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Andrej Purgin, EU, Expertenmeinung, Farbenrevolution, Geopolitische Analyse, Igor Strelkov, Interviews, Lagebericht, Putin

Igor Strelkow – „Der Rubikon ist überschritten – der schwarze Peter ist verliehen – der Westen wird keine Zugeständnisse machen“

Igor Strelkow - Foto: Jewgeni Kurskow / TASS

Igor Strelkow – Foto: Jewgeni Kurskow / TASS

Alexej Koschwnikow interviewte Igor Strelkow zur derzeitigen Lage im Donbass

„Der Rubikon ist überschritten – der schwarze Peter ist verliehen – der Westen wird keine Zugeständnisse machen“

übersetzt von MATUTINGSGROUP

„Russischer Planet“, 09. September 2015 – 06:50 Uhr.-   Am vergangenen Freitag begann eine politische Krise in der Volksrepublik Donezk. Parlamentssprecher Andrej Purgin wurde seiner Funktion enthoben und ohne Anklage inhaftiert. In einer Sondersitzung wählten die Abgeordneten des Volksrats den Vertreter der Volksrepublik Donezk in der Dreiparteien-Kontaktgruppe bei den Verhandlungen in Minsk, Denis Puschilin, zum amtierenden Sprecher und Vorsitzenden des Sowjets der Volksrepublik Donezk. Am folgenden Tag, dem 5. September, blockierten einige Dutzend protestierende Menschen in der Innenstadt von Donezk zur Unterstützung von Purgin eine Strasse.

Laut Nachrichtenagenturen ist Purgin derzeit freigelassen worden aus der Haft im Staatssicherheitsministerium der Volksrepublik Donezk.

Unser Korrespondent traf den einstigen Verteidigungsminister der Volksrepublik Donezk und jetzigen Führer der Bewegung „Noworossia“ Igor Strelkow und sprach mit ihm über die Notwendigkeit der Festigung der patriotischen Kräfte Russlands sowie darüber, warum der Kampf für Neurussland („Noworossia“) eine Aufgabe zur Verhinderung der Errichtung einer neuen Weltordnung fernab von Menschlichkeit und Gerechtigkeit ist.

Nachstehend das vollständige Interview mit Igor Strelkow

Frage: Igor Iwanowitsch, wie würden Sie die Lage beschreiben? Was geht jetzt in den Organen der Regierung der Volksrepublik Donezk in Verbindung mit der Absetzung von Andrej Purgin in der Funktion des Vorsitzenden des Nationalrats der Republik vor sich?

Igor Iwanowitsch: Inmitten der andauernden Ausplünderung der Republik Ukraine tobt der Kampf um die Macht, um das Geld, um die Ressourcen. Sozusagen geht die Arbeit bei der Auswahl der Stammkader weiter, welche vor einem Jahr begonnen hat. Dafür sind Filter vorhanden, durch welche nur die allerschmutzigsten Leute hindurchkommen.

Ich habe nie gedacht, dass Herr Purgin ein anständiger Politiker ist. Aber verglichen mit Herrn bzw. Pan Puschilin ist Herr Purgin schon eine Lichtgestalt. Wie es so schön heisst, dass unter den Blinden der Einäugige der König ist.

Puschilin ist seinerseits bereit, den übelsten Verrat zu unterzeichnen. Allem Anschein nach ist er faktisch der Verhandlungspartner der Ukrainer und setzt jede Instruktion von Surkow um. Ausserdem steht im Hintergrund hinter Puschilin der Abteilungsleiter Donezk des MMM – ein patentierter Gauner, auf den kein Stempel gesetzt werden darf. Die Situation, wenn eine solche Figur Komplizen austauscht, faktisch den zweithöchsten Beamten der Republik einsetzt, und Sachartschenko erläutert dies nicht einmal,- diese Situation offenbart das System, welches jetzt in der Volksrepublik Donezk aufgebaut worden ist. Und das ist alles.

Frage: Ist die politischer Krise in der Republik möglicherweise eine Widerspiegelung der Opposition gewisser Einflussgruppen im Kreml?

Igor Iwanowitsch: Nein, grundsätzlich nicht. Sachartschenko, Puschilin, Purgin sind allesamt Schützlinge von Surkow und natürlich keine Vertreter einer anderen Gruppe. Das Einzige, was Purgin bis zu einem gewissen Grad unterscheidet,- er war ein Unterstützer des unabhängigen Donbass, aber nicht des Donbass in Russland. Vielleicht hatte er deswegen ein paar Unstimmigkeiten mit Surkow. Surkow favorisiert Puschilin, weil das ein solcher Mann ist, „wie man ihn sich wünscht“, denn er führt alles aus, was ihm aufgetragen wird. Man beauftragt ihn, den Donbass zu nehmen und ihn für irgendwas zu übergeben, dann würde er das tun.

