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Colonel Cassad, Expertenmeinung, Lagebericht

Coronel Cassad: Kurz über Wichtiges

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Kurz über Wichtiges

von Coronel Cassad, Livejournal 25. August 2015 – 19:26 Uhr
übersetzt von MATUTINSGROUP

In dieser Woche haben wir mit einigen informierten Leute über die Situation in Neurussland gesprochen.

1. Im Jahr 2015 ist eine Durchführung der Vereinbarungen, in denen die Rede von Minsk ist, nicht zu erwarten.

Auf unserer Seite gibt es immer noch Interesse an dieser Version der Lösung des Konflikts. Aber wegen der Position der Vereinigten Staaten sind diese Wünsche irrelevant geworden und wird sich die Situation nach einem Konfrontationsdrehbuch entwickeln. Wahlen im Donbass ohne die ukrainische Partei wird die Antwort des Kremls auf die Verweigerung der USA und ihrer ukrainischen Marionetten sein, das Abkommen von Minsk umzusetzen. Das ist eine banale Aufgabe, durch die Wahlen ohne Bezug auf das politische Regime der Ukraine die aktuelle Regierung vor Ort zu legitimieren. Auf Moskau wird natürlich Druck ausgeübt werden, um Moskau zu zwingen, die Idee solcher Wahlen aufzugeben.

2. Der Prozess der Umstrukturierung der Republikanischen Garde in ihrer bisherigen Form und der Einbeziehung eines bedeutenden Teils ihrer Truppenangehörigen ist eigentlich kurz vor der Fertigstellung. Im Laufe des Sommers wurde der Grad der Zentralisierung der militärischen Führung in der Volksrepublik Donezk deutlich angehoben.

Demnächst können wir personelle Veränderungen in der Führung der Volksrepublik Donezk sowie die Fortsetzung der Arbeit erwarten, um die Zusammensetzung der oberen Ebenen der Machtstrukturen der Volksrepublik Donezk zu überprüfen. Dabei kann es sowohl um die Stärkung der bestehenden Strukturen als auch die Entstehung neuer Strukturen gehen. Im Zusammenhang mit der drohenden Offensive der Streitkräfte der Ukraine wird sich wahrscheinlich der Prozess des Nachrückens auf den unteren und mittleren Befehlsebenen der Milizeinheiten fortsetzen.

3. Die Finanzierung der Volksrepubliken wird fortgesetzt.

Unterstützt werden sie sowohl finanziell als auch materiell. Zu den derzeitigen Herausforderungen gehört die Vermeidung der Gefahr einer Hungersnot, wie sie im Winter 2014-2015 bestand, als es noch Hunger im Territorium der Volksrepubliken Donezk und Lugansk gab.

Die gegenwärtigen Ergebnisse der Erntekampagne werden als zufriedenstellend eingeschätzt. Die Wirtschaft wird auch weiterhin der Weichenstellung einer Trennung von der Ukraine folgen. Der legale und illegale Kohlehandel mit der Junta wird sich fortsetzen.

4. In der Paßfrage ist noch keine konkrete Entscheidung getroffen worden.

Die Idee ist noch im Diskussionsstadium. Sollte die Idee mit den russischen Pässen nicht die volle Unterstützung der Führung finden, dürfte in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk in einiger Zeit mit der Ausgabe eigener Pässe begonnen werden.

Zu den Referenden gibt es keine endgültigen Entscheidungen, sondern zuweilen Diskussionen über bereits getroffene Entscheidungen. Das gleiche gilt für die Ideen über die Zukunft der Republiken hinsichtlich ihrer Vereinigung oder ihrer Eigenentwicklung.

5. Militärischer Nachschub.

Er setzt seine Arbeit normal fort. Und ein Ende dieser Arbeit ist nicht abzusehen. „Modernes Gerät“ ist in einigen Bereichen wirklich schwach vertreten. Und ständig gibt es Beschwerden, dass etliche Panzer und Artillerie nicht modern sind.

Den Großteil der schweren Kampftechnik hält das Kommando in den Stellungen der Reservekräfte an der zweiten Verteidigungslinie. Angesichts der quantitativen Überlegenheit der Streitkräfte der Ukraine befürchtet das Kommando zu recht Durchbrüche an der Front (wie kürzlich von der Verteidigung der Volksrepublik Donezk geäußert) und möchte mehr Streitkräfte zur Abwehr der Angriffschläge der Streitkräfte der Ukraine verfügbar haben.

Generell wird über eine Rückkehr des Donbass in die Ukraine nicht gesprochen.

Sollte die Junta Angst haben, nach all den Warnungen aus Moskau Donezk anzugreifen, dann gehen an der Front die Grabenkämpfe von mittlerer Intensität weiter und im Hinterland wird es den Regierungsumbildungsprozess in den nicht anerkannten Republiken geben. Der forcierte Kriegszustand auf diese Weise belässt einerseits weiterhin genügend Zeit, Maßnahmen zu einem verspäteten Implementieren neuer Staaten im Donbass zu erstellen, aber andererseits verspricht dieses Drehbuch keine schnelle Beendigung des Krieges und keine Linderung des Druck auf die russische Wirtschaft durch die USA und ihre Satelliten.

Wenn die Junta trotz der Gefahr für ihr Wohlsein die Warnungen und Hinweise aus Europa ignoriert, dann werden Varianten möglich, die vom Verlauf und Ergebnis der Kampfhandlungen abhängen. Zu riskanten Abenteuern wird an erster Stelle die USA und die schwierige wirtschaftliche Situation die Junta drängen, so dass sie weiterhin das Bild zu malen versuchen wird, es gelte einen Feind von aussen zu stoppen.

Quelle: http://colonelcassad.livejournal.com/2356867.html

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