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Colonel Cassad, Expertenmeinung

Coronel Cassad – Das Staatssicherheitsministerium und die Korruption in der Volksrepublik Lugansk

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Das Staatssicherheitsministerium und die Korruption in der Volksrepublik Lugansk

von Coronel Cassad
übersetzt von MATUTINSGROUP

Livejournal, 21. Oktober 2015 – 19:45 Uhr.-  Jeden Tag gibt es bezüglich dieses Themas sehr amüsantes Neues aus der Volksrepublik Lugansk.

Die Erklärung des Innenministeriums LNR auf die Nichtzulassung der Versuche der Diskreditierung der Machtstrukturen der Volksrepublik Lugansk bei der Untersuchung der Korruptionsumtriebe in der Führung der Volksrepublik Lugansk.

Und ein ganzer Arm voller Erklärungen der Leiter von Regierungsstellen zur Unterstützung der Handlungen des Innen- und Staatssicherheitsministeriums.

Die Führung Stachanows unterstützt das Staatssicherheitsministerium.

Der 2. Bürgermeister von Stachanow über das Gesetz und die Ordnung.

Der Bürgermeister von Krasny Lutsch zur Unterstützung der Untersuchung der Korruptionsmachenschaften in der Führung der Volksrepublik Lugansk.

Der Bürgermeister von Brjanki zur Unterstützung der Tätigkeit des Innen- und Staatssicherheitsministeriums.

Bemerkenswert ist auch der Auftritt des Motorradfreunde-Vereins „Nachtwölfe“ (Donbass) zur Unterstützung des Staatssicherheitsministeriums der Volksrepublik Lugansk.

Insgesamt erfolgte eine nervöse Reaktion von Plotnizky und Konsorten und brachte alle an das Licht, die an der Untersuchung des Falls Ljamin nicht interessiert sind, sowie eine sehr breite öffentliche Unterstützung für die Tätigkeit von Staatssicherheitsminister Pasjetschnik nicht mehr nur seitens des Innenministeriums und der Staatsanwaltschaft (oder eines Teils) davon sondern auch beim Grossteil des Verwaltungsapparates und der gesellschaftlichen Organisationen in der Volksrepublik Lugansk. Auf das Geschrei aus Junta-Kreisen wegen der Putschumtriebe in Lugansk reagiert das dortige Staatssicherheitsministerium überhaupt nicht, stellte jedoch als Tatsache fest, dass es sich insgesamt vor allem um einen großen auch die Führung der Republik betreffenden Korruptionsskandal handelt.

Diesbezüglich wurde geschrieben, dass ein Versuch der Reinwaschung Jefremows* und der von ihm im Apparat der Volksrepublik Lugansk platzierten Personen stattfand. Wobei fortgesetzt wird, die Namen der mit Ljamin verbundenen Personen in die sozialen Netzwerke zu stellen.

Die Volksrepublik Lugansk gegen den Clan Jefremow – Der Kampf um die Zukunft von Lugansk

Die Verhaftung des in der Korruption versumpfenden Ministers für Brennstoffe, Energetie- und Kohlewirtschaft der Volksrepublik Lugansk Dmitri Ljamin hat nicht wenig Wirbel im Donbass erzeugt und vorgeführt, wie denkwürdig der Spruch „Who is who?“ die Gestalten der neuesten Geschichte in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk prägt. Die Situation zu Beginn der Heizsaison und beim unvollständigen Erhalten der Mittel für den Verkauf der erworbenen Kohle bildete sich in der Volksrepublik Lugansk sozusagen katastrophal heraus. Aber die Militärs der jungen Republik haben va banque gespielt und eine beispielhafte Verhaftung des unverschämten Ministers vorgenommen. Sich schützend im Geflecht seiner Beziehungen zu höchsten Kreisen verstrickte er seinen Einfluss auf die Entwicklung der Industrie der Volksrepublik Lugansk in die Korruption und mit anrüchigen Karrieristen. Bei all dem wurde Dmitri Ljamin ein Machthaber. Er eignete sich sogar eine persönliche eigene Leibgarde an.

Angesichts dessen griff die Staatssicherheit ohne weiteres Prüfen der „Höhe“ des Beziehungsstatus dieses mächtigen Kleptokraten Ljamin mit einer öffentlichkeitswirksamen Tatsachenverbreitung zum Mittel der Verhaftung. Selbst die Vertonung in den Massenmedien hinsichtlich der Anschuldigungen ist nur äußerst schwer zu parieren.

Dieser erprobte und zugleich unerwartete Schlag seitens der Spionageabwehr der Volksrepublik Luganks brachte außer der äusserst positiven Tatsache eines einsetzenden Kampfes gegen die Korruption auch insgesamt für Lugansk eine positive Wirkung. Für jederman kam die „Ljamin-Lobby“ in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk an das Tageslicht. Sie wurde sichtbar. Über sie wurde gelesen. Sie wurde materiell erfaßt.

Es begann auch eine Kampagne zum Schutz des leider korrupten Beamten, um den Fall Ljamin zu „revidieren“. Da hiess es, man müsse „aufmerksamer sein“, von der „Willkür der Militärs“ war die Rede, die „Verhaftung ohne Genehmigung des Staatschefs“ sei ein Übertretung, usw. Wer ist der Urheber dieser „Verteidigungskampagne für Ljamin„? Wer zieht da jetzt an allen Fäden im Versuch, Dmitri Leonidowitsch aus der Patsche zu helfen?

Genau dies interessiert jetzt alle diejenigen, für die die Volksrepublik Lugansk nicht das Kiewer Propagandaklischee ist, sondern ein kleiner und dennoch erwachsen werdender Staat ist, der die Anachronismen überwinden soll. Denn für diesen gebildeten Kleinstaat kämpften und starben Menschen, die in gigantischer Selbstaufopferung auf 30 % des für unabhängig erklärten Territoriums in der militärischen Belagerung ausharrten und jetzt in der wirtschaftlichen Blockade ausharren.

