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Igor Strelkow: Nicht ist vorbei – alles fängt gerade erst an. Vorwärts der Aufstand – Neurussland. Der Kampf geht weiter!

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Igor Strelkow: Nicht ist vorbei – alles fängt gerade erst an. Vorwärts der Aufstand – Neurussland. Der Kampf geht weiter!

übersetzt von MATUTINSGROUP

Livejournal, 02. Oktober 2015 – 10:45 Uhr.-   Igor Strelkow im Interview.

Frage: In Anbetracht Ihrer heftigen und lauten Kritik an der Politik des Kremls gegenüber dem Donbass und Syrien in diesem Interview und zuvor in den Foren haben Sie keine Angst, dass dies zu Repressalien an Ihre Adresse seitens der Kritisierten führen könnte? Oder die Tätigkeit der Bewegung erschweren könnte?

Igor Iwanowitsch: Werden die Volksrepubliken Donezk und Lugansk am Ende an „die Ukraine“ zurückgegeben, dann wird die weitere Tätigkeit unserer Bewegung überhaupt keinen Sinn mehr machen. Oder soll mit unserer Hilfe den Ukrainern geholfen werden, bis sie im „der Ukraine zurückgegebenen Donbass“ die Bevölkerung „lustrieren“ (lynchen) und „ein bißchen aufhängen“ werden?

Unter Berücksichtigung der Realität dieser vor uns stehenden Drohung ist unser erster Plan jetzt nicht die humanitäre, sondern die informierende und propagandistische Komponente unserer Bewegung. Und von den Behörden sahen wir ohnehin faktisch keine Hilfe.

Wird es eine Gegenwirkung geben? Also, es gibt sie sowieso. Angesichts der vollen Informationsblockade, die sich allmählich sogar über das Internet erstreckt.

Wird sie grösser? Wir lassen es nicht zu, den Versuch des direkten Verrats „zu verschweigen“. Das ist die einzige ehrliche Position, die wir für uns jetzt sehen.

Frage: Igor Iwanowitsch, Sie sind ein einstiger Mitarbeiter des FSB, stimmt’s? Und welche Stimmungen herrschen jetzt innerhalb des Machtapparats, können Sie dazu etwas sagen?

Igor Iwanowitsch: Ich kenne sie nicht. Mit mir redet fast niemand vom derzeitigen Personal dort. Mein engerer Kreis besteht aus den Pensionierten.

Frage: Jene Sache mit den Luftschlägen. Аssad hält sich schon drei Jahre lang ohne sie. Seine Luftwaffe fliegt „aus irgendeinem Grund“ wenig. Wenn sie den vollen Einsatz beginnen wird, werden seine Nachbarländer auch ihre Luftwaffe voll einsetzen und seine wie auch unsere Bomber nicht abschiessen. Das Territorium unter Kontrolle Assads wird stark ausgedehnt werden.

Igor Iwanowitsch: Wir werden sehen. Aber ich bezweifle das stark. Der Luftwaffeneinsatz ist in dichtbesiedelten städtischen Gebieten und in den Bergen nicht allzu wirksam.

Ich kam selbst im Tschetschenienkrieg auf die von der Luftwaffe „schon zerstörten“ Stellungen und fand dort die tschetschenischen „Geister“ vor. Nicht selten wurde der nächste Bombentrichter 200 Meter entfernt vom Stützpunkt gefunden, wenn es dort überhaupt irgendwelche Spuren eines Bombenangriffes aufzufinden gab.

Einmal landeten wir und wurden vom Hubschrauber unmittelbar an der Stelle abgesetzt, die zuvor mit Bomben und aus den Bordkanonen der Mig-24 beschossen worden war. In das Zielgelände gerieten die Geschosse. Aber in die Schlucht, in der die Stellung des Gegners vermutet wurde, ist kein einziges Geschoss eingeschlagen. Gott sei Dank zeigte sich, dass die Stellung schon aufgegeben worden war.

Solange die Infanterie keinen Fuß auf das Gelände gesetzt hat, ist so ein Territorium nicht erobert und nicht einmal neutral. Das größte Problem der Streitkräfte Syriens ist das Fehlen einer grossen Truppenstärke ausgebildeter und loyaler Armee-Einheiten. Die Infanterie ist konkret „die Trumpfkarte“ des Gegners. Schlecht ausgebildet, kaum diszipliniert, aber der Gegner kann die Verluste faktisch sofort ausgleichen.

Frage: In Syrien vergessen Sie bitte nicht den Luftwaffenstützpunkt und die Häfen Tartus und Latakia, die unseren Seestreitkräften dienen. Und ihr Verlust wäre ein starker strategischer Verlust. Die Unmöglichkeit schneller Reparaturen für die Schiffe der Seestreitkräfte usw., ihr Schleppen zu den Docks an den Küsten der Russischen Föderation wäre teuer und problematisch.

Wie ich es verstehe, haben wir dort stärker wegen dieser Häfen interveniert, um die Rebellen dort zu vertreiben und zu verhindern, dass sie sich dort festsetzen. Ich bezweifle dass das Ziel ist, ISIS auf dem Territorium Syriens zu besiegen, weil dies absurd ist.

Igor Iwanowitsch: Hier die Anleitung für den neuen Propagandisten:
– Wofür brauchen wir Stützpunkte in Syrien?
– Um die Mittelmeergruppierung unserer Seestreitkräfte zu unterstützen!
– Und wofür brauchen wir die Mittelmeergruppierung der Seestreitkräfte?
– Um unsere Verbündeten zu unterstützen!
– Und wer blieb uns dort von unseren Verbündeten übrig?
– Syrien!
– Das heißt, dass wir die Stützpunkte in Syrien nur benötigen, um Syrien zu schützen?
-…. Sie sind ein Agent des State Department!

Frage: Igor Iwanowitsch, ist dies wirklich das Ende? Gennadij Dubowoj hemmt klinisch naive täglich fragende Mitbürger: „Gennadij, warum gibt es keine neuen Videos und Produktionen? Was geschieht in den Donbass-Republiken? Ist dies das Ende all unserer Hoffnungen?“

Igor Iwanowitsch: Ich antworte.

Erstens,- ja, das ist das Ende. Es gibt nichts zu beschiessen. Der Krieg ist zu Ende. Oder eher, wir wurden gezwungen, ihn zu beenden.

Zweitens,- was geschieht in den Republiken des Donbass? Alles ist schon geschehen. Wir kämpften für die Wiederherstellung und die Festigung der neuen Sklavenhalterordnung. Wir wurden alle auch benutzt. Wer nicht nach den Regeln des Systems spielen wird, der wird beseitigt werden.

Drittens werde ich die Punkte 1 und 2 entziffern, wenn ich am Leben bleibe und in einer Reihe von Skizzen und analytischen Artikeln dies tun kann. Ich habe dies seit langem gegenüber verschiedenen Publikationen zugesagt.

Frage: „Das Ende ist jemandes Anfang“ (W. Wyssozki).

Igor Iwanowitsch: Nichts ist vorbei. Alles fängt gerade erst an. Vorwärts zum Aufstand. Die Chance, ihn zu verhindern, ist noch gegeben. Sie verringert sich aber heftig in dem Maß, wie die „Vereinbarungen von Minsk“ umgesetzt werden.

Quelle: http://od-novorossia.livejournal.com/1264241.html

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