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Colonel Cassad, Expertenmeinung

Coronel Cassad – Zur Situation bei der Brigade „Wostok“

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Zur Situation bei der Brigade „Wostok“

von Coronel Cassad, 08. Oktober 2015 – 15:41 Uhr
übersetzt von MATUTINSGROUP

Es gibt Fragen über die Situation in der Brigade „Wostok“. Der Konflikt fing vor zwei Tagen an, nachdem auf dem 4. Stützpunkt der Brigade eine Prüfung der Ausrüstung erfolgte. Anschliessend wurde der Kommandeur „Major“ aus seiner Dienststellung als Befehlshaber des 1. Verbandes der Brigade „Wostok“ sowie deren Stabschef „Sokol“ und noch einige Genossen entlassen, denen solcherlei Situation auch nicht gefiel und die sich für vorerst weitere Dienstausübung entschieden. Auf dem 4. Stützpunkt kamen dann auch ein Kommandierender und ein Stabschef an. Es ergab sich eine heiße Diskussion, in deren Verlauf die Aufrührer zum 5. Stützpunkt fuhren (Schule der Verkehrspolizei im Stadtbezirk Saperewalnoj), sich dort verbarrikadierten und bis jetzt dort aufhalten. Der Gerechtigkeit wegen ist zu sagen, dass die Mehrheit der Kämpfer von „Wostok“ normale Leute sind, die nicht in die Auseinandersetzungen der Banditen wegen Geld verwickelt sind. Sie verblieben im 4. Stützpunkt und in den anderen Stellungen. Mit ihnen gibt es keine Probleme. Fast alle von ihnen werden jetzt wohl in das 11. Regiment eingegliedert.

„Wostok“ selbst dementiert natürlich alles. Ihnen ist wohl peinlich anzuerkennen, dass diese „legendäre“ Gliederung gewaltsam in die Armeestruktur getrieben wird.

Sie lassen verlautbaren, dass sie sich schon längst in der Armee befinden. Aber dies ist nur auf dem Papier so. Faktisch jedoch untersteht der Grossteil der Brigade nicht der Armee, sondern ihren Kommandeuren, und führt Chodakowski persönlich dieses Spiel.

Insgesamt umfasst „Wostok“ ca. 3500 Angehörige. Aber die Hälfte davon bildet den Sonderteil. Zu diesem Sonderteil gehört die berüchtigte „Sonderabteilung Wostok“ (mit jenen „Haftkellern“ natürlich) sowie die sogenannte „Sonderkompanie für den Kampf gegen den Terrorismus“ (ОРБТ), die die persönlichen Befehle Chodakowskis in diversen „sensiblen“ Angelegenheiten ausführt.

Alle Führungsoffiziere der Brigade ab Kompaniechefs erhalten außer dem Gehalt der Armee für ihren Dienst Sonderzulagen von Chodakowski. Woraus sich die interessante Frage ergibt, wer warum welche Tätigkeit wie hoch bezahlt.

Es wurde entschieden, diese Umtriebe in der für die Volksrepublik Donezk üblichen Art zu stoppen, so dass dies nicht neu ist. Ein paar interessante bewaffnete Gruppen zu entwaffen, ist nun mal ein für die Republik völlig alltägliches Ereignis.

P.S. Ich warte auf die nächsten Enthüllungen von Kurginjanleuten, dass ich ihren Liebling „Wostok“ mal wieder verleumdet habe und überhaupt für den SBU arbeiten würde.

Quelle: https://vk.com/juchkovsky – цинк

Kommentar von Coronel Cassad:

PS. Zu erwähnen ist, dass sich die Mehrheit der Verbände von „Wostok“ in der Phase der Integration der Republikanischen Garde in die Armee der Volksrepublik Donezk befinden. Den Sonderteil von „Wostok“ verliessen 1400-1600 Menschen. Der Rest verblieb in den Sonderabteilungen. So dass den Papieren zufolge nur ein Teil von „Wostok“ zur Armee der Volksrepublik Donezk zählte.

Jetzt erhebt sich nach alledem die Frage der Beseitigung des halbunabhängigen Status gemäß dem schon bekannten Schema. Wenn die Restrukturierung Republikanischen Garde der Volksrepublik Donezk nicht nur auf die verstärkte Zentralisierung, sondern auch auf ein Loslösen aus dem Sachartschenko unterstellten Truppenverband gerichtet war, dann hat sich im übrigen Sachartschenko nicht als Hervorbringer von Müll erwiesen und für die aus der Armee ausscheidenden Teile die neue 100. Brigade der Republikanischen Garde vorangebracht.

Jetzt wird Chodakowski der unterstellte Truppenverband entzogen. Der Unterschied ist hierbei eigentlich nur die Unterstellung. So wie es vermeldet wird, untersteht „Wostok“ einfach nur eng dem Kommando der Armee (lies: den Kuratoren) und nicht Chodakowski.

Insgesamt war die derzeitige Lage bei „Wostok“ ein eigentümlicher Anachronismus. Sie entsprach nicht den sich seit dem Frühling 2015 verändernden Realitäten.

Andererseits führt die Geschichte mit den Versuchen, das Verteidigungsministerium der Volksrepublik Donezk im Sommer 2015 aufzulösen vor, dass alle auch wieder mitspielen können, wenn die auf Chodakowski setzenden Kreise notwendigerweise berücksichtigt werden und unter ihm eine bestimmte Truppenstärke ausserhalb des Bereichs der direkten Unterstellung unter die militärischen Kuratoren verbleibt.

Quelle: http://colonelcassad.livejournal.com/2420753.html

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