Andrej Purgin

Andrej Purgin

Andrej Purgin bei einer Parlamentssitzung in der Volksrepublik Donezk. Foto: Michail Potschajew/TASS

Frage: Besteht eine Möglichkeit, dass die Ukraine die Krise in den Machtorganen der Volksrepublik Donezk für sich ausnutzen kann?

Igor Iwanowitsch: Natürlich ist diese Krise für die Donbass-Republiken nachteilig. Denn derlei Art „Rattenkrieg“ und vor allem eines Bekämpfens der herauskommenden Spinnen in der Bank hat eine lähmende Wirkung auf die Bevölkerung und die Truppen. Aber ich denke nicht, dass die Ukraine dies auszunutzen versuchen wird. Trotz der Tatsache, dass die Streitkräfte der Ukraine seit Sommeranfang angriffsbereit stehen. Kiew fürchtet die Reaktion Moskaus, fürchtet eine neue militärische Niederlage im Fall einer aktiven Unterstützung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk durch Russland. Ich betone, dass dennoch die Streitkräfte der Ukraine grundsätzlich angriffsbereit stehen.

Frage: Wie ist die Verlautbarung von Wladislaw Denego hinsichtlich der Übergabe der Kontrolle über die Grenze der Ukraine angesichts dieser Ereignisse bei der Absetzung Purgins von seiner Funktion zu verstehen?

Igor Iwanowitsch: Ich dachte und denke immer noch, dass die Grenzkontrolle ein grundsätzliches Thema ist. Dabei spielt keine Rolle, wie offen oder verdeckt dies erfolgt. Sind die Grenzen in irgendeiner Form unter ukrainischer Kontrolle, dann ist dies das Ende für die Republiken, was selbst mit einem oberflächlichen Blick zu erkennen ist. Ich spreche dabei gar nicht von der Idee Neurussland (Noworossia), welche das derzeitige Regime der Republiken offiziell beerdigt hat. Ich hoffe, dass es wirklich voreilig gewesen war, diese Idee zu begraben.

Die Erklärung von Denego setzt endgültig ihren Stempel auf seine Stirn. Bestenfalls ist dies als Verrat an der Heimat zu bewerten. Sofern man unterstellt, dass seine Heimat die Volksrepublik Lugansk ist, dann gehört er hinter Schloss und Riegel und erschossen. Ich würde dies persönlich erledigt haben, stände es in meiner Macht. Ich hätte befohlen, ihn sofort vor ein Militärgericht zu stellen.

Jetzt sind in den Machtorganen der Donbass-Republiken die für die schmutzigen Tätigkeiten eingesetzten Personen völlig diskreditiert. Wladislaw Jurjewitsch sitzt derweil nicht untätig herum, sondern er gräbt und gräbt und gräbt immer weiter. Wie er noch vor einem Jahr aussähte, was er den Republiken gab, so setzt er dies jetzt faktisch fort.

Bekanntlich kam Surkow von der Alfa-Bank in die Regierung. Die Alfa-Bank ist westliches Geld, welches zur Privatisierung Russlands bereitgestellt wurde. Demzufolge ist dies internationales Kapital, für welches Russland heutzutage lediglich ein Gebiet für ein „effektives Management“ der Ressourcen der Russischen Föderation ist. Der Begriff „Energie-Grossmacht“ lautet übersetzt derzeit in die russische Klartextsprache „als Rohstoffanhängsel des Westens“.

Putins Handlungen zur Wiederherstellung der wirklichen Souveränität werden unterlaufen. Der Widerstand kommt aus dem eigenen engsten Umfeld. Ich bin sicher, dass Surkow ganz bewusst sabotiert und schädigt.

An die Öffentlichkeit geben sie patriotische Losungen heraus. Die ganze angeheuerte Bloggersphäre, alle diese Trollfütterer, die Computerviren heulen darüber, dass Russland auf dem Weg der Souveränität ist. Und unter diesem Deckmantel wird das an diese Parolen glaubende Volk völlig enttäuscht, weil keine der vernünftigen und notwendigen Massnahmen umgesetzt werden. Faktisch kann jede noch so sehr gut durchdachte strategische Handlung derzeit in jeder Umsetzungsstufe dadurch scheitern, weil bewusst Fehler eingebaut worden sind.

Deshalb erkannte ich schon ganz von Anfang an bei Minsk, dass wir derzeit über eine Sabotage reden. Denn von Anfang an wurde ein unerreichbares Ziel gesetzt: etwas mit jenen zu vereinbaren, die grundsätzlich nicht verhandeln wollen. Und dann auch noch etwas nicht von einer Position der Stärke aus zu vereinbaren, wie es sein könnte, sondern aus einer Position heraus, es dem Feind mit jeder und allen seinen Forderungen recht zu machen. Das Ergebnis liegt auf der Hand.

Wladislaw Denego

Wladislaw Denego

Wladislaw Denego beim „Runden Tisch“ zur Durchführung des Massnahmepakets für die Umsetzung der Vereinbarungen von Minsk. Foto: Alexander Schtscherbak / TASS

Frage: Ist es möglich, dass die Situation sich nach Putins Rede vor der UN-Vollversammlung ändern wird?

Igor Iwanowitsch: Ich habe oft gesagt, dass der Rubikon überschritten ist und der schwarze Peter verliehen ist. Alle Versuche sind unmöglich, einen Kompromiss durch eine teilweise Übergabe zu erreichen. Von Putin werden sie allein die vollständige, bedingungslose Kapitulation fordern.

Da helfen keine Zugeständnisse mehr. Weder bei den Flüchtlingen noch bei Syrien. Sie drücken ihn genauso nieder wie Milosevic, Gaddafi, Saddam. Schritt für Schritt und beständig wird er von Rückzug zu Rückzug und zum Rückzug gezwungen werden. Der einzige Überlebensweg ist eine Pause zu machen, aber nicht nur stehenzubleiben, sondern wieder zum Gegenangriff überzugehen. Ich weiss nicht, was der Präsident vor der UN-Vollversammlung sagen wird. Ich weiss nicht, welches Geschehen dies begleiten wird, welche Erklärungen er abgeben wird. Davon wird sich an der Situation nichts ändern.

Frage: Denken Sie, dass der Kreml sich darüber klar geworden ist, dass es keine Zugeständnisse geben wird?

Igor Iwanowitsch: Das denke ich nicht. Andernfalls würden konkrete Massnahmen ergriffen worden sein. Bisher ist nicht mal angesichts der Situation in Neurussland über irgendeine angemessene Handlung gesprochen worden. Zu einem Begreifen der Gefahr ist man noch nicht gekommen, weil faktisch Agenten des Westens die höchsten Staatsposten innehaben.

Subjektiv mögen sie vielleicht gar nicht so etwas sein. Aber objektiv kann man wie sonst Personen bezeichnen, die alle ihre Interessen einschliesslich ihrer familiären Bindungen im Ausland haben? Sie können Russland gar nicht dienen, wenn dies den Interessen des Westens zuwiderläuft.

Ein markanter Moment besteht in der Personalumbildung, dass der Präsident und sein interner Führungskreis, zumindest der sich nicht auf die 5. Kolonne beziehende Teil davon, sich der Unumkehrbarkeit der geschehenen Prozesse bewusst sind. Solange dies nicht erfolgt ist, nicht mal teilweise erfolgt ist, gibt es nicht einmal Andeutungen einer eintretenden Bewusstheit. Oder sie ist da, aber sie hat sich nicht zu einer konkreten Umsetzung hin entwickelt.

Frage: Von der vorhandenen Lage in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk ausgehend sowie unter den Bedingungen der von Ihnen angesprochenen Gefahr durch eine schwere Offensive der Streitkräfte der Ukraine werden sich die Ereignisse in Neurussland und Russland demnächst wie entwickeln?

Igor Iwanowitsch: Ich verfüge weder über sozusagen irgendein Insiderwissen, politische Informationen, weder aus dem Kreml noch aus Kiew. Daher kann ich natürlich keine Prognosen abgeben.

Ich sehe, dass die Truppen der Ukraine angriffsbereit zusammengezogen worden sind. Aber aus irgendeinem Grund wird diese Offensive nicht geführt. Dementsprechend schlussfolgere ich, dass sie derzeit auf eine politische Lösung von Kiew warten. Wann dort eine politische Entscheidung gefaßt werden wird, wissen wir nicht. Aber auf jeden Fall sind alle Aussöhnungsversuche sinnlos.

Eine ehrenvolle Kapitulation von Putin brauchen Kiew und die USA nicht. Sie brauchen die vollständige, absolute und bedingungslose Kapitulation, die zu einer deutlichen Verschlimmerung der politischen Situation in Russland und infolge dessen zum Sturz von Putin führt. Daher werden sie nicht einen taktischen Sieg erringen wollen, sondern einen strategischen. Und unser Fehler besteht darin, dass wir mit dem strategischen Schritt hin zur Errichtung der Souveränität entschieden haben, dass wir uns laut und brilliant mit dem allerdings kleinen taktischen Sieg auf der Krim begnügen.

Heutzutage handelt es sich endgültig um das Streben des Westens, Russland zu zerstückeln. Und zwar genauso wie die USA, die Angelsachsen, den Rest der Welt demolierten. Angesichts all dessen, was wir heutzutage gerade jetzt sehen, zeigt sich, dass in gewissen Kreisen die vollständige Beseitigung aller Überbleibsel der traditionellen Gesellschaft in der östlichen Hemisphäre beschlossen wurde.

Wenn sie bis vor kurzem den Mittleren Osten mit Syrien, Irak, Afghanistan, Nordafrika zertrümmerten und zu einer Wüste machten, so wird dieser Effekt jetzt nach Europa transportiert. Für jeden x-beliebigen vernunftbegabten Mensch, der nicht von irgendwelchen liberalen Mythen lebt, sondern wirklich die Geschichte und die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft kennt, ist klar, dass diese massenhaften Übersiedlungsströme von Völkern gewaltigste Erschütterungen in Europa bringen werden. Das bedeutet, den Krieg zu verstetigen und nicht zu ermöglichen, ihn in der arabischen Welt zu beenden, und dass die USA das Chaos über den europäischen Kontinent verbreiten.

Doch sind weder das Regime in Kiew noch die USA oder die anderen diesen Krieg mitanheizenden Staaten daran interessiert, dass die Ukraine ein gedeihender europäischer Staat wird. Sie brauchen nur das Schlachtfeld, welches die Kräfte Russlands schwächen wird, und wo die Slawen sich gegenseitig abschlachten.
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US-Truppenangehörige bei den gemeinsamen ukrainisch-US-amerikanischen Manövern in Odessa. Foto: Archip Wereschtschagin / TASS

Vielleicht passt dazu diese Metapher: zündet man ein Blatt Papier von unten mit dem Feuerzeug an, dann wird es erst ein schwarzer Fleck. Dann wird sich das Feuer kreisförmig ausbreiten. Man stelle sich eine Karte der östlichen Hemisphäre mit Europa, Asien, Nordafrika vor. Gleichzeitig bildeten sich etliche solche Flecken. Jetzt breiten sie sich gerade aus. Und allmählich vermengen sie sich in eine einzige Welt im Brand. Einer dieser Flecken erschien auf dem Territorium der Ukraine. Aber die Brandstifter sind daran interessiert, dass er sich rasch in alle Richtungen ausbreitet.

Doch bei sich selbst schaffen die USA einen „sicheren Hafen“ für das Kapital und die Geistesgrössen aus der ganzen Welt. Solch ein glänzender Avalon ist eines jener Freimaurersymbole, die in den USA so sehr geliebt werden. Dabei ist innerhalb der einst einheitlichen westlichen Domäne der Zivilisation die engere nordamerikanische Domäne entstanden. Das ganze Übrige soll der Zerstörung anheim fallen. In dieser Hinsicht kann man die Handlungen der europäischen und der nationalen Bürokratien Deutschlands und Frankreichs mit Mut als einen Völkermord betrachten.

Das ist kein persönlicher Selbstmord des Freimaurers Hollande oder der Freimaurerin Merkel, sondern der Selbstmord der Völker, welche sie formell repräsentieren. Hollande ist ein Jude, weshalb ihn die Probleme der Franzosen wenig kümmern. Es ist nicht gewollt, den Akzent auf die Nationalität zu legen, aber hier wird dadurch alles ganz offensichtlich.

Man schaue sich beispielsweise die kürzlichen Ereignisse in Libyen an. Die Zerstörung, die für Frankreich nicht profitabel war, sondern äusserst schädlich. Allgemein hat sich der in Anführungszeichen ethnische Franzose Sarkozy auch gründlich bemüht. Das heißt, wie ich meine, dass man in diesem Fall eindeutig sagen kann, dass der supranationale Charakter der modernen liberalen Öffentlichkeit den von ihr regierten Völkern physisch schadet.

Wie schnell diese selbstmörderischen Prozesse ablaufen werden, ist schwierig zu sagen. Aber beurteilt man dies nach den Maßstäben der Prozesse und danach, wie diese Prozesse derzeit zielstrebig wirken, dann kann dies sehr schnell gehen.

Man muss dem einfach zustimmen, dass mehr Unsinn als der auf allen Fernsehsendern schwierig zu bewerkstelligen ist, um ein klares Bild davon zu geben, wie die Deutschen erfreut die Flüchtlinge aus Nordafrika begrüssen. Doch wird in denselben Ländern Syrien, Äthiopien oder Libyen diese „Werbung“ die Zahl derer vervielfachen, die nach Europa gebracht und umgesiedelt zu werden wünschen.

Unter der Berücksichtigung, dass in der EU in den letzten 20 Jahren der ethnische Bestand stark verdünnt ist, wobei ich nichts über Frankreich sage, wo dieser Prozess noch tiefer gegangen ist, wird dies zweifellos sehr ernste Veränderungen auf der ethnischen und religiösen Karte hervorrufen und die soziale Stabilität der Staaten umfassend kaputtmachen sowie alle damit verbundenen Katastrophen erzeugen. Hier können wir konkret sagen, dass die liberalen europäischen Eliten ihre Länder bewusst zerstören. Wofür? Wie? Viele Antworten könnten wohl die Verschwörungstheorien geben. Aber Tatsache bleibt Tatsache.

Frage: Sind heute in Russland die patriotischen Kräfte imstande, den zerstörerischen Einflüssen zu widerstehen?

Igor Iwanowitsch: In Russland wartet das Volk seit langem, dass eine starke patriotische Bewegung wirklich heranreift. Worauf aktiv Herr Surkow und ähnliche sogenannte Patrioten parasitär abheben. Surkow ist derzeit ein Abklatsch von Sarkozy, Hollande, Merkel,- nur übertragen auf den Boden Russlands. Er ist dem Land kulturell, ethnisch, religiös nicht verhaftet, aber er gibt sich als ein eifriger Patriot aus. Und leider ist er nicht der Einzige.

Mir wird oft vorgeworfen, dass ich seiner Person zuviel Aufmerksamkeit widme. Er sieht einfach vor dem Hintergrund der absolut fahlen grauen Unfähigkeit, die es bei uns in den oberen Etagen zuhauf gibt, sehr hell aus. Er ist der Abscheulichste von ihnen. Aber leider arbeitet er wohl am wirksamsten.

Im übrigen sind wir vom Thema abgekommen… Ich meine, dass in Russland die Basis für die patriotische Wiedergeburt und die Wiedergeburt der realen Souveränität in allen Sphären, besonders in der Kultur, vorhanden ist.

Jedoch hat Russland bis jetzt kein nationales Regime. Das letzte nationale Regime bestand bei uns am 1. März 1917 im Namen von Zar Nikolaus II. Nach ihm gab es etwas Ersatz bei Stalin, wenn der Vektor auf eine bestimmte Seite schwenkte. Viele sind in ihre eigenen Kreise zurückgekehrt. Wer jedoch noch für das nationale Regime lebte, wie auch die vielen Emigranten, wurde nicht sonderlich bemerkt.

Daher ist das russische Volk als ein imperiales Volk wie die meisten einheimischen Völkerschaften Russlands heute leider nicht bereit, selbständig eine neue Elite hervorzubringen. Deswegen sind die patriotischen Kräfte potentiell sehr stark und zugleich fragmentiert und lassen es zu, dass verschiedene Arten von Simulanten sich jetzt ihrer parasitär und sie ausbeutend bedienen.

Erinnern Sie sich an 1997, 1998, 1999. Das Wort „Patriot“ war ein Schimpfwort. Sich selbst als Patriot zu bezeichnen, war unanständig. Aber jetzt? Spuck auf einen beliebigen Beamten und du wirst an einen „Patriot“ geraten. Dabei war er noch in den 1990er Jahren ein eifriger Demokrat, ein Liberaler, ein Marktwirtschaftler.

In dieser Hinsicht will man sogar so konsequente Schurken wie Tschubais, Kudrin, Gref loben. Sie verbergen ihre Abscheulichkeit nicht, wofür sie vielleicht sogar Respekt verdienen.

Quelle: http://rusplt.ru/donbass/igor-strelkov-rubikon-pereyden-chernaya-metka-vruchena-zapad-ne-poydet-na-ustupki-18708.html

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