Ja, die Geschosse des „Ukrainischen Staates“ bombardierten die Wirtschaft dieser einstigen Region der Ukraine, welche heutzutage zu den Donbassrepubliken gehört. Aber jetzt schmarotzen auf den noch nicht völlig wiederhergestellten Ruinen wie die Maulwürfe die Machthaber aus der mit dem „Maidan“ behafteten oligarchischen Epoche.
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Rodion Miroschnik war bis zum Krieg Pressesprecher zuerst Jefremows und dann von Janukowitsch. In der Volksrepublik Lugansk wurde er zum Helfer von Plotnizky.

Also, wer verteidigt und beschützt Ljamin? Nicht nominell, sondern real? Die Militärs sind dem Autor dieser Zeilen entgegengekommen. Sie gingen erst auf Tuchfühlung, dann nannten sie anonym seinen Familiennamen. Und sie liessen die „Heldentaten“ des von ihnen genannten Menschen verlauten.

Der Familienname lautet Miroschnik. Der vollständige Name ist Rodion Walerjewitsch Miroschnik. Rodion Walerjewitsch Miroschnik ist der informelle Kurator, „ausserordentlicher Bevollmächtigter“ des berüchtigten Oligarchen Jefremow in der Volksrepublik Lugansk. Laut „Russischer Frühling“ und dem „Entfernen“ des Oligarchentums aus der Region Lugansk gemäß Referendum und Bildung der Volksmiliz im Herbst-Winter 2014 wurden die alten-neuen Korruptionsbeziehungen zwischen Lugansk und Kiew durch Dmitri Ljamin neugestaltet.

Die ganze Zeit lang versuchte Jefremow eigensinnig, die Kontrolle über die im Aufstand befindliche Region rückzuerlangen. Dabei stützte er sich auf die einstigen vor dem Krieg bestandenen Stützpunkte“ seines Imperiums in Lugansk. Aber am Ende bekam er dies nicht hin.

Rodion Miroschnik trug als Vertrauter Jefremows zu den Beziehungen zwischen Minister Dmitri Ljamin einerseits und andererseits Sergej Kusjaroj, dem „Kohlegeschäftemacher“ und Kiewer Berater von Pjotr Poroschenko bei.. Das Ziel war die Produktionsstörung bis zum Zusammenbruch. Dmitri Ljamin verfrachtete mit Hilfe von Leuten im Ministerium die Kohle in die Ukraine. Die Realisierung lief „unter der Hand“ mittels Scheinfirmen. Ein Kontakt war der orange-farbene Sergej Kusjara als Komplize Ljamins, der den Sturz des früheren „Donezker Clans“ sowie Flucht seines Schutzherrn Alexander Janukowitsch erfolgreich erlebte und zum Vermittler in der Schattenwirtschaft der Kohlegeschäfte zwischen den Donbassrepubliken und der Ukraine wurde.

Das völlig auf Korruption ausgelegte Kiew meisterte diese Situation. Durch loyal dem Regime gegenüberstehende Massenmedien verleumdeten die ukrainischen Faschisten sowohl die Republik als auch ihre Beamten ständig als Terroristen, Separatisten und die Kämpfer. Und derweil verdiente das die Macht in der Ukraine ergreifende Oligarchentum am Kohledefizit der „Länder 404“.

Einzig auf das Risiko eines Geldinvestments konnten sie sich nicht einlassen, so dass es im Grund mit bargeldosen Rechnungen für Ljamin lief. Deshalb war Dmitri Leonidowitsch gezwungen, das Geld in die Russische Föderation transferieren zu lassen. Physisch und buchstäblich.

Die riesigen Summen an Geld wurden nach Russland gebracht, um sich dann auf den Offshore-Konten des Lugansker „Kohlekapitals“ anzuhäufen. Erwähnt werden muss, dass die russischen Grenzsoldaten ihr Brot wert sind. Die Fahrzeuge von Ljamin wurden angehalten. Sie wurden durchsucht. Die Summen fanden sich an. Aber der ziemlich schwankende juristische Status der einstigen Regionen und heutigen Republiken ermöglichte Ljamin, mit heiler Haut davonzukommen.

Natürlich schockierten die inoffiziellen Berichte von den russischen Grenzkontrollpunkten über diese Summen in Ljamins Transporten in Lugansk. Aber politisch wurde Ljamin stark gedeckt. Und wenn zwei Wörter dieses Decken beschreiben, so sind dies die beiden Wörter von der „Lugansker Welt“ («Мир Луганщине»), eigentlich „Lugansker Unterwelt“. Diese „Lugansker Welt“ ist in Schriftstücken und  Publikationen so etwas wie ein Vermittler zwischen politischen Machthabern und der gesellschaftlichen Bewegung im Ergebnis der Wahlen vom November 2014.

Wir werden uns erlauben, über diese Gruppierung sowie über den Wortführer und Hoffnungsträger Jefremow und auch den Kiewer Herrscher bezüglich der Revanche in Lugansk etwas zu sagen. Weil in Kürze von der Geschichte her in den „Bewegungen“ der Familienname Miroschnik unmittelbar auftaucht.

Wie „Jefremows Person“ und mit den Mitteln des in Ungnade gefallenen Oligarchen stand Miroschnik an den Quellen der Bildung der „Lugansker Regionswelt“, wo er in die Organisation der „ehemaligen“ Beamten und Geschäftsleute eintrat, die während der Revolution im Donbass und in den nachfolgenden Kampfhandlungen an Einfluss verloren. Er war sich dieser Struktur eines Nachkriegsruins mit dem langsamen Tempo der Wiederherstellung und der offenen Unordnung im Verwaltungssystem der Volksrepublik Lugansk bewusst.

Unter den offenen Verbrechen der Gründerspitzenleute der „Lugansker Regionswelt“ muss die Monopolisierung der Lieferungen humanitärer Hilfsgüter erwähnt werden, für welche viele russische Freiwillige und die Hilfsorganisationen zum „Betteln“ gezwungen waren und mit dieser „Lugansker Mikro-Gruppe“ über den Transport der Lieferungen nach der Kontrolle an den Grenzkontrollpunkten der Volksrepublik Lugansk Vereinbarungen zu treffen hatten. Und wenn früher gestohlener Inhalt der „weissen Kamas-Lastwagen“ des russischen Katastrophenschutzministeriums in den Verkauf gingen, so waren jetzt auch die privaten Lieferungen „humanitärer Hilfsgüter“ unter der Kontrolle der schmutzigen Hände der „Lugansker Welt“ von Jefremow-Miroschnik.

Ein weiteres und nicht kleineres Verbrechen – diesmal gegen die normalen Verteidiger der Republik – wurde die Monopolisierung … des Austausches der Gefangenen. Und hier ist eine kleine Abweichung notwendig.

Die ukrainische Seite hat den Prozess der Rückführung der Soldaten, der Offiziere und der „Freiwilligenkämpfer“ wie auch die Übergabe der Leichen und ihre nachfolgende Identifizierung längst zu einem einträglichen Business gemacht. Die ukro-faschistischen Händler mit menschlichem Leid haben dafür sogar eine eigene Preisliste: Hier der Preis für die Eintragung des Kämpfers in die Liste des Gefangenenaustausches. Dann hier der Preis für die Zustellung der Leiche in die Heimatstadt und für das Arrangement der Beerdigung. Und hier der Preis für seine Identifizierung (auch monopolisiert in der Ukraine seitens interessierter Strukturen). Natürlich, fast tot vor Leid und der Angst verkaufen die Eltern und die Frauen der ukrainischen „Militärs“ ihr letztes Hab und Gut, um dem Angehörigen aus der Gefangenschaft zu helfen. Oder seinen letzten Weg zu ermöglichen.

Von der „Lugansker“ Seite existierte lange kein geregelter Prozesses für den Austausch von den Gefangenen. Entweder lief ein Gefangenenaustausch oder es gab informelle Absprachen zwischen Ruban und den Kommandeuren der Volksmiliz, oder die ukrainischen Gefangenen wurden auf den Händen ihrer Verwandten über die Front getragen. Für die Zerstörung der Mythen über die „Terroristen-Separatisten“ ist der sachkundige Agitationswerbefilm manchmal nötig. Aber nichts ist vergleichbar mit der einfachen, menschlichen Tat der Gefangenenabgabe in die Hände seiner Angehörigen.

„An der Auflistung“ in der Volksrepublik Lugansk arbeiteten hauptsächlich die Afghanistan-Kriegsveteranen. Schwierig gestaltete sich die Arbeit mit der ukrainischen Seite wegen des ungeheuerlichen Business der Militärs des Regimes in Kiew. Aber „der Prozess lief“, die Kämpfer wurden ausgetauscht. Die erfahrenen Afghanistan-Kriegsveteranen aus Lugansk hatten keine Scheu, in das ukrainisch besetzte Staniza Luganskaja und nach Schastje zu fahren und Vereinbarungen vor den Gewehrläufen des Gegners auszuhandeln.

Aber gleich zu gleich gesellt sich gern! Leider! Bei Rodion Miroschnik gab es ausgezeichnete Beziehungen zum SBU. Ziemlich ausgebufft bis hin zur Führungsspitze des SBU. Er gewann an Einfluss in der Volksrepublik Lugansk. Durch seine Intrigen nahm er den „Afghanistan-Kriegsveteranen“ die Vollmachten für den Gefangenenaustausch ab und übertrug sie an die „Lugansker Welt“. Sollten künftig die Kampfhandlungen wieder aufflammen, wären die Folgen dieses Schritts einfach nur schrecklich. Was kann wohl schlechter sein, als das Schicksal von Kriegsgefangenen und den Preis für ihre Freilassung an gierige Beamten auf beiden Seiten des Konflikts im kriminellen Bündnis zu übertragen?

Die Revanche der „Ehemaligen“ schädigte die halbzerstörte Lugansker Wirtschaft enorm, beeinträchtigte die Bildung des Staatswesens, den Aufbau des Verwaltungssystems und die Schaffung von Machtstrukturen. Die Verhaftung Ljamins wie auch das frühere Verbot der Geschäftstätigkeit in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk gegen den für alle denkwürdigen Sergej Kurtschenko nährt die Hoffnung auf eine Beseitigung der oligarchischen Lobby in der Volksrepublik Lugansk. Viel zu offen mischten staatliche Kontrollbeamte beim Komplizenbündnis „Ljamin-Miroschnik-Jefremow“ in Opposition zum Staatssicherheitsministerium der Volksrepublik Lugansk mit. Es wurden viel zu heftige Schritte jener Regierungsbeamten einschließlich des Versuchs der Funktionsenthebung Leonids Pasjetschniks bei der Lugansker Spionageabwehr gemacht. Dies wahrscheinlich aus überzogenem Selbstbewußtseins und aus Unterschätzung der Offiziere der Staatssicherheit.

Der „Jefremowski-Clan“ zog keine Schlussfolgerungen aus der Revolution im Donbass. Oligarchenschützling Dmitri Ljamin ist offen zu weit gegangen, als er NEUNZIG Prozent des Verkaufserlöses der Kohle der Volksrepublik Lugansk über die Schattenwirtschaft verbrachte. In der organisierten Korruption spielte er zu intensiv und ganz dreist mit offenen Karten. So hatte der Brennstoff- und Kohlenminister auch seine Finger in der Wiederherstellung der Produktion in de Bergwerken, in der Bezahlung der Arbeit der Bergarbeiter, in der Wiederherstellung des Bergwerk-Rettungsdienstes, wo Fachkräfte wegen Geldmangel und Beamtenwillkür abwandern. Nach dem „Auffliegen“ des Kohle- und Brennstoffministers macht sein Kurator in der „Lugansker Welt“ über Rodion Miroschnik alles Mögliche für die Freilassung von Dmitri Leonidowitsch und seine Rückkehr in den Ministersessel.

Ob die Kräfte von Leonid Pasjetschnik ausreichen werden, das Lugansker Team des „Jefremow-Klans“ niederzuwerfen? Solange der Staatssicherheitsminister seine überraschenden und heftigen Angriffe führt, stehen die Chancen dafür ziemlich gut. Der ehemalige ukrainische (dies soll ihm nicht als Missbilligung angekreidet werden) Geheimdienstler ist ziemlich eigensinnig und weiß sehr gut über „die Situation“ bescheid, die seit vielen Jahren in der Region Lugansk existiert, welche von Jefremow noch bis zum Kriegsausbruch buchstäblich zerfetzt worden ist.

Dmitri Ljamin wurde zum Stadtgesprächsthema. Und viele einfache Bürger, die Volksmilizkämpfer des Sommerfeldzugs 2014 sowie die Korruption nicht billigende neue Beamte aus der Zeit der Wahl von Beamten durch das Volk nach dem Krieg stehen voll hinter dem Vorgehen des Ministeriums für Staatssicherheit. Leonid Pasjetschnik stützt sich nach seinen letzten nicht auf Zugeständnisse ausgerichteten Erklärungen auf ihm loyale Beamte in den Machtorganen und Leitungsstrukturen.

https://vk.com/feed? section=friends&w=wall270849953_3880 – das Zink

Kommentar von Coronel Cassad:

PS. Was verdient an diesem Text Beachtung? Dies ist das offene Anprangern der Bewegung von Plotnizky „Lugansker Welt“, dessen Schöpfer beschuldigt werden, dass sie Leute Jefremows sind und Korruptions- und Banditenstrukturen angehören.

Gewissermaßen verstellt der Autor sich betreffs „alle an der Grenze wussten etwas, aber sie konnten nichts tun, weil…“. Aber hier berührt die Frage das äußerst heikle Thema der Verantwortung der übergeordneten Kuratoren für die Vorgänge in der Volksrepublik Lugansk, wo Jefremow, Ljamin, Abramow, Kurtschenko und die übrigen bemerkenswerten Gestalten in aller Stille tätig waren. Insgesamt setzt der Korruptionsskandal im Grunde die Frage der direkten Mitwirkung der Führung der Volksrepublik Lugansk an den kriminellen Strukturen mit Beteiligung von Ljamin auf die Tagesordnung.

Was auch diese Gestalt betrifft, die bei kürzlichen Enthüllungen aufflog:

http://colonelcassad .livejournal.com/2438410.html
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Iwan Awramow

Ich achtete seine Vergangenheit so sehr „vor der Zeit der Volksrepublik Lugansk“, dass dies schon irgendwie einfach ein Feiertag ist.

Der geheimnisvolle Iwan Iwanowitsch.

Mutmaßlich gibt es keine Grundsatzentscheidung in der Region ohne Teilnahme der Gestalt, deren Familiennamen vorzugsweise nicht genannt wird, sondern welche man nach dem Namen und Vatersnamen zu nennen pflegt. In der Redaktion von „Timer“ stellte man sich die Frage: Wer ist der so berühmte Iwan Iwanowitsch?

Lernen Sie ihn kennen: Iwan Iwanowitsch Awramow, der neben dem Gebiet Odessa „gesichtet wurde“. 2013 wurde Awramow auf Platz 45 im Rating der reichsten Menschen der Ukraine von der Zeitschrift „Brennpunkt“ eingestuft. Seine Vermögen wird auf 352 Millionen Dollar geschätzt.

Der 48-jährige Absolvent des Odessaer Institutes der Volkswirtschaft strebte erfolgreich solchem Reichtum dank der vorteilhaften Bekanntschaft mit Juri Iwanjuschtschenko entgegen, die noch am Anfang der 1990er Jahre erblühte.
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Unser Held

Über Juri Iwanjuschtschenko, den nach altem Gedächtnis noch Juri Jenakijewski hiess, muss nicht sonderlich etwas gesagt werden. Seinerzeit stand er der „Jenakijewski-Gruppe“ nahe und trat oft als Arbitragerichter in den Auseinandersetzungen zwischen den lokalen Banden auf. Laut Informationen der russischen Strafverfolgungsbehörden leitete Juri Jenakijewski andererseits eine Mörderbande, die mehr der 40 Auftragsmorde beging. Darunter auch den Mord am Vorsitzenden des Fußballklubs „Schachtjor Donezk“ Achati Bragin (Alik Grek) und am ehemaligen Leiter der Asowschen Hochsee-Reederei Anatolij Bandury. Mitte der neunziger Jahre wurde eine Teil der „Jenakijewskijer“ in Auseinandersetzungen mit rivalisierenden Banden totgeschlagen, ein anderer Teil richtete sich in Gefängnissen auf lange Haftstrafen ein. Aber Juri Iwanjuschtschenko blieb zusammen mit Iwan Awramow aktiv tätig.
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Juri Iwanjuschtschenko

„Er ist im Kopf sehr hell. Für einen Mensch aus Odessa ist unglaublich kompliziert, sich mit Bergwerken zurechtzufinden. Aber er hat das geschafft“, erklärte man über Juri Iwanjuschtschenko im Interview gegenüber „Korrespondent“ 2011.

Tatsächlich ist für Iwan Iwanowitsch Awramow der nächststehende Geschäftspartner Iwanjuschtschenko. Awramow ist zugleich einer der größten Kapitalisten des Landes.
Einer der Hauptwege seiner Bereicherung wurde die Kohlewirtschaft. Er besitzt einige Großbetriebe und Fabriken im Lugansker Bergbau: GOF „Janowski“, „Beloretschenski“, „Lugansker“, „Nagoltschanski“, „Michajlowski“,- er kontrolliert den Lutuginskier Betrieb Walzwerke, die AG „Donbass Holding“, die „Donezker Bergbau-Gruppe“, die „Jenakijewski Transportgesellschaft“. Was nur ein kleiner Teil aus der Liste seiner Geschäftsaktiva ist.

Zum Beispiel war Awramow 2004 Präsident der „Lugansker Kohlengesellschaft AG“, des Hauptinvestors von „GP Anthrazit“. Ein weiterer Chef der „Lugansker Kohlengesellschaft AG“ ist der jüngere Bruder von Iwans Awramow, Sergej. Außer etlichen Gesellschaften im Osten der Ukraine ist auch Business im Süden der Ukraine in den Händen von Iwan Awramow. Insbesondere kontrolliert er die „Finanzgesellschaft GmbH“, die „Depas Ltd“ (Odessa), die GmbH „Ukragrokomp“ (Odessa), die GmbH „Granden“ (Gebiet Donezk), die AG „Donbass Holding“, die GmbH „Stawr“, die GmbH „Rukan“, „Rodon“ (Odessa), und er besitzt das Unternehmen „Donbass-Odessa“.

Laut Forbes 2011 Jahr kontrollierterten Iwanjuschtschenko und Awramow die englische Firma Parrox Corporation Ltd. und erwarben 28 % an der GmbH „Promtowarnyj Rynok“ (7. Kilometer). Juri Jenakijewski und Iwan Awramow sind die Monopolisten im Alkoholverkauf. Sie besitzen den einzigen Spirituosenproduzenten der Ukraine, den staatliche Konzern „Ukrspirt“, und zwar zu zweit. Außerdem ist Awramow der Besitzer des Bolgradski Weinbetriebs.

Aber uns interessiert die politische Funktion von Iwans Iwanowitsch weitaus mehr. Er heisst Oberaufsichtsführer für das Gebiet Odessa.

Diese Funktionsbezeichnung ist gewiß ist in keiner Beamtentätigkeitstabelle der Ukraine über die Ränge festgelegt, jedoch kann ihre Bedeutung in der heutigen Ukraine kaum überbewertet werden.
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Die Institution der „Aufsichtsführer“ war ein charakteristisches Merkmal der Ukraine in der Epoche von Viktor Janukowitsch. Und Iwan Iwanowitsch ist ein sehr typischer Vertreter der Kohorte von „Aufsichtsführern“. Eben ein Zugewanderter aus dem kriminellen Umfeld, der heute zu einem der maßgeblichen Geschäftsleute geworden ist. Aber diese Veränderungen sind nur äußerlich. Arbeiteten früher die Baseballschläger und Schnellfeuergewehre Kalaschnikow, so werden heute die Fragen mit Hilfe der korrumpierten Miliz, der verkäuflichen Gerichte und der loyalen Beamten entschieden. Wenn wir jedoch von „Aufsichtsführern“ sprechen, sollten wir uns stets daran erinnern, wessen Interessen sie vertreten.

http://timer-odessa .net/statji/tainstvenniy_ivan_ivanovich_shtrihi_k_portretu_smotryaschego_za_odesskoy_oblast_yu_313.html – das Zink (die vorliegende Publikation wurde vom jetzigen Mitglied der KSU Igor Markow koordiniert, der kurz vor dem „Euromaidan“ mit den Regionalen in die Keller gesteckt worden war).

Der Kern der Sache ist, dass 2015 der SBU einigen Gesellschaften „plötzlich“ erlaubte, die Kohle aus der Volksrepublik Lugansk an die Ukraine zu verkaufen. Raten Sie mal, wer unter denen war, denen sie dies erlaubten?

Auf der Liste der Gesellschaften, denen der SBU erlaubte, die Kohle aus den nicht von der Ukraine kontrollierten Territorien zu exportieren, stehen die Gesellschaften Janukowitsch, Iwanjuschtschenko, Klimenko

Janukowytsch, Iwanjuschtschenko, Awramow. Immer noch liefern sie Kohle an die Ukraine. Während der Präsidentenschaft von Viktor Janukowitsch war das Kohlegeschäft unter Kontrolle der „Familie“ und der Geschäftsleute aus der Partei der Regionen monopolisiert worden. Dies betraf die privaten wie auch die staatlichen Unternehmen. Es schien, dass sich nach der Flucht von Janukowitsch nach Russland die Situation ändern sollte. Dies ist nicht geschehen.

Das Umfeld des flüchtigen Präsidenten verdient weiterhin an den Lieferungen von Kohle in die Ukraine. Die gegen sie angezeigten Strafsachen verursachten keine Störung. LigaBisnessInform gibt eine Liste der Gesellschaften heraus, denen die Ausfuhr der Kohle aus den nicht von der Ukraine kontrollierten Territorien der Regionen Lugansk und Donezk offiziell erlaubt ist. Diese Gesellschaften gehören Janukowitsch und seiner Familie bis jetzt. Im Klartext erlaubt das ukrainische Regime Janukowitsch und seinen Mitstreitern außergesetzlich, selbst mit der Kohle Handel zu treiben, die in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk erworben wird.

LigaBisnessInformat analysierte, wer am Handel mit Brennstoff mit den Volksrepubliken Donezk und Lugansk verdient, und ob es für die Ukraine anderen Ausweg außer jenem gibt, Kohle von den Separatisten zu kaufen.
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Allem Anschein nach wurden irgendwo hier 90% der Lugansker Kohle und eine unbekannte Menge der Donezker Kohle mal eben als Verlust abgeschrieben. Einige Leute denken irrtümlicherweise, dass in Lugansk 90% der Kohle gestohlen worden wäre. Aber in der Volksrepublik Lugansk ging es um jede Kopeke dabei. Da wurde einfach nichts verbuddelt!

http://biz .liga.net/all/tek/stati/3073489-yanukovich-ivanyushchenko-avramov-kto-eshche-postavlyaet-ugol-v-ukrainu.htm – das Zink (hier ist bis ins Einzelne aufgeschlüsselt. Interessant, wer an dieser Schattenwirtschaft von der ukrainischen Seite teilnahm. Die Publikation verschweigt, wo das Beispiel Onischtschenko andeuten würde, dass ein Engagement riskant ist).

Und weiter unten gibt es wenig darüber, warum sie was entschieden haben.

Manchmal kehren sie zurück.
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Die Brüder Awramow.

Am 31. März wurde uns aus informierten Quellen bekannt, dass Vitali Iwanowitsch Gerz Stellvertretender Chef der Abteilung „Spirituosen-Alkohol-Tabakwaren“ der Steuerbehörde wurde. Eigentlich wacht diese Abteilung der Steuerbehörde über die „legalen“ Drogen wie Zigaretten und Alkohol. Vitali Iwanowitsch Gerz arbeitete als Generaldirektor seit 2002 bei der Spirituosenfabrik GP „Likörfabrik Schitomir“. Mehrfach hatten ihn die Rechtsschutzorgane im Visier, aber zur strafrechtlichen Verantwortung wurde er nicht gezogen. Ob wegen Schuldlosigkeit oder aus anderen Gründen, kann nicht gesagt werden.

Nach unseren Angaben arbeitet Wladimir Kondratjuk als Stellvertreter von Gertz. Er bekleidete lange Zeit die Funktion des Stellvertretenden Vorsitzender der GNA im Gebiet Kirowograd. Und zwar betreute er den Bereich „Spirituosen-Alkohol-Tabakwaren“.

In der damaligen Zeit 2007-2008 gab es Klagen über Kondratjuk beim Sicherheitsdienst der Ukraine. Angeblich betrieb er in der Region die Produktion „illegalen“ Wodkas. Die Klagen bewirkten nichts. Möglicherweise waren sie nicht wahrheitsgemäß. Möglicherweise lag es an seinem Bruder, einem hohen SBU-Offizier. Die Einsetzung dieser beiden Wodka-Manager lobbyierte ein und derselbe Mensch. Und zwar war dies Iwan Iwanowitsch Awramow.

Wie ihm dies gelang? Als er sich doch noch am 20. Februar vor dem Partner Juri Jenakijewski fürchtete, dass sie ihn „lustrieren“, packte er die Koffer und nahm zusammen mit der Familie einen Charterflug über die Grenze. Aber schon am 6. März „regelte“ er mit ernster Miene das neue Regierungskabinett.

Insbesondere wurde Mitte März bekannt, dass Awramow die „Lugansker Gesellschaft“ bei einer Ausschreibung zum Preis von 42,62 Mio. Griwna für die Kohleveredlung für die staatliche „Lissitschanskugolja“ gewonnen hat. Naheliegend, dass der Weg zu den neuen Erfolgen Iwans Awramows durch das Büro des Volksabgeordneten Andrej Iwantschuk führte. Er ist Vorsitzender des Komitees für Wirtschaftspolitik bei der Werchowna Rada der Ukraine.

Aber das Wichtigste,- er ist der einstige Freund, Geschäftspartner und Berater des jetzigen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk. Ihm wird die Verbindung zur og. Firmengruppe „ТechInService“, die an den Verarbeitungen der Spirituosenprodukte mit Chorostkowski Spirtsavod beteiligt ist, zugeschrieben.

http://antikor.com.ua/articles/7335-avramov_i_ivanjushchenko_vozvrashchajutsja. _ cherez_ivanchuka – das Zink

Kommentar von Coronel Cassad:

PS. Im Großen und Ganzen eine außerordentlich amüsante Gestalt. Ungeachtet des Haufens an Anschuldigungen wegen Korruption und der Verbindung mit der organisierten Kriminalität führte er sogar noch nach dem Beginn des Kriegs in aller Stille das Business auf beiden Seiten der Front, wo er die „geschäftlichen Beziehungen“ zwischen der Junta und der Führung der Volksrepublik Lugansk regeln konnte. Es gibt Verweise auf Plotnizky einerseits und Jazenjuk andererseits. Unter Umgehung der eigentlich zuständigen Minister bei den „ganz konkreten Spitzbuben“ floss das Geld für Kohle „ganz im Stillen, wohin es notwendig ist“. Klar, dass derlei Gestalten im engen Bündnis mit den Beamten eine große Korruption und Diebstahl sowohl in der Volksrepublik Lugansk als auch in der Ukraine mit sich bringen.
Höchste Zeit, diese Schweineställe endlich auszumisten!

Und noch etwas. Laut Organen des Staatssicherheitsministeriums der Volksrepublik Lugansk wurde wegen Schmiergeld ein Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft der Volksrepublik Lugansk verhaftet.
http://cassad .net/vazhnoe/19616-v-lnr-prodolzhayutsya-antikorrupcionnye-meropriyatiya.html

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http://mvdlnr .ru/slajder/104-mgb-lnr-pri-poluchenii-vzjatki-zaderzhan-sotrudnik-generalnoi-prokuratury-foto-video.html – das Zink

Kommentar von Coronel Cassad:

PS. Wer hätte sich denken können, dass es interessant wird, die Webseite des Innenministeriums der Volksrepublik zu lesen. Aber generell entwickelt sich die Geschichte interessant.

Demzufolge ergeben sich die Fragen, wer dieser Pasjetschnik ist. Ich habe eine kurze Biografie gefunden.
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Leonid Iwanowitsch Pasjetschnik wurde am 15.03.1970 in einer Polizeibeamtenfamilie geboren. Der Vater – Iwan Sergejewitsch – war 26 Jahr in den Organen der Polizeiverwaltung der UdSSR tätig.

1975 begann die Familie in Magadan zu leben, wo der Vater bei den Goldförderstätten Dienst leistete. Leonid Iwanowitsch schloss die höchste militärpolitische Bildungseinrichtung in Donezk ab. Er arbeitete beim SBU als Chef der Abteilung für den Kampf gegen den Schmuggel der Hauptabteilung „K“ der Verwaltung der SBU im Gebiet Lugansk, als Chef der Stachanower Interbezirksabteilung.

Er wurde am 15. August 2006 bei der Festnahme eines Schmuggelrings am Kontrollpunkt „Iswarino“ (es ging um 1,94 Mio. US-Dollars und 7,243 Mio. russischen Rubel) berühmt, denn er hatte bei dieser Tätigkeit prinzipiell auf das Schmiergeld verzichtet. Im März 2007 erhielt der Oberstleutnant des SBU vom Präsident der Ukraine die Medaille „Für Anerkennung im Dienst der Ukraine“ wegen seiner gezeigten Prinzipienfestigkeit und seinen Professionalismus bei der Durchführung von Einsätzen. Am 9. Oktober 2014 ist er zum Minister für Staatssicherheit der Volksrepublik Lugansk ernannt worden.

Lächerlich, dass auf der Webseite des SBU immer noch der Artikel steht, in welchem der Staatssicherheitsminister der Volksrepublik Lugansk dafür gelobt wird, dass er vor dem Krieg grundsätzlich kein Schmiergeld nahm.
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Bei der Feier anlässlich des 15. Jubiläums des Sicherheitsdienstes der Ukraine, die in der Nationalen Oper der Ukraine stattfanden, überreichte der Präsident staatliche Auszeichnungen an die besten Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes. Unter ihnen war auch unser Landsmann Oberstleutnant Leonid Pasjetschnik als Chef der Abteilung für dem Kampf gegen den Schmuggel der Hauptabteilung „K“ der Verwaltung der SBU im Gebiet Lugansk. Mit der Medaille „Für Anerkennung im Dienst der Ukraine“ ist Leonid für die erfolgreiche Durchführung des Sondereinsatzes bei der Festnahme des grossen Schmuggelrings am Grenzkontrollpunkt „Iswarino“ ausgezeichnet worden. Im übrigen, nicht nur dafür …

Die Sitze mit dem Geheimnis

Die Informationen darüber, dass die Bewohner des Gebiets Lugansk aus der Ukraine über die Staatsgrenze nach Russland gewisse Ladungen schmuggeln, wurde von den Fahndern etappenweise gesammelt. Was befördert wird, war ursprünglich gar nicht bekannt. Aber die bei den Kriminellen gewahrte Konspirativitätsstufe bestätigte, dass die Ladung in den Verstecken eben den Platz wechselte. Das von den Schmugglern verwendete Auto „SUBARU Legacy“ (schwarz) wurde beladen und wurde „mit Tarnzeug“ in Lugansk zurechtgemacht, um auf der Trasse Hundert Kilometer non-stop bis zum Bestimmungsort in Russland später zu fahren. Vom Grenzzoll wurde der Wagen angehalten und nichts verdächtiges gefunden. Jedoch brachten einige Details den Einsatzleiter zur Bekämpfung dieses Schmuggelkanals Leonid Pasjetschnik auf den Gedanken, dass die Schmuggler Bargeld über die Grenze verschafften.

„Das war am 15. August 2006“, erzählt Leonid Pasjetschnik. „Wir verfügten über Informationen darüber, dass die Schmuggler ihre „nächste Tour“ vorbereitet hatten. Wir wussten, dass der Wagen in das Gebiet Rostow oder durch den Zollpunkt Iswarino im Krasnodoner Bezirk oder durch Dolschanski in Swerdlowsk gehen wird. Deshalb habe ich die Maßnahmen für die Überwachung dieser beiden Richtungen ergriffen: In Zollbeamtenuniform begab sich die Gruppe unserer Mitarbeiter nach Iswarino. Und ich selbst fuhr unser Auto von Lugansk aus. Es wurde angenommen, dass wenn der Wagen durch den Swerdlowsker Bezirk gehen wird, ich sie überholen werde und ich auf Dolschanski warten würde. Aber wir sind bis Krasnodon gefahren, dann hat der Fahrer den SUBARU Richtung Swerdlowsk umgeleitet. Ich habe mich telefonisch mit den Leuten auf dem Posten dort in Kontakt gesetzt und abgewartet. Selbst bin ich nicht weit vom Posten stehengeblieben. Um 13.40 Uhr ist das Auto am Posten vorbeigekommen. Dem Fahrer haben wir angeboten, die Zollerklärung auszufüllen. Was er gleich machte. Er deklarierte, mit ca. 14.000 russischen Rubeln zu fahren. Weiter nichts. Nachdem der Besitzer des SUBARU sein Unterschrift auf die Deklaration geschrieben hatte, haben wir ihm angeboten, in die Hangar zur Tiefenkontrolle des Autos zu fahren.

Es war klar, dass sich das Schmuggelgut in einem Versteck befindet“, setzte Leonid fort. „Aber es musste noch gefunden werden. Ich erlebte, dass die Verkleidung der Türen abgenommen werden musste. Hier rufen mich die Mitarbeiter an: Wir haben uns vollständig den Gepäckraum angeschaut – es gibt nichts. Er ist leer! – ich antwortete: Sind das die Leute?! Suchen Sie! Im Gepäckraum, bei den hinteren Sitzen!

Und der Wagen fuhr mit Gas. Im Gepäckraum befand sich die Gasanlage. Wobei sie so lag, dass man nicht in die Tiefe des Gepäckraums gelangen konnte. Der Eindruck wurde erweckt, dass der Ballon den gesamten Platz einnimmt.

Etwas sagte mir, dass sich das Versteck zwischen den hinteren Sitzen und dem Gepäckraum befindet. Als die Leute an die hinteren Sitze gelangt sind, zeigte es sich, dass es dort wackelte – sich abschrauben liess. Sie haben alles herausgezogen. Die Hand haben sie in den Rückteil gesteckt und die Geldpakete mit den Dollar- und Rubelnoten fielen heraus … mich ruft Alexander, mein Untergebener an: Alles erledigt, Leonid Iwanowitsch. Wir haben alles gefunden! – Gott sei Dank, – ich bin direkt zum Posten gefahren.

Ehrlich gesagt habe ich vor Freude sogar vergessen zu fragen, wieviel wieviel Geld das dort ist. Ich rufe Sascha noch einmal an: Frage zum Transportmittel, wieviel ist das dort? Ich höre, wie Alexander jemand die Frage stellt. Dann sagt er mir: Ja, astronomisch! 2 Millionen Dollar!

Ein paar Minuten später ruft Sascha wieder an. Denn der Schmuggler bot an, dies auf „gütliche Weise“ zu regeln. Er bot den Männern die Hälfte dieser Summe, d.h. eine Million Dollar an. Aber sie sahen mich nicht, ich sah sie. Sascha bemerkte, dass vor den Grenzsoldaten und den Zollbeamten vom Kriminellen den Mitarbeitern des SBU Schmiergeld angeboten worden war und meldete dies später im Bericht an die Leitung.

Im Versteck fanden sich 1,94 Mio. US-Dollars und 7,243 Mio. russische Rubel. Bei der  Zollpostenstelle trafen in Uniformen der Sondereinheit „Alphas“ die Mitarbeiter der Ermittlungsgruppe der SBU ein. Es war viel Volk am Kontrollpunkt. Aber natürlich war es vor allem interessant anzuschauen, wie astronomisch nach unserem Ermessen die Summe an Dollars aussah. Aber ich war nicht befugt, Unbefugte zur Geldschau zuzulassen.

Die Kämpfer der ‚Alphas‘ stellten ihre Autos ab, ließen niemand zu jenem Wagen außer dem Ermittler und machten die nötigen Dokumente fertig, als das Geld nachgezählt war. Die Geldscheine legten sie in Säcke gelegt. Es wurden zwei große Säcke mit Geld gefüllt. Solche Säcke, aus denen auf dem Markt Zucker verkauft wird. Sie brachten das Geld nach Lugansk. Im Auto mit dem Geld fuhren zwei Offiziere der ‚Alphas‘ mit. Ein Begleitauto fuhr hinterher.“

Das große, schmutzige Geld …

Die strafrechtliche Ermittlung über den Schmuggel der Währung ist abgeschlossen, die Materialien sind dem Gericht übergeben worden. Nichtsdestoweniger verzichtete Leonid Iwanowitsch, auf die Frage nach der Herkunft des Schmuggelgelds zu antworten: “ Es ist zu früh, sich darüber zu äussern. Konkret in dieser Richtung wird zur Zeit die Arbeit durchgeführt. Das Einzige, was mit aller Gewissheit gesagt werden kann, ist die Tatsache, dass dieses Geld auf ungesetzlichem Weg erworben worden ist.“

Bei grossem Schmuggel geht es immer um viel Geld. Es ist kein Geheimnis, dass zur Vermeidung der Probleme mit dem Gesetz die Schmuggler zur Bestechung der Ermittlungsbeamten bereit sind und kompromittierend auf die Menschen zugehen, die dafür Schwäche zeigen. Deshalb sollten Fahnder an dieser Kampffront gegen den Schmuggel ohne Übertreibung eiserne Prinzipienfestigkeit aufweisen. Aber auch ihrer gibt es wenige, so dass ein besonderer Mut notwendig ist.

Für den Warentransport verwenden die grossen Schmuggler Großraumautos „Кras“, den „Ural“, „МАЗ“. Nicht selten reagieren sie auf die Forderungen der Fahnder stehenzubleiben nicht, oder sie führen absichtlich Notfälle herbei und sagen einfach, dass ihnen Menschen im Weg stehen. Um einen mit hoher Geschwindigkeit jagenden Riesen anzuhalten, fällt man manchmal beim Springen auf das Trittbrett oder muss mit einem Geländefahrzeug einen PKW an unwegsamen Stellen verfolgen. Solche Fälle gab es in den Dienstjahren für Leonid Pasjetschnik im Kampf gegen den Schmuggel nicht wenige.

Ich habe die Ehre!

Die ersten Lehrstunden des Prinzips der Offiziersehre brachte Leonid sein Vater – Iwan Sergejewitsch – bei, der in den Organen der Miliz 26 Jahre tätig gewesen war.
„Als ich ein Kind war, lebte unsere Familie im Norden, in Magadan. Mein Vater war im Dienst bei den Goldförderstätten“, erzählt Leonid. „Mehr als einmal musste mein Vater Diebstahl an Gold aufdecken. Er nahm 20, und auch mal 25 Verbrecher fest. Und er beschlagnahmte 30 Kilogramm gestohlenes Edelmetall.

Einmal in den frühen achtziger Jahren nahm er den Verbrechern 60 kg gestohlenes Gold weg und machte sich fertig, sie mit ‚auf das Festland‘ zu nehmen. Sie boten ihm Schmiergeld in Höhe von 200.000 sowjetischen Rubeln an. Mein Vater lehnte ab. Ich bin sicher, dass er auch nicht mal in Gedanken daran dachte, solches Geld anzunehmen. Mir gegenüber wiederholte er oft: Lebe ehrlich, nach dem Gesetz. Und Du wirst Ehre und Ruhm erlangen. – So lebte er auch selbst. Er erhielt viel Anerkennungen, staatliche wie gesellschaftliche.“

Die Medaille «Für Anerkennung im Dienst der Ukraine“ ist die erste staatliche Auszeichnung Leonid Pasjetschniks. Aber 37 Jahre ist für einen Oberstleutnant kein Alter. Vor sich hat er sowohl die Sterne auf der Schulterklappe als auch die Anerkennung und sehr viel Arbeit. Aber der Optimismus und die Freunde und Gleichgesinnten lassen ihn nicht ruhen.

Julija Jeremenko, Leiter des Presseamtes der Verwaltung der SBU im Gebiet Lugansk

http://www.sbu.gov.ua/sbu/control/uk/publish/article; jsessionid=73B4333DD5C1B24724DD60422D85D374? art_id=58879&cat_id=58865 – das Zink

Kommentar von Coronel Cassad:

(2006-2007 erschienen einige lobende Artikel über den ehrlichen Offizier des SBU Pasjetschnik, der offenbar wie eine sehr seltene Erscheinung wahrgenommen wurde).

PS. Und ja richtig, auf den Pasjetschnik warteten viel Sterne und viel Arbeit. Die Wahrheit zeigt sich schon in der Volksrepublik Lugansk, wo er mit den Freunden und Gleichgesinnten gegen die Bande Ljamins und ihre Hintermänner derzeit kämpft. Einerseits ist Pasjetschnik generell beim SBU Mithelfer der Terroristen und Verräter, aber andererseits ergreift der ehrliche prinzipienfeste Offizier den Schmuggler und nimmt bis jetzt kein Bestechungsgeld an. Das ist ein Paradoxon des ukrainischen Bürgerkrieges.

* siehe hier, zum Anführer der Partei der Regionen, Oleksandr Jefremow: http://www.ukrinform.de/rubric-politik/1669941-poroschenko_konnte_schon_den_friedensstifter_jefremow_enttuschen_11382.html

Quelle: http://colonelcassad.livejournal.com/2442704.html

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