische Linie beim Führen der Vorbereitung auf den Roten Oktober und das zweite Merkmal der Taktik der Bolschewiki.

Es ist wohl kaum notwendig zu beweisen, dass ohne dieses Merkmal der Taktik der Bolschewiki die Verbindung zwischen der Arbeiterklasse und den Massen der arbeitenden Bauern in der Luft hängend verblieben wäre. Charakteristischerweise sagt Trotzki über dieses Merkmal der Taktik der Bolschewiki nichts oder fast nichts in seinen “Lehren des Oktobers”.

Die dritte Besonderheit

Die Führung durch die Partei bei den Vorbereitungen auf den Roten Oktober richtete sich somit auf die Isolierung der Parteien der Sozialrevolutionäre und Menschewiki, ihre Trennung von den breiten Massen der Arbeiter und Bauern. Wie jedoch schaffte die Partei diese Isolierung konkret, in welcher Form, mit welcher Losung tat sie dies?

Dies erfolgte in der Form der revolutionären Massenbewegung für die Sowjetmacht unter der Losung “Alle Macht den Sowjets!” durch das Kämpfen um die Umwandlung der Sowjets von Organen der Massenmobilmachung zu Organen der Aufstandsbewegung, zum Behördenapparat eines neuen Proletarierstaates.

Warum griffen die Bolschewiki nach den Sowjets (Räten) bezüglich des primären organisatorischen Hebels, welche die Isolierung der Menschewiki und Sozialrevolutionäre erleichterten, damit bei der Sache der proletarischen Revolution voranzukommen und eine in die Millionen gehende Zahl von Massen an Arbeitern zum Sieg der Diktatur des Proletariats zu bringen?
330161311
Was ist der Sowjet (Rat)?

“Die Sowjets“, sagte Lenin noch im September 1917, „sind das Wesen des neuen Staatsapparats.

Sie erbringen erstens die Streitkräfte der Arbeitern und Bauern, wobie diese Armee nicht getrennt vom Volk ist wie das alte stehende Heer, sondern eng mit dem Volk verbunden ist; militärisch ist diese Armee unvergleichlich stärker als der erstere; in der revolutionären Annäherung ist sie durch irgendetwas anderes nicht ersetzlich.

Zweitens erbringt dieser Apparat die Verbindung mit den Massen, steht der Mehrheit des Volkes nahe, ist unzertrennlich von ihm, leicht erneuerbar, so dass er überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem einstigen Staatsapparat hat.

Drittens ist dieser Apparat wegen der Wählbarkeit und Ersetzbarkeit seines Personals nach dem Willen der Leute ohne irgendwelche bürokratischen Formalitäten viel demokratischer als vorherige Staatsapparate.

Viertens gibt es eine feste Verbindung zu einer Vielfalt von Berufen, was verschiedene tiefgreifende Reformen ohne Bürokratie erleichtert.

Fünftens erbringt er die Form der Organisation der Avantgarde, d. h. der bewusstesten, energischsten und fortschrittlichsten Mitglieder der unterdrückten Klassen, der Arbeiter und Bauern, und ist somit ein Apparat, durch den [c.387] die Vorhut der unterdrückten Klassen die ganze riesige Masse dieser Klassen heben, erziehen und bilden kann, die noch völlig außerhalb des politischen Lebens steht und außerhalb der Geschichte geführt  werden kann.

Sechstens gibt er Ihnen die Gelegenheit, die Vorteile des Parlamentarismus mit den Vorteilen der unmittelbaren und direkten Demokratie zu verbinden, d. h. sich in der Person der gewählten Vertreter des Volkes und gesetzgebenden Funktion sowie der Umsetzung der Gesetze zu verbinden. Im Vergleich zum bürgerlichen Parlamentarismus ist solch ein Schritt vorwärts in der Entwicklung der Demokratie von welthistorischer Bedeutung…

Hätte die Tätigkeit des Volkes der revolutionären Klasse die Räte nicht geschaffen, wäre die proletarische Revolution in Russland hoffnungslos, weil sich das Proletariat mit dem alten Staatsapparat zweifellos nicht halten kann, aber zugleich den neuen Staatsapparat nicht schaffen kann.” Deshalb griffen die Bolschewiki nach den Sowjets (Räten) wie nach einem systematischen Hauptglied einer grundlegenden organisatorischen Einheit, die imstande war, die Organisation der Oktoberrevolution und die Schaffung des neuen starken Apparats der proletarischen Staats zu erleichtern. Die Losung “Alle Macht den Sowjets!” ist aus dem Blickwinkel ihrer inneren Entwicklung zwei Stufen durchgegangen: die erste (vor der Niederlage der Bolschewiki im Juli während der Doppelherrschaft) und die zweite (nach der Niederlage der Revolte von Kornilow).

In der ersten Stufe hat diese Losung bedeutet, den Block der Menschewiki und Sozialrevolutionäre mit den Kadetten, eine Bildung einer Sowjetregierung aus Menschewiken und Sozialrevolutionären zu vereiteln (weil die Sowjets dann in den Händen der Sozialrevolutionären und Menschewiken wären), das Recht auf die freie Agitation für die Opposition (d. h. für die Bolschewiki) und der freie Kampf der Parteien innerhalb der Sowjets in der Hoffnung, dass durch so einen Kampf die Bolschewiki erfolgreich sein würden, um die Sowjets und das Ändern der Zusammensetzung der Sowjetregierung auf diese Art einer friedlichen Entwicklung der Revolution zu erreichen. Dieser Plan bedeutete natürlich nicht die Diktatur des Proletariats. Aber er hat zweifellos die Vorbereitung der Bedingungen erleichtert, die notwendig sind, um die Diktatur des Proletariats zu sichern. Denn er zwang die Menschewiki und Sozialrevolutionäre in die Regierung, wo sie in der Praxis eine anti-republikanische Plattform umsetzten, was die Offenbarung der wahren Natur dieser Parteien beschleunigte, ihre Isolierung, ihre Trennung von den Massen beschleunigte. Die Niederlage der Bolschewiki im Juli unterbrach jedoch diese Entwicklung, begünstigte die Konterrevolution der Generale und Kadetten und trieb ihnen die Sozialrevolutionäre und Menschewiki in die Arme. Dieser Umstand zwang die Partei, die Losung “Alle Macht den Sowjets“ provisorisch zurückzuziehen, um sie wieder beim neuen Anwachsen der Revolution zu stellen.

Der Misserfolg der Revolte von Kornilow hat die zweite Bühne geöffnet. Die Losung “Alle Macht den Sowjets!” war wieder der Kurs. Aber jetzt ist diese beabsichtigte Losung nicht wie auf der ersten Stufe. Ihr Inhalt hat sich radikal geändert. Jetzt bedeutete diese Losung den völligen Bruch mit dem Imperialismus und die Machtergreifung durch die Bolschewiki, weil die Räte in der Mehrheit bereits in den Händen der Bolschewiki waren. Jetzt bedeutete diese Losung die direkte Annäherung der Revolution zur Diktatur des Proletariats durch Aufstand. Außerdem bedeutete jetzt diese Losung die Organisation und Staatsbildung der Diktatur des Proletariats.

Eine unschätzbare Taktik, sich Organen zuzuwenden, die Millionen von Massen von Arbeitern dem Imperialismus entrissen, dabei die Partei der Menschewiki und Sozialrevolutionäre als ein Werkzeug des Imperialismus zu entlarven und diesen Massen sozusagen eine direkte Ansprache für die Diktatur des Proletariats zuzusprechen. Also die Politik, sich den Behörden als wesentlichem Teil zuzuwenden, die kompromisslerischen Parteien zu isolieren und den Sieg der Diktatur des Proletariats zu sichern, ist das dritte Merkmal der Taktik der Bolschewiki in der Periode der Vorbereitung auf den Roten Oktober.

m3OrqyeJtig

Das vierte Merkmal

Das Bild würde unvollständig sein, wenn wir uns mit der Frage nicht befassen, wie und warum die Bolschewiki imstande gewesen sind, ihre Parteilosungen in Losungen für die riesig großen Massen zu verwandeln, eine Revolution voranzutreiben, wie und warum sie geschafft haben, von der Richtigkeit ihrer Politik nicht nur Avantgarde und nicht nur die Mehrheit der Arbeiterklasse, sondern die Mehrheit des Volkes zu überzeugen. Tatsache ist, dass für den Sieg der Revolution, wenn die Revolution wirklich eine Volksrevolution ist, eine in die Millionen gehende Zahl von Massen zu agitieren ist, was Präzision bei den Parteilosungen erfordert. Für den Sieg der Revolution ist noch eine weitere Bedingung erforderlich, nämlich dass die Massen durch ihre eigene Erfahrung von der Richtigkeit dieser Losungen überzeugt sind. Nur dann werden die Losungen der Partei zu den Losungen der Massen selbst. Nur dann ist die Revolution wirklich eine Volksrevolution.

Eines der Merkmale der Taktik der Bolschewiki in der Periode der Vorbereitung auf den Roten Oktober war, dass sie imstande gewesen sind, die Wege und Wendungen richtig zu identifizieren, die die Massen zu den Losungen der Partei bringen und sozusagen die gedanklich Schwelle zur Revolution zu übertreten, mit ihrer eigenen Erfahrung die Richtigkeit dieser Losungen zu verspüren, überprüft zu haben, anzuerkennen. Mit anderen Worten ist ein Merkmal der Taktik der Bolschewiki, dass sie die Führung der Partei nicht mit der Führung der Massen vermengten, dass sie klar den Unterschied zwischen der Richtung der Partei und der Richtung der Massen sieht,- sozusagen Wissenschaftlichkeit nicht nur für die Parteiführung, sondern für die Führung von Millionen von Arbeitern gilt.

Ein klares Beispiel der Existenz dieses Merkmals der Taktik der Bolschewiki ist die Erfahrung des Einberufens und der Auflösung der Verfassunggebenden Versammlung.

Es ist bekannt, dass die Bolschewiki die Losung einer Sowjetrepublik im April 1917 vorbrachten. Es ist bekannt, dass die Verfassunggebende Versammlung ein bürgerliches mit den Grundlagen der Sowjetrepublik im Wesentlichen nicht zu vereinbarendes Parlament ist.

Wie konnte es geschehen, dass die Bolschewiki die Sowjetrepublik forderten, jedoch von der Provisorischen Regierung das unmittelbare Einberufen der Verfassunggebenden Versammlung forderten? Wie konnte es geschehen, dass die Bolschewiken nicht nur an Wahlen teilnahmen, sondern sie beriefen die Verfassunggebende Versammlung ein? Wie konnte es geschehen, dass die Bolschewiken einen Monat vor dem Aufstand während des Übergangs vom alten in das neue Regime die zeitweilige Kombination der Sowjetrepublik und der Verfassunggebenden Versammlung zuliessen?

Dies „geschah“, weil

1) die Idee von der Verfassunggebenden Versammlung war eine der populärsten Ideen unter den breiten Massen der Bevölkerung;

2) die Losung des unmittelbaren Einberufens der Verfassunggebenden Versammlung erleichterte die Entlarvung des konterrevolutionären Wesens der Provisorischen Regierung;

3) um in den Augen der Massen die Idee von der Verfassunggebenden Versammlung zu diskreditieren, war es unabdingbar, diese Massen mit ihren Forderungen nach Land, Frieden, alle Macht den Sowjets in die Verfassunggebende Versammlung zu führen, damit sie echt und beim eigenen Leib von der Verfassunggebenden Versammlung abgestoßen werden;

4) auf allein diese Weise war es möglich, den Massen zu erleichtern, durch ihre eigene Erfahrung vom konterrevolutionären Wesen der Verfassunggebenden Versammlung und der Richtigkeit ihrer Auflösung überzeugt zu sein;

5) all das hat natürlich die Möglichkeit vorausgesetzt, eine vorläufige Kombination der Sowjetrepublik und der Verfassunggebenden Versammlung als ein Mittel zur Beseitigung der Verfassunggebenden Versammlung zuzulassen;

6) solch eine Kombination, wenn sie dem Übergang der ganzen Macht an die Sowjets unterworfen war, konnte nur die Unterordnung der Verfassunggebenden Versammlung unter die Sowjets bedeuten, sie zu einem Anhang der Sowjets bis zu ihrem schmerzlosen Erlöschen machen.

Es ist wohl kaum notwendig zu beweisen, dass ohne diese Politik für die Bolschewiki die Auflösung der Verfassunggebenden Versammlung nicht so glatt, sondern bei weiteren Reden der Sozialrevolutionäre und Menschewiki unter deren Losung “Alle Macht der Verfassunggebenden Versammlung“ mit einem Knall hätte scheitern können.

“Wir haben teilgenommen“, sagte Lenin. „an den Wahlen zum russischen bürgerlichen Parlament, der Verfassunggebenden Versammlung im September-November 1917. War unsere Taktik richtig oder nicht richtig?.. Wir russischen Bolschewiken hatten im September-November 1917 nicht mehr getan als irgendwelche westlichen Kommunisten, um zu behaupten, dass der Parlamentarismus Russlands politisch beseitigt ist. Natürlich hatte es schliesslich seit langer Zeit oder kurzer Zeit bürgerliche Parlamente gegeben. Aber wie bereit (ideologisch, politisch, praktisch bereit) sind die breiten Massen der Arbeiter, um das Sowjetsystem zu akzeptieren und die Beschleunigung der Auflösung des bürgerlich-demokratischen Parlaments in Russland zu erlauben. In Russland im September-November 1917 waren die Arbeiterklasse in den Städten, die Soldaten und die Bauern wegen mehrerer spezieller Bedingungen äußerst bereit, das Sowjetsystem zu akzeptieren und das demokratischste bürgerliche Parlament aufzulösen, Das ist absolut unleugbar und gründet sich völlig auf die historische Tatsache. Aber dennoch haben die Bolschewiki die Verfassunggebende Versammlung boykottiert und haben an Wahlen vorher und nach der Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat teilgenommen.“

Warum taten sie es nicht, die Verfassunggebende Versammlung zu boykottieren? Weil Lenin das sagte:

“Auch ein paar Wochen vor dem Sieg der Sowjetrepublik, auch nach diesem Sieg verletzt die Teilnahme an einem bürgerlich-demokratischen Parlament nicht nur nicht das revolutionäre Proletariat, sondern verschafft ihm die Gelegenheit, sich an die rückwärts gerichteten Massen zu wenden, warum solche Parlamente die Auflösung verdienen, erleichtert den Erfolg ihrer Auflösung, erleichtert die politische Ausrottung des bürgerlichen Parlamentarismus.”

Es ist charakteristisch, dass Trotzki dieses Merkmal der Taktik der Bolschewiki nicht versteht, an der “Theorie” schnaubt, die Verfassunggebende Versammlung mit den Sowjets wie Hilferding zu verbinden.

Er versteht nicht, dass die Annahme so einer Kombination mit der Losung des Aufstandes und dem wahrscheinlichen Sieg der Sowjets, die mit der Einberufung der Verfassunggebenden Versammlung einhergehen, die einzige revolutionäre Taktik ist, die nichts mit Hilferdings Taktik zu tun hat, den Sowjet (Rat) zum Anhang der Verfassunggebenden Versammlung zu machen, dass der Fehler von einigen Kameraden in dieser Frage ihm keinen Boden gibt, um die absolut richtige Position von Lenin und der Partei zum “vereinigten Staat” unter bestimmten Bedingungen zu kritisieren. Er versteht nicht, dass ohne diese Art Politik der Bolschewiki im Zusammenhang mit der Verfassunggebenden Versammlung sie gescheitert wären, die Unterstützung von Millionen aus den Massen des Volkes zu gewinnen. Ohne diese Massen zu gewinnen, wären sie unfähig gewesen, den Aufstand im Roten Oktober zur Revolution des einfachen Volkes zu machen.

Es ist interessant, dass Trotzki sogar beim Wort “Volk” schnaubt und dafür „revolutionäre Demokratie”, usw. in Artikeln der Bolschewiki fand und sie für ungeeignet für Marxisten hielt.

Trotzki vergass offenbar, dass Lenin, fraglos ein Marxist, sogar im September 1917, einen Monat vor dem Sieg der Diktatur des Proletariats, über “die Notwendigkeit der unmittelbaren Übertragung der ganzen Macht in den Hände der revolutionären Demokratie“ geschrieben hat, „die vom revolutionären Proletariat geführt wird“. Trotzki vergaß offenbar, dass Lenin, fraglos ein Marxist, den wohl bekannten Brief von Marx an Kugelmann (April 1871) zitierte, dass die Zerschlagung des bürokratisch-militärischen Staatsapparats eine Vorbedingung der Revolution irgendwelcher aufrichtiger Leute auf dem Kontinent ist, und schwarz-weiß die folgenden Zeilen dazu schreibt:

“Besondere Aufmerksamkeit verdient die Auffassung von Marx, dass die Zerschlagung der bürokratisch-militärischen Staatsmaschine ‚die Vorbedingung der Revolution irgendwelcher aufrichtigen Leute‘ ist. Das ist das Konzept der Revolution ‚von Leuten‘, die auf den Lippen von Marx als sonderbar erscheinen, und des russischen Plechanow und der Menschewiki, jener Anhänger von Struve, die als Marxisten betrachtet werden möchten und vielleicht solch einen Ausdruck von Marx “als glitschig” erklären. Sie haben den Marxismus auf so eine elend liberale Verzerrung reduziert, dass sie ausser in Opposition zur bürgerlichen und proletarischen Revolution nicht bestehen, die philosophische Gegenüberstellung äußerst grässlich begriffen werden würde…

In Europa 1871 auf dem Kontinent oder in einem Land hat das Proletariat die Mehrheit des Volkes gebildet. Die ‚Volks’revolution, die in die Mehrheit der Bewegung einzieht, ist wirklich die Mehrheit und umfaßt sowohl das Proletariat als auch die Bauern. Beide Klassen bilden dann auch das ‚Volk‘. Beide Klassen werden durch die Tatsache vereint, dass die ‚bürokratisch-militärische Staatsmaschine‘ sie unterdrückt, knechtet, verwaltet. Um diese Maschine zu zerschlagen, sie zu brechen, ist das legitime Interesse des ‚Volkes‘, der Arbeiter und der Mehrheit der Bauern, die die ‚Vorbedingung‘ einer freien Vereinigung der ärmsten Bauern mit dem Proletariat sind. Und ohne solch eine Vereinigung ist die Demokratie nicht stabil und die sozialistische Umgestaltung unmöglich“.
Diese Wörter von Lenin sollten nicht vergessen werden.

Also, die Fähigkeit, die Massen durch ihre eigene Erfahrung von der Richtigkeit der Parteilosungen zu überzeugen, diesen Massen für die revolutionären Positionen als Schlüssel zum Sieg an der Seite der Partei von Millionen von Arbeitern zu gewinnen, das ist das vierte Merkmal der Taktik der Bolschewiki in der Periode der Vorbereitung auf den Roten Oktober. Ich denke, dass das wohl genug sagt, um die Merkmale dieser Taktik zu verstehen.

http://grachev62.narod.ru/stalin/t6/t6_20.htm – zinc
http://colonelcassad.livejournal.com/1288460.html – mit altem Beitrag mit einem der Oktoberrevolution gewidmeten Gemälde.

Einen schönen Feiertag, Genossen! Es lebe der Jahrestag der Grossen Oktoberrevolution!

Quelle: http://colonelcassad.livejournal.com/2465445.html

Advertisements

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Archiv

Eine Chronik der Ereignisse

November 2015
M D M D F S S
« Okt   Jan »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  
Follow SLAVYANGRAD.de on WordPress.com

Gib hier Deine Email ein um uns zu folgen und per Email über neue Beiträge informiert zu werden.

Schließe dich 18.169 Followern an

Frühere Beiträge

Statistik

  • 70,195 hits
%d Bloggern gefällt